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Scheine. Scheinende Scheine.
Salzburg - Die Vorgänge im Salzburger Landesverband der SPÖ-nahen ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich) ziehen immer weitere Kreise. Nachdem das Sportressort des Landes in der Vorwoche bereits wegen des Verdachts auf Missbrauch von Fördergeldern eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt hat, werden sich nun auch der Landesrechnungshof und das Kontrollamt der Stadt mit Sachverhaltsdarstellungen an die Justiz wenden. Zugleich stellt sich die Frage nach der politischen Verantwortung für die Unregelmäßigkeiten im Verband.
Falsch abgerechnete öffentliche Förderungen
Im Mittelpunkt stehen dabei zwei falsch abgerechnete öffentliche Förderungen: Demnach wurde im Falle eines ASKÖ-Gesundheitsprojektes ein und dieselbe Rechnung beim Land Salzburg unrechtmäßig doppelt eingereicht: Einmal beim Landessportbüro - hier flossen 50.000 Euro - und einmal bei der Landesgesundheitsabteilung, die - übrigens erst auf Weisung der Landeshauptfrau - 35.000 Euro überwies. Bei einem zweiten Bauvorhaben wurde Geld von einem Architekten für eine Planungsrechnung in der Höhe von 62.000 Euro an die ASKÖ refundiert, die in der Folge hätten an die Stadt Salzburg zurückgezahlt werden müssen, weil noch kein Förderanspruch bestand. Das Geld wurde allerdings nie weiterüberwiesen.
Nur auf Schlampigkeit in der Buchhaltung dürften die beiden Fehler nicht zurückzuführen sein: Denn der nun vorliegende Rohbericht des Landesrechnungshofes über die Gebarung der ASKÖ liefert ein verheerendes Bild: Zahlreiche Mängel im Rechnungswesen und bei der internen Kontrolle, Statuten, die dem Vereinsgesetz widersprechen, fehlende Rechnungen und Belege, nicht mehr zuordenbare Geldbehebungen, falsch verbuchte Förderungen, eine enge personelle und wirtschaftliche Verflechtung mit zwei Subvereinen, fehlende schriftliche Vereinbarungen, wo sie angebracht gewesen wären.
Zu hohe Summen eingereicht
In gleich mehreren Fällen soll bei subventionierten Projekten eine höhere Summe bei den Förderstellen eingereicht worden sein, als die tatsächlichen Kosten ausgemacht haben. Wegen der "Überförderungen" drohen der ASKÖ nun Rückzahlungen in der Höhe von bis zu 350.000 Euro. Und immer wieder vermittelt der Bericht den Eindruck, dass der langjährige Ex-Präsident - er schied im Mai 2012 nach 18 Jahren im Amt aus - den Verein als Selbstbedienungsladen betrachtet haben dürfte. Ob ihm dabei auch ein strafrechtliches Vergehen anzulasten ist, ist aber unklar.
So bezog der Mann in seiner ehrenamtlichen Funktion ab 2007 insgesamt 66.000 Euro für "Konsulententätigkeit" für die ASKÖ und einen Subverein. Er beglich Verkehrsstrafen vom Vereinskonto, ließ sich einen Maßanzug um 1.200 Euro bezahlen und nutzte seinen Dienstwagen auch privat - obwohl es dazu keine entsprechende Vereinbarung mit dem ASKÖ-Präsidium gab. 2003 kaufte der Ex-Präsident privat einen baufälligen Bauernhof in Waldzell (OÖ) um ihn zu einem Sportzentrum für den Breiten- und Leistungssport umzubauen.
Alles auf ASKÖ-Rechnung
Er räumte der ASKÖ im Jahr 2005 ein 30-jähriges Baurecht auf dem Gelände ein, für das er jährlich rund 17.000 Euro Baurechtzins kassierte. Ein Teil des Gebäudes blieb weiter im Privatbesitz des Ex-Präsidenten und wurde teilweise an die ASKÖ vermietet. Etliche Investitionen im Privatteil - eine Pelletsheizung oder eine Wasseraufbereitungsanlage - dürften dabei wie Betriebskosten auch von der ASKÖ bezahlt worden sein. Schriftliche Vereinbarungen gibt es dazu nicht. Auch die Kosten des späteren Umbaus des Gehöftes zum Sportbauernhof in der Höhe von 2,5 Mio. Euro konnten laut Rechnungshofbericht nicht ganz plausibel dargelegt werden. Auch hier steht der Verdacht einer Überförderung im Raum.
Auf dem Konto des Sportbauernhofs wurden zudem Investitionen verbucht, die dort gar nicht hingehören. 2008 wurde etwa eine Infrarotkabine im Wert von 3.700 Euro gekauft und an den damaligen Wohnsitz des Ex-Präsidenten geliefert. Das Geld dafür erstattete er erst im Juni 2012 der ASKÖ zurück.
Unterlagen-Schwund
Allgemein stellte der Landesrechnungshof fest, dass angeforderte Unterlagen "zum Teil mit großer zeitlicher Verzögerung und erst nach mehrmaliger Aufforderung" zur Verfügung gestellt worden seien. Auch hätten sich vom Ex-Präsidenten abgegebene Erklärungen in mehreren Fällen als nicht zutreffend heraus gestellt. Was ebenfalls schwer wiegt: "Die ASKÖ hat während der Prüfung durch den Landesrechnungshof offensichtlich die Belege und Buchhaltungskonten für das Jahr 2004 vernichtet."
Aktuell hat LHStv. Brenner nun die Notbremse gezogen und alle Förderauszahlungen auf unbefristete Zeit gestoppt. "Solange die Missstände nicht behoben sind, fließt kein Geld. Die ASKÖ muss zuerst ein plausibles Sanierungskonzept vorlegen und die Vereinsstatuten nach den Vorschlägen des Landesrechnungshofs reparieren", betonte er. Brenner will zudem alle Förderungen des Landes noch einmal genau prüfen lassen. (APA; 14.8.2012)
80 Millionen Euro sollen teilweise nach Leistungskriterien jährlich in Spitzen- und Breitensport fließen
"Vehementes, gemeinsames sportliches Auftreten"
Fehler in Buchhaltung keinesfalls aus Vorsatz passiert
Der damalige Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka nahm 2008 viele Post-London-Forderungen vorweg. Er spricht von "vier verlorenen Jahren" und kritisiert Norbert Darabos.
Dicke Kinder, die Hürde Purzelbaum - und beim Schulsport wird weiter gekürzt
Die politische Diskussion nach dem Olympiadebakel ist in der Turnhalle angekommen
Viele geben, viele nehmen, aber zu wenig wird noch koordiniert und in Hinblick auf 2016 oder 2020 geplant. Ein Plädoyer für Professionalisierung und Eigenverantwortung auf dem Weg zu olympischen Spitzenleistungen.
Spitzensporterfolge wären ein gutes Marketinginstrument - wenn man sie zulässt
2011 veranlasst Brenner (SPÖ) eine Sonderprüfung des ASKÖ-Dachverbands. Obwohl der Bericht der privaten Wirtschaftsprüfer Moore Stephens Uniaudit Brisantes enthält, dient er Brenner dazu, dem SPÖ-nahen Sport-Dachverein einen Persilschein auszustellen. Die Gebarung sei in Ordnung, ließ Brenner via Landeskorrespondenz am 26.8.2011 verlauten.
http://www.salzburger-fenster.at/redaktion... l_art1041/
Die lukrativen Geschäfte des Franz Karner:
Überhöhte Rendite aus einem sehr fragwürdigen Geschäft, ein sattes Berater-Honorar, ... Und nun auch noch Bares:
http://www.salzburger-fenster.at/redaktion... r_art1040/
[x] könnte man durch JEDES Bundesland, JEDEN Verband JEDER Sportart ersetzen, ohne dass sich am Wahrheitsgehalt irgend etwas ändern würde.
Man bilde einfach den Quotient Anzahl(Sportler)/Anzahl(Funktionäre) und man weiss warum - weil das Ergebnis nämlich eine NULL vorm Komma hat! Und all diese hauptamtlichen Wurstis müssen mit Sportförder-Geldern mitgemästet werden, ohne dass dem eine adaequate Gegenleistung gegenüberstünde!
Punkt!
Rot,schwarz,,blau, orange -Askö,Skyline usw.usw. es ist unglaublich welch furchbares Gesindel in einem kleinen Land wie Österreich herangewachsen ist, und da die alle untereinander verfilzt sind inklusive unseres Staatssenders wären wir ohne freie Presse(so hoffe ich wenigstens) so pleite wie die Griechen den eines ist jetzt auch schon klar geworden -eine ernsthafte Kontrolle gibt es nicht oder nur auf den Papier und völlig zahnlos,NUR die vielen vielen vielen ehrlichen Arbeitnehmer aber viele viele mittlere und kleine Betriebe halten den Staat aufrecht und füttern ihre sogenannten Eliten die ihnen dann dafür am kopf scheisen -übrigens für unseren einzig wirklich vom Volk gewählen Vertreteter ist heute wieder ein schöner tag zum wandern.
Sind Sie Österreicher?
Wenn ja: Sie haben das demokratisch verbriefte Recht, jederzeit selbst als Politiker anzutreten. Wenn alle Politiker so schlecht sind, dann kann es ja nicht schwer sein, besser zu sein, oder?
Oder anders gesagt: Wenn zu viele denken wie Sie, dann ist der logische Ausweg ein autoritäres System.
...Kärnten wollte einen Formel-1-Fahrer und angeblich gingen 5 Mio € vom Land ans Team damit er fahren kann. Woher aus dem Alpe-Adria-Raum die wohl gekommen sind.
In Wien hat EADS 5 Mio an Rapid gezahlt zur "Nachwuchsförderung".
Der GAK schuldet Finanz & Co Millionen und KEINER hats gewusst.
Ja, ja, ja.
Der Eurofighter-Hersteller EADS zahlt an Rapid 4 Millionen (manche sagen, es war viel mehr). Im Rapid-Kuratorium sitzt einer, der heißt Darabos. Und keinen interessierts.
Dass die Millionen für die "Nachwuchsförderung" gedacht waren, hat man auch erst dann erfunden, als das ganze ruchbar wurde. Vorher war das alles sehr geheim. Und die Firma zeigen Sie mir, die Millionen zahlt, dann aber nicht am Leiberl steht.
Und der Überwitz: Man kann behaupten, dass Darabos von EADS bestochen wurde. Man wird nicht verklagt.
Korruptionswahrnehmungsindex:
"Österreich verschlechterte sich erneut und liegt mit 7,9 Punkten jetzt auf Platz 16. Transparancy International spricht diesbezüglich von einer „signifikanten Verschlechterung binnen mehrerer Jahre“. Während die Alpenrepublik in diesem Jahrzehnt bislang im deutlich gehobenen Mittelfeld der entwickelten demokratischen Industriestaaten lag, droht es nunmehr nachhaltig zurückzufallen."
Und das war bereits 2009.
http://de.wikipedia.org/wiki/Korr... mungsindex
Damit 30% Wählerschaft sieht, wen sie gewählt hat.
Das hat genial geklappt. Nach Schüssel war die FP gedrittelt und dazu noch gespalten.
Schüssel ist zugute zu halten, dass er Politik mit ausschließlich demokratischen Mitteln machte: Lass den Wähler entscheiden. Sein Vorgänger Vranitzky entschied sich für die zweitbeste Lösung: Schließe die aus, die anrüchig sind, aber doch viele Wähler finden. Ein Drittel der Wählerstimmen ignorieren ist aber demokratrisch gesehen höchst bedenklich.
Schüssel hat den Reinigungsprozess eingeleitet und wird dafür abgestraft. Das ist zwar nicht neu in Österreich. War seit Königrätz so. Bei uns wird der immer noch der Bote getötet, der die schlechte Nachricht bringt.
... die Tränen waagrecht aus den Augen.
Ob vor Lachen oder vor Entsetzen werde ich erst klären.
Das es noch immer Menschen gibt die Schüssel als ihren Hero sehen, werde ich nie verstehen.
Übrigens, nicht Schüssel hat die Braunblauen regieren lassen - es war 2000 umgekehrt.
Bei uns reden Sozialdemokraten (!) feierlich von einer Sozialpartnerschaft, die nach sachlicher Prüfung nichts anderes ist als die Fortsetzung des Ständestaates der 1. Republik. Nur mit mehr Teilnehmern. Oder hat bei uns jemals wer geglaubt, dass das Parlament bei uns die Ebene der politischen Entscheidung ist? Nein, das wird in Gremien entschieden, die niemand gewählt hat.
Wer das bekämpft, wie eben Schüssel, der wird wiederum bekämpft, wo es nur geht. Quer durch alle Parteien. Seltsamerweise sogar von denen, die nie etwas hatten von der Sozialpartnerschaft: Die Grünen. Grün gibt es bei uns nur deshalb, weil sich einmal welche außerhalb dieses undemokratischen Systems ermannten.
..nur beim ASKÖ Sbg. würde Fördergeld versickern. Das ist systemimmanent, weil sich ALLE Sportverbände Berufsfunktionäre halten, die eben auch überdurchschnittlich gut verdienen wollen und es auch in der Hand haben, sich diese Supergehälter selbst zu genehmigen.
Ein Vergleich: Wenn EIN Sachbearbeiter in der SV finanzielle Zuwendungen und immaterielle Leistungen von 4000 Versicherten administrieren kann, wie viele Personen brauch ich wohl, um dasselbe für eine Handvoll Spitzensportler zu tun?
Was passiert im Sport? Wir schicken für JEDEN Aktiven zusätzlich einen bezahlten Funktionärswurschtl zu Großveranstaltungen.
Dass dann kein Geld für die eigentliche Sportförderung übrig bleibt, ist kein Wunder!
Die Sportverbände haben in Zukunft nur mehr das Recht, förderungswürdige Sportler VORZUSCHLAGEN! Diesem Vorschlag KANN vom Förderungsgeber (Bund/Land) nachgekommen werden, muss aber nicht (damit verbandskritische Athleten nicht ausgehungert werden können).
Die/Die betreffende SportlerIn bezieht die Förderung DIREKT und ist für die Verwendung berichtspflichtig.
Förderungen für Sportstätten werden nur mehr projektbezogen (=zweckgebunden) vergeben, dann kann es auch nicht mehr vorkommen, dass der Herr Präsident sich auf Sportlerkosten eine Infrarotkabine zulegt und das Geld erst zurückzahlt, wenn die Sache ruchbar wird!
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