EA: Abfuhr für Frauenfußball in FIFA

14. August 2012, 11:52
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Birgit Prinz und Co. sind auch weiter nicht im Spiel zu finden

Im Zuge des erfolgreichen Frauenfußball-Turniers bei den diesjährigen Olympischen Sommerspiel in London hat die in Florida lebende Fußballbegeisterte Fernanda Schabarum eine Petition ins Leben gerufen, die sich für Spielerinnen in der FIFA-Reihe von EA einsetzt.

Sie führt ins Feld, dass das Spiel mittlerweile in 51 Ländern und 18 Sprachen erhältlich ist und weltweit schon über 100 Millionen Stück des Titels abgesetzt wurden. Obwohl auch die 2012er-Ausgabe mit 3,3 Millionen verkauften Spielen in der ersten Woche das "fastest selling sports game" ever ist, ist der Sport nach wie vor nicht in seiner ganzen Bandbreite abgebildet.

Cristiano Ronaldo und Birgit Prinz

Schabarum zitiert eine Statistik des US Department of State, laut der 40 Prozent alle Fußballspieler in den USA weiblich sind. "Nur Männerteams anzubieten entzieht diesen Mädchen nicht nur die Möglichkeit, sich mit diesen in Beziehung zu setzen, sondern vergibt auch eine große Chance, sie dazu zu motivieren, ihre Leidenschaft zu verfolgen und eine gesunde Relation zwischen Frauen und Sport herzustellen."

Sie fordert, dass auch die weiblichen Fußballspieler, die sich in der Fußballwelt einen Namen gemacht haben, als Stars vertreten sind. "Beschränkt unsere Auswahl nicht auf Messi, Rooney, Neymar oder Cristiano Ronaldo. Lasst Mädchen und Jungs auch mit Wambach, Sawa, Morgan, Cristiane, Miyama, Rapinoe, Marte, Hope Solo, Mia Hamm oder Birgit Prinz spielen." Über 3.300 Unterzeichner hat die wenige Tage alte Petition bereits gefunden.

Weibliche Spieler keine Priorität?

Auch die Entwickler haben von der Forderung mittlerweile Kenntnis erlangt. FIFA Executive Producer David Rutter erteilt dem Wunsch laut Computer and Video Games jedoch eine Absage. "Wir bekommen buchstäblich tausende Vorschläge für neue Features von unseren Fans und müssen auch solche, wie die Inkludierung weiblicher Spieler, anhand unserer Ressourcen und Prioritäten evaluieren. Momentan gibt es keine Pläne, weibliche Spieler hinzuzufügen." (gpi, derStandard.at, 14.08.2012)

  • Lionel Messi ist prominent vertreten, weibliche Stars wie Birgit Prinz oder Hope Solo fehlen.
    foto: ea

    Lionel Messi ist prominent vertreten, weibliche Stars wie Birgit Prinz oder Hope Solo fehlen.

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