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vergrößern 500x333Liebevolle Wohlfühlpflege für den fahrbaren Untersatz.
Das Lammfell streicht über den Lack, Hochglanzschaum tröpfelt sanft auf die Windschutzscheibe - wenn die Deutschen ihr liebstes Kind verwöhnen wollen, scheuen sie weder Mühe noch Geld. 26 Euro etwa blättert ein 75-jähriger Pensionist für eine Autowäsche in einem Waschsalon in Essen hin, in dem täglich bis zu tausend Fahrzeuge vom Fließband laufen.
Um seinem (Überraschung!) garagengepflegten Blechkübel Wellness angedeihen zu lassen, stellt sich der Rentner sogar im Morgengrauen vor die Waschstraße, um beim Aufsperren um acht Uhr die Poleposition zu belegen.
Originell ist vor allem die in einer ZDF-Reportage vorgetragene Rechtfertigung für diese doch üppige Investition: "Autowaschen auf der Straße ist verboten, und das Wasser zu Hause kostet ja auch nicht wenig", sagt der Opa aus NRW pflichteifrig, und man merkt ihm an, dass er die Kohle lieber für ein gepflegtes Mittagessen mit seiner Mutti oder ein paar Bier ausgegeben hätte.
Wer nun glaubt, der gute Mann sei ein einsamer Zwängler, der samstags nichts Besseres zu tun hat, als seinen Waschzwang auszuleben, liegt freilich daneben. Im Schnitt fahren die Deutschen achtmal pro Jahr in die Waschanlage, 22 Millionen Kfz-Besitzer waschen ihr Auto regelmäßig, jeder dritte sogar einmal im Monat. Sie wissen: Streifenfreies Fensterputzen ist Knochenarbeit, Staubsaugen ebenfalls.
Diese Erkenntnis hätten die Jungs mit den dicken Karossen billiger haben können. Putzen in den eigenen vier Wänden war immer schon gratis - und der Lack wird auch nicht zerkratzt. (Luise Ungerböck, AutoMobil, DER STANDARD, 10.8.2012)
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.. ist folgendes.
Vorm Winter mal durch die Waschstraße. Nach'm Winter nochmal, mit Unterbodenwäsche (Streusalzreste).
Und gut ist's.
Nicht-Lieb-Haber ignorieren das, und putzen die Windschutzscheibe, innen, öfters mal.
.. sind ein Knieschuß. (Ich hatte sowas, ich weiß daher zufällig, und zur Abwechslung mal, wovon ich rede.)
Und wer sein Auto wirklich liebt, der stellt's in einen luftdichten Raum, flutet/spült mit irgendwas chemisch inertem (also vor allem mal 0% Sauerstoff) und erfreut sich am Gedanken, das gute Stück schlicht zu besitzen ;-)
"und man merkt ihm an, dass er die Kohle lieber für ein gepflegtes Mittagessen mit seiner Mutti oder ein paar Bier ausgegeben hätte."
klaro, die ca. 100jährige Mutti düst ja auch so gerne mit ihrem stadtflizer zum nächsten Italiener.
Na übertreiben muss man nicht, aber im Sommer schadet es dem Lack nix wenn man nach einer langen "Insektentöter" Autobahnfahrt - wo die vordere Stroßstange nur so übersät ist mit Insekten die man erlegt hat - einmal dem lieben Auto ein bisschen Pflege angedeihen lässt. Und im Winter schadet eine Unterbodenwäsche auch nicht wirklich - und da ist die Waschstraße im Vorteil da das Auto "trockengeföhnt" wird; ansonsten produziert man eine schone grazile Eisskulptur wenn man den Wagen nicht manuell trocknet!
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