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Wien - Der börsenotierte Wiener IT-Dienstleister Brain Force hat in den ersten neun Monaten 2011/12 zwar erneut ein Umsatzplus erzielt - von einem Zehntel -, dafür gaben die operativen Ergebnisse nach, und der Nettoverlust vergrößerte sich. Belastet wird die Firma durch Restrukturierungskosten. Auch ein volatiles Geschäftsumfeld in einzelnen Regionen und gegenüber dem Vorjahr reduzierte Lizenzumsätze hemmen - trotz höheren Auftragsstandes - eine positivere Ergebnisentwicklung, so Vorstandschef Michael Hofer. Im Gesamtjahr (30.9.) peilt man ein positives operatives Ergebnis an.
Von Oktober 2011 bis Juni 2012 gab das EBITDA um 47 Prozent auf 1,03 (1,95) Mio. Euro nach, bereinigt um die in Deutschland angefallenen Restrukturierungskosten in Höhe von 0,68 Mio. Euro hätte der Rückgang nur 12 Prozent auf 1,71 (1,95) Mio. ausgemacht.
Das Konzern-EBIT drehte von positiven 0,35 Mio. auf -0,46 Mio. ins Minus, ohne Restrukturierung wäre es mit 0,21 (0,35) Mio. Euro weiter positiv gewesen. Vor Steuern vergrößte sich der Verlust auf -2,10 (-1,54) Mio. Euro, und der Nettoverlust (Ergebnis nach Steuern) wuchs - ebenfalls um rund ein Drittel - auf -2,45 (-1,83) Mio. Euro.
Von 30.9.2011 bis 30.6.2012 sank das Eigenkapital um 13 Prozent auf 16,29 (18,72) Mio. Euro und die Eigenkapitalquote auf 33 (39) Prozent. Dafür stieg die Nettoverschuldung um ein Viertel auf 7,35 (5,82) Mio. Euro, und das Gearing verschlechterte sich auf 45 (31) Prozent. Der Mitarbeiterstand lag in den neun Monaten mit durchschnittlich 754 um 4 Prozent höher als in der Vorjahres-Vergleichsperiode (723).
Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 10 Prozent auf 57,29 (52,25) Mio. Euro. Nach Brain-Force-Angaben erzielte man damit bereits das sechste Quartal in Folge einen Umsatzanstieg. Die heuer in neun Monaten erzielten Zuwächse sowie der um 7 Prozent höhere Auftragsbestand ließen auch für das Gesamtjahr ein Plus erwarten. (APA, 14.8.2012)
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