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Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat seit letzten September den Schweizer Franken bei einem Mindestkurs von 1.20 Euro gehalten, um eine weitere Aufwertung zu verhindern. Nach mehreren gescheiterten Versuchen war diese Politik letztlich erfolgreich, weil sie durch eine achtfache Erweiterung der Geldmenge erwirkt wurde. Dies birgt aber einerseits eine gewisse Inflationsgefahr in sich (auch wenn diese momentan nicht akut ist) und andererseits die Gefahr von Kapitalverlusten für die SNB und die Kantone. Da sich die Eurokrise aller Voraussicht nach weiter verschärfen wird, wird auch der Aufwertungsdruck auf den Franken stark bleiben und die SNB dazu zwingen, auch weiterhin Fremdwährungsreserven zu akkumulieren.
Wie ein Roulettespieler, der nach jedem Verlust seinen Einsatz verdoppelt, hat auch die SNB jetzt keine andere Wahl mehr, als so weiterzumachen wie bisher, wenn auch mit immer größer werdendem Risiko. Die beste Option für die SNB wäre es noch, den Franken an einen breiten Währungskorb zu koppeln, um so zumindest währungstechnisch der Eurokrise etwas aus dem Weg zu gehen. Aber Patentrezepte für einen Ausweg aus diesem Dilemma gibt es leider keine. (derStandard.at, 14.8.2012)
Michael Hart, 43, ist Ökonom und Marktstratege, ausgebildet an der London School of Economics und der Columbia-Universität. Er lebt nach einigen Jahren in New York derzeit in London. Er hat für verschiedene Investmentbanken gearbeitet sowie für die öffentliche Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und das unabhängige Forschungsinstitut Roubini Global Economics. Hart tritt regelmäßig bei CNN, CNBC und Bloomberg Television auf und publiziert in einschlägigen Fachmedien. Seine jüngsten Analysen und Kommentare finden Sie unter www.macroathart.com.
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Die Schweizer werden nicht einfahren, der Franken hat schon den 1. WK und 2. WK überlebt.
1. Das Aufkaufen von Fremdwährungen kostet nichts.
2. Abwerten muss man nur, wenn die gekauften Fremdwährungen abwerten.
3. Zwischen September 2012 und Jänner 2013 wird es mindestens drei Länder aus der Euro-Zone putzen.
4. Langfristig wird der Euro an Wert gewinnen, weil Länder wie Frankreich/Deutschland (und somit auch Österreich) den Euro behalten werden und die schwache Peripherie gefügig gemacht wurde oder weggeputzt wurde.
Ich schätze in 5 Jahren blickt die SNB zurück und freut sich über 50-100 Milliarden Euro Gewinn.
Ich gebe Ihnen grün, weil Sie sauber argumentieren.
Auch wenn Ihre Detailprognosen nicht eintreten, so ist das Risiko der Schweizer Nationalbank gering. Sollten global gesehen zu viele Franken im Umlauf sein, die nach einem Euro-Crash auf dem Real-Markt landen, dann lässt sich die drohende Inflation (falls sie überhaupt kommt), leicht durch Devisenverkehrsbeschränkungen begrenzen. Bargeldumlauf ist darüber hinaus noch leichter zu kontrollieren.
Nichts! Das scheint mir am wahrscheinlichsten, weil Griechenland sich im Euro nicht mehr fängt. Italien, Portugal, Spanien, Irland sind in einer ganz anderen Situation. Die treten nur aus dem Euro aus, wenn sie wirklich wollen. Unter normalen Umständen bleiben diese Länder im Währungsverband.
Vergleiche:
http://tinyurl.com/9rx7rv4
(presseurop.eu/.../2522301-wirtschaften-nach-deutscher-art)
sind in der Schweiz schon in Diskussion, weshalb diese Option wohl bald ausfällt:
http://www.fundresearch.de/sites/def... lick_0.pdf
... ist doch eh einfach. Die SNB kann soviele Franken produzieren wie sie möchte. Schwieriger ist es, gegen eine Abwertung zu arbeiten. Dann muss man die eigene Währung einsammeln, was spätestens dann nicht mehr geht, wenn die Fremdwährungsreserven weg sind.
Es gibt noch zumindest eine vierte:
Die Eurozone kracht und spaltet sich. Die Währung Österreichs (Nordeuro, Schilling, was auch immer) wertet dann im Vergleich ziemlich sicher stark auf, dh der Kurs zum Franken wird wieder günstiger. Inzwischen IMO gar nicht so unwahrscheinlich inzwischen.
Aber was den Schluss angeht, gebe ich mgl86 recht: Wenn man es sich leisten kann spekulieren, beim Dach über dem Kopf eher realisieren.
Das "eher" habe ich aber auch nur eingefügt, weil aufgrund eines Forenposts und ohne Kenntnis der genauen Umstände, gebe ich keine endgültigen Empfehlungen. Denn mit Realisieren ist man halt doch auf der sicheren Seite, auch wenn's weh tut.
Es gibt 3 Möglichkeiten:
1. die Eurokrise legt sich d.h. Usd/Euro steigt wieder oder erreicht ein Plateau. Die SNB kann dann die Euro Reserven abbauen und langfristig könnte der Franken wieder billiger werden.
2. die Eurokrise verschärft sich, die SNB bleibt hart und kauft eventuell noch mehr Euro. Franken bleibt gleich teuer.
3. die Eurokrise verschärft sich, die SNB bekommt weiche Knie und sagt (zB) 1CHF = 0.5 USD + 0.4 EUR - dann wird der Franken potentiell noch teurer.
Ich schätze die Chance für 1 oder 2 ist recht hoch, aber das Risiko im Fall 3 ist unbegrenzt oder zumindest schwer zu kalkulieren. Wenn du dirs leisten kannst dann spekuliere, gehts ums Dach übern Kopf dann realsiere den Verlust.
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