Asien: Nokias Erfolg mit "falschen" Smartphones

14. August 2012, 11:12
  • Asha 305: Das erfolgreich getarnte Featurephone.
    foto: nokia

    Asha 305: Das erfolgreich getarnte Featurephone.

Asha-Reihe sticht Konkurrenz im Billigsegment aus

Während Windows Phone welweit nach wie vor bei klar einstelligen Marktanteilen im Smartphone-Segment hält, feiert Nokia in asiatischen Schwellenländern mit dem "Asha" bemerkenswerte Erfolge.

S40 lebt

Zwar sind in vielen Schwellenländern auch günstige Smartphones auf dem Vormarsch, marktdominierend sind sie jedoch noch lange nicht. In Indien sind Android-basierte Geräte kaum Unterhalb der 7.000 Rupien-Grenze (entspricht aktuell umgerechnet 100 Euro) zu bekommen, schildert BGR. Hier kommen Telefone wie das Asha 305 ins Spiel.

Optisch ist das Handy aufgemacht wie ein Smartphone. Unter dem Display finden sich zwei Tasten zum Abheben und Auflegen sowie das Aufrufen des Dialers, die restliche Steuerung wird über den resistiven Touchscreen erledigt. Die Software-Grundlage bildet die mittlerweile angegraute S40-Plattform.

Ein Smartphone, das keines ist

Vorinstallierte Apps erhalten den Smartphone-Schein erfolgreich aufrecht. Neben 40 vorinstallierten Spielen aus dem Hause Electronic Arts - darunter etwa Need for Speed und SimCity - sind auch dezidierte Programme für Facebook, Twitter, Google Talk sowie ein aufgemöbelter Browser und ein umfangreiche E-Mail-Client an Bord. Gesten und eine Notification-Leiste vervollständigen die geschickte Tarnung.

Möglich macht dies vergleichsweise üppige Hardware und der Preisverfall älterer Chips, denn im Asha 305 steckt eine CPU mit einem GHz. Der mit drei Zoll eher klein bemessene Bildschirm mit QVGA-Auflösung sowie eine Kamera mit mageren zwei Megapixel halten das Preisniveau niedrig, während sie die Ansprüche der Konsumenten mit niedrigen Budgets trotzdem erfüllen. Der Erfolg des Gerätes spiegelt sich in der zuletzt soliden Kursentwicklung von Nokia wieder.

Konkurrenz durch billige Androids

Das Telefon kostet umgerechnet 68 Euro. Preise mit denen selbst die Whitebox-Konkurrenz nicht mithalten kann. Das günstigste Androidphone "Stellar Craze", das beinahe zeitgleich mit dem Asha erschien, kostet immer noch 2.000 Rupien oder rund 30 Euro mehr. Das fehlende 3G-Modul ist unproblematisch, da der Großteil des Landes schlichtweg noch nicht damit versorgt ist.

Nächster Schauplatz: Brasilien

BGR rechnet nun damit, dass sich dieser Kampf nun in weitere junge Smartphone-Märkte verlagert. In Brasilien bleibt etwa noch abzuwarten, ob die Konsumenten aus der Blue Collar-Schicht sich mit den Kapazitäten von Nokias erweitertem Featurephone zufriedengeben, oder lieber deutlich mehr für ein Android-Gerät mit größerem Display, 3G-Anbindung und höherer Kamerauflösung ausgeben werden. (red, derStandard.at, 14.08.2012)

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Weitere Belege ..

für den Erfolg der Asha-Serie in Schwellenländern.

Nigeria: http://techloy.com/2012/07/0... ria-stats/

Kenia: http://technology-africa.com/kenyans-d... aphic.html

Nokia Asha bei Pagro

http://pagro.at/flyer/106/ Asha 200 79,99

definitiv fesche Dinger

Ich glaube, die einzigen Merkmale die dem Asha tatsächlich für ein Smartphone fehlen

sind die Plattform und das 3G Modul. Wobei das erste iPhone auch kein 3G konnte...
Ab das jetzt etwas über die Definition aussagt oder über das erste iPhone lasse ich mal dahingestellt.

Iphone 1 2007
Asha dings heute

Fällt dir was auf?

Daß ein Asha mehr kann und trotzdem deutlich unter100 Euro zu haben ist? (Listenpreis ohne Providerstützung)

Nein, das 5 Jahre dazwischen liegen noob!

Asha-Modelle mit 3G gibts auch. 1GHz, 3G, WLAN, kapazitiver Touchscreen, ... und Dinge, die einem iPhone fehlen. Trotzdem halte ich ein Asha-Gerät nicht für ein Smartphone (genauso wenig wie ein iPhone).

ein "smartphone" wird meist definiert durch das betriebssystem. die asha-phones laufen mit s40 und sind per definitionem keine smartphones, während bspw alle s60-phones welche sind (hier eine auflistung). wenn ich mir die beschreibung der ashas hier aber ansehe, dann sind diese für mich bei weitem "mehr smartphone" als viele aus der s60-reihe.

Naja, der Vergleich Asha vs. S60 hinkt deshalb ja schon gewaltig, weil Asha ein aktuelles Produkt ist und S60 seit Jahren nicht mehr produziert wird.

Sinnvoller wäre ein Vergleich von Asha mit aktuellen Symbian-Modellen... und da ist es natürlich schon so, daß Symbian die Nase ganz weit vorn hat. (Allein schon die Hardware-Ausstattung, das bei Asha fehlende Multitasking, der S40-Browser bei Asha,...)

Weil wir aber gerade beim Vergleichen sind: Ich finde es besonders interessant, Asha mit iOS und WP7 zu vergleichen. Da stellt sich nämlich heraus, daß Asha Dinge beherrscht, die die beiden anderen nicht können. :)

ich wollte damit nicht das asha gutreden oder die s60er serie schlechtreden

sondern eher daraufhinweisen, dass die einteilung in smartphones und nicht-smartphones rein nach dem OS blödsinn ist. ich hatte bsp 2 jahre lang das nokia 6120 (mit s60) und davor das 6280 (ebenfalls s60) ohne das gefühl zu haben, ein "smartphone" zu besitzen.
6120 http://bit.ly/MX7wIN
6280 http://bit.ly/RQPuZx

diese phones retteten aber noch jahrelang die smartphone-statistik von nokia und symbian.

Grundsätzlich haben Sie Recht: Es ist eine Kombination aus OS, Hardware, Verarbeitung, ..., die für die Kategorisierung wichtig ist. Übrigens: Das 6280 war ein S40 Phone wie das Asha, kein Symbian/S60.

asche auf mein haupt

ist natürlich vollkommen richtig. war ein s40. wobei ich mir im moment einbilde, dass auch das auch das 6280 multitaskingfähig gewesen wäre... ist aber doch schon ein paar jährchen her...

Naja, so "pseudo Multitasking" haben die meisten Feature-Phones in irgendeiner Art und Weise. Entweder werden einige privilegierte Services im Hintergrund weiter ausgeführt (Musikwiedergabe zb) oder der Programmstatus wird beim Öffnen wieder hergestellt etc etc etc. Da entsteht schon mal der Eindruck von Multitasking, wen man nicht genau hinschaut.... Bzw wenn man es nicht wirklich braucht.

stimmt natürlich, wobei multitasking natürlich auch nicht zwingend notwendig für ein smartphone ist

wenn man sich bspw. ios1-3 ansieht.

ich hab mich zu zeiten meines 6280 nicht wirklich viel mit handys beschäftigt, aber mit dem (rudimentär) angebotenen multitasking bin ich (damals) gut ausgekommen. zb surfn mit musik im hintergrund.

Ich halte Multitasking schon für ein zwingendes Kriterium bei der Definition eines Smartphones. (Nicht nur deswegen, aber unter anderem auch deswegen ist das iPhone für mich kein Smartphone.)

da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt

für mich ist multitasking sehr wohl ein kriterium für smartphones, aber für "die statistik" ist es keines, denn da gilt anscheined: ein smartphone ist ein mobiltelefon, auf dem entweder das OS x, y oder z läuft.

mit der aussage, dass das parade-smartphone nr.1 kein smartphone wäre, machen sie sich hier aber wohl nicht viele freunde ;) und mittlerweile dürfte es multitasking ja auch schon beherrschen soweit ich weiß.

Ach, nur weil in irgendwelchen Statistiken und Artikeln ein iPhone oder ein Lumia als Smartphones geführt werden, sind sie noch lange keine. Das sind reine Marketingunfälle, die mich nicht interessieren. Mich interessiert, was die Dinge *sind*, nicht wie sie verkauft werden.... oder ob ich mir damit hier Freunde mache. Das iPhone kann übrigens nach wie vor kein Multitasking. Es macht nur Programme dort wieder auf, wo es sie geschlossen hat bzw. stellt privilegierte Services zur Verfügung (Positionsbestimmung, Musikwiedergabe, ...), die im Hintergrund laufen können.

Hallo hallo!

Das wollen die Nokia-Fanbois (im Handyshop) nicht hören.

Drei A1 und t mobile

Sollten bitte endlich das 808 Pureview von Nokia
Unter Vertrag ins Sortiment nehmen
MfG
Jan

Wikipedia:

"Although feature phone is the term used to describe low-end devices and smartphone is used to describe high-end devices, there is no official definition to distinguish the two. Smartphone and feature phone are not mutually exclusive categories."

Georg G. Pichler
40
14.8.2012, 12:36

Irgendwo sollte man doch eine Grenze ziehen, und von einem Smartphone unter anderem verlangen können, einfach zusätzliche Software installieren zu können (muss nicht unbedingt ein vollständiges Ökosystem mit Market bedeuten, sowas gabs ja zu Seiten von WinMobile auch noch nicht)

Auf ..

Android läuft eine Dalvik-VM, auf S40 eine JavaME-VM. Beide können per Java in der Funktion erweitert werden. Die Androids per Dalvik-Container, S40er per Jar-File.

Inwieweit man sagen kann die Androids seien Smartphones, die S40-Ashas seien es nicht, erschließt sich mir nicht.

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