Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind für den Menschen drei bis vier Liter Wasser pro Tag zu viel an Flüssigkeit.
Baustoff für Körperzellen, Lösungsmittel für Stoffwechselabläufe und Regler der Körpertemperatur - Wasser hat im Körper viele Funktionen und ist lebenswichtig. Wenn der Körper zu wenig Wasser hat, wird das Blut dickflüssiger und Stoffe können nicht mehr ausreichend über den Harn ausgeschieden werden. Der Kreislauf kollabiert, die Nieren versagen. Weil ein Erwachsener täglich 2,5 Liter Wasser über Harn, Stuhl, Schweiß und beim Ausatmen verliert, muss er diesen Verlust wieder wettmachen. Zwei bis drei Liter am Tag - so viel Wasser soll der Mensch täglich trinken. So lautet jedenfalls eine weit verbreitete Meinung.
Dieser Wert ist zu hoch, meinen Ernährungswissenschaftler. Es wird nämlich übersehen, dass auch über das Essen Flüssigkeit aufgenommen wird und Wasser im Stoffwechsel entsteht. Wird das berücksichtigt, sollten insgesamt 1,3 bis 1,5 Liter Flüssigkeit über Getränke aufgenommen werden. Auch das ist allerdings nur ein Richtwert. "Bei Hitze, intensiver körperlicher Tätigkeit oder viel eiweißreicher Ernährung kann der Flüssigkeitsbedarf auf bis zu vier Liter steigen", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Eva Unterberger. An der Farbe des Urins lässt sich erkennen, ob jemand genug Flüssigkeit aufgenommen hat: Urin ist idealerweise klar und hellgelb gefärbt. Ganz heller Urin bedeutet, dass bereits zu viel Wasser getrunken wurde. Ist er hingegen dunkel gefärbt, sollte mehr getrunken werden. Das signalisiert normalerweise der Körper über das Durstempfinden.
Viele ältere Menschen verspüren oft keinen Durst und auch viele Kinder trinken zu wenig. Neben Durst gibt es einen weiteren Hinweis darauf, dass der Körper zu wenig Flüssigkeit hat: wenn das Wasser aus den Zellen in das Blut wandert, ist die Haut trocken und schuppig. Rosig und frisch ist der Teint nur, wenn die Zellen gut mit Wasser gefüllt sind. Viel Wasser zu trinken, kann aber das Altern der Haut nicht verhindern. Stützendes Collagen baut trotzdem ab und die Haut wird weniger elastisch. Zu wenig Wasser schadet also dem Teint - und zu viel davon stört das Verhältnis von Wasser und Salzen. Der Körper wird aus dem Gleichgewicht gebracht, es kann zu einer Wasservergiftung kommen: Die Nieren hören auf zu arbeiten, damit der Körper nicht noch mehr Salz verliert. Dadurch lagert der Körper überall Wasser ein, die zu Übelkeit und Koma führen können. "Eine gesunde Niere kann allerdings täglich unbeschadet bis zu zehn Liter Flüssigkeit filtern", sagt Unterberger.
"Zum Essen nicht trinken!" wird auch häufig vermeldet. Jedoch hängt das von der Menge ab. Wenn vor, während oder nach den Mahlzeiten sehr viel Wasser getrunken wird, dann verdünnt sich die Magensäure und das Essen wird langsamer verdaut. In Maßen spricht jedoch nichts dagegen, Wasser zum Essen zu trinken. Im Gegenteil: Ernährungswissenschaftler raten dazu, Essen und Trinken bewusst zu kombinieren, um genügend Flüssigkeit aufzunehmen. "Oft wird nämlich auf das Trinken vergessen, daher können Mahlzeiten eine gute Eselsbrücke sein", so Unterberger.
Aber gilt das für alle Mahlzeiten? Immerhin wird schon von Kindesbeinen an davor gewarnt, nach dem Kirschen essen Wasser zu trinken. Diese Warnung ist historisch bedingt: Auf den Schalen von Kirschen sitzen Hefepilze - und diese können Blähungen verursachen. Die Magensäure macht sie normalerweise schnell unschädlich. Da früher aber auch im Trinkwasser oft Hefepilze zu finden waren, befürchtete man starke Magenprobleme. Mittlerweile ist das Trinkwasser qualitativ hochwertig, sodass dieser Mythos nicht mehr gilt.
Und auch die These, wonach das Trinken von hartem Wasser die Arterien schneller verkalken und Nierensteine entstehen lässt, hat bisher keine Studie bestätigen können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schließt daraus, dass kein Einfluss der Wasserhärte auf die Gesundheit nachweisbar ist. "Fest steht jedoch, dass viel Trinken Nierensteinen vorbeugen kann", sagt Unterberger.
Greift man statt zu Leitungswasser zu Mineralwasser in der Flasche, ist die Auswahl sehr groß. Einige Anbieter werben damit, dass ihr Wasser speziell verarbeitet wird, um das Wohlbefinden zu steigern. Eines der bekanntesten Angebote ist das "Granderwasser". "Unbelebtes" Wasser soll durch ein spezielles Verfahren "belebt" und so qualitativ hochwertiger werden. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass die Grander-Technologie wirkungslos ist. Seit einem Gerichtsbeschluss von 2006 darf Granderwasser als ein "aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug" bezeichnet werden. Das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst wurde Johann Grander dennoch nicht aberkannt.
Nach der Idee des "belebten" Wassers entstand auch das "Spiralwasser", wonach ein Spiralrohr dem Wasser "den richtigen Dreh" verleiht. Und selbst wenn eine Wirkung nicht nachweisbar ist: "Der Glaube an die Heilmethode ist Teil der Wirkung", sagt Unterberger.
In den Supermarktregalen zu finden ist auch sauerstoffangereichertes Mineralwasser. Auch hier gebe es keine veröffentlichen klinischen Studien, die die Werbe-Aussagen der Hersteller untermauern, jedoch welche, die "keinen Effekt des sauerstoffangereicherten Wassers zeigen", sagt Unterberger. Hinzu komme, dass Sauerstoffwasser pro Liter so viel Sauerstoff enthält, wie in zwei Atemzügen aufgenommen wird. Als Alternative für die Sauerstoffaufnahme empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin daher: "Fenster aufmachen und gut durchatmen!" (Sophie Niedenzu, derStandard.at, 15.8.2012)
Mit geschwollenen Beinen einschlafen, mit einer Schwellung am Arm aufwachen - Die Diagnose kann Thrombose oder Lymphödem lauten
Damit Arzneimittel so wirken, wie sie sollen, müssen einige Regeln beachtet werden
In Österreich leben Männer im Mittel rund sechs Jahre kürzer als Frauen. Hat das biologische Gründe oder ist das primär auf soziale Faktoren zurückzuführen?
Als Diätmittel sind die alkoholischen Getränke nicht geeignet - Die appetitanregende Wirkung von Bier und Wein ist physiologisch nicht erforscht
Die Blut-Hirn-Schranke wehrt sich erfolgreich gegen Medikamente - Forscher arbeiten daran, die natürliche Barriere zu umschiffen
Die wahrgenommene Kompetenz eines Arztes ist von der Kleidung unabhängig
Immer gerade sitzen ist schlecht für die Bandscheiben, weiß Ingrid Heiller von der Orthopädie in Speising
Sozialer Jetlag entsteht aus dem dauerhaften Widerstreit zwischen innerer Uhr und äußerer Zeitplanung - Geschätzte 80 Prozent der Bevölkerung leiden darunter
Das Wirtschaftsministerium sagt Nein - Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid ist gegenteiliger Ansicht
Von den weltweit etwa 270 Zimtarten sind in Europa nur zwei botanische Arten relevant - Sie unterscheiden sich in Geschmack und Cumaringehalt
45 Gramm gemahlene Muskatnuss kommen bei den "Nervenkeksen" der Hildegard von Bingen auf ein Kilogramm Mehl - Droht eine Muskatvergiftung?
Wir sollten aufs Klo gehen, sobald sich die Blase meldet. Wer den Harn zurückhält, riskiert eine Überdehnung der Blasenwand und damit ein Lazy-Bladder-Syndrom
Andrea Bocelli, Ray Charles, Stevie Wonder: Viele blinde Menschen sind zu außergewöhnlichen musikalischen Leistungen fähig - aber hören Blinde tatsächlich besser?
Kann man mit der richtigen Ernährung eine Krebserkrankung therapieren? "Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis", sagt Johann Hammer, Leiter der Ernährungsmedizin am AKH Wien.
Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass mit zunehmendem Alter die Zeit immer schneller vergeht. Warum ist das so?
Pestizide, Schimmelpilze und Terpene haben den Christbaum in Verruf gebracht - Nur beim Verzehr mehrerer Kilogramm Nadeln wird er zur Gesundheitsgefahr
Vitamin C kann, entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Erkältungskrankheiten nicht verhindern, weiß der Ernährungswissenschaftler Karl-Heinz Wagner
Eine Fettschicht hält uns im kalten Wasser länger warm - Ob das auch auf winterliche Außentemperaturen zutrifft, weiß Cem Ekmekcioglu vom Institut für Umwelthygiene
Warum diese Botschaft umstritten ist und wie sehr Reiztherapie und immunstimulierende Mittel helfen
Was in einen Punsch hineinkommt, bleibt in Österreich den Herstellern überlassen - Wahrheitsgehalt und Hygiene werden regelmäßig überprüft
Jugendliche klagen über Müdigkeit und Schlafstörungen - Hilft ein späterer Schulbeginn?
Befürworter propagieren die immunstärkende Spritze als schonende Impf-Alternative - Wirkungsstudien gibt es keine
Einen Flug Richtung Westen verkraften der menschliche Organismus und seine innere Uhr relativ gut
"Im Herbst verliert man viel mehr Haare. Auch meine 16-jährige Katze haart sich schon seit Tagen", heißt es in einem Forum - Brauchen wir Menschen ein Winterfell?, fragen wir die Dermatologin Daisy Kopera
Männliche Mamillen besitzen keine biologische Funktion - Ein Selektionsnachteil ist das für die Träger aber nicht
Kirschen essen und Wasser trinken is also unbedenklich. Hat die Verfasserin des Artikels das denn schon einmal gemacht? Keine Ahnung wie's anderen geht, ich jedenfalls krieg davon ordentlich Bauchweh, und zwar sogar bei gewaschenen Kirschen und ohne Placebo, will meinen wenn ich nicht dran denk, dass ich grad Wasser trink nachdem ich Kirschen gegessen hab sondern Bauchweh krieg und mich erst nacher wunder warum.
oder auch Wasservergiftung genannt - wenn Sie es sehr schnell trinken.
de.wikipedia.org/wiki/Hyperhydration
Wenn über den Tag verteilt, wird Ihnen die Frequenz des Toilettengangs etwas komisch vorkommen... häufig halt... :-)
"Wenn Du erst trinkst, wenn dur Durst hast, dann ist es schon zu spät! "
In irgendeinem Kabarett wird Niavarani von seiner Frau belehrt.
Wieso konnte ich in meiner zarten Jugend im Sommer 15 km Waldlaufen ohne dauernd an einer Wasserflasche zu nuckeln. Nach heutiger Ansicht ist das mit dem Leben eigentlich nicht mehr vereinbar....
Auch wenn nach dem derzeitigem Stand der Wissenschaft solche Wasserbelebungsmethoden keinerlei nachweisbare Wirkung zeigen, sollten mündige Menschen dennoch die Wahl haben, an das zu Glauben woran sie wollen.
Wasser hat weist eine Vielzahl von nachweisbaren Anomalien auf, die eigentlich nicht so wirklich in unser physikalisches Standardmodell passen wollen. Vielleicht sollte uns das zu Denken geben, dass wir mit unseren Erkenntnissen noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist.
Religionswissenschaften z.B. werden doch auch nicht "als aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug" bezeichnet?
Ich bin jedenfalls für eine eindeutige Deklarierung derartiger Produkte, alle ähnlichen Präparate mit eingeschlossen.
"Religionswissenschaften z.B. werden doch auch nicht "als aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug" bezeichnet? "
sie erkennen den mündigen bürger, die mündige bürgerin wenn er/sie genau das tut. esoterik und religion sind keine voneinander zu trennende begriffe, das eine ist bloß der übergriff des anderen.
und noch ein hinweis: man kann nicht mündig sein und glauben. glauben ist die abwesenheit von wissen und mündigkeit setzt fakten basierte analyse voraus - folglich schließt das eine das andere aus.
entweder man ist mündig und weiß oder man ist unmündig und glaubt.
Wer, wie Sie offenbar, den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg für den einzig wahren hält, glaubt auch nur, nämlich an das Dogma, dass es nichts gibt, was sich nicht beobachten, messen, falsifizieren usw. lässt. Mit seiner Mündigkeit ist es daher auch nicht weit her. Ich denke, man sollte etwas bescheidener und mit Pauschalurteilen zurückhaltender sein.
"Wasser hat weist eine Vielzahl von nachweisbaren Anomalien auf, die eigentlich nicht so wirklich in unser physikalisches Standardmodell passen wollen."
aber nicht, weils so unerklärlich für physiker wär. sondern, weils ein dipol is.
dass es merkwürdige sachen tut, bedeutet noch lang nicht, dass keiner weiss, warum.
Religionswissenschaften sind aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug! Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass Religionswissenschaften - um dem Anspruch einer Wissenschaft überhaupt gerecht werden zu können - allein Aussagen über Religionen treffen können.
Gott - wenn es einen gibt - entzeiht sich jeder Wissenschaft, sodass nur das Glauben bleibt. Da Glauben jedoch das subjektive Fürwahrhalten ohne unmittelbare Einsicht oder objektive Begründung ist, ist es maW "aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug!"
lg mensch
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.