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Berlin - Kauffreudige Verbraucher und steigende Exporte haben die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal auf Wachstumskurs gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte von April bis Juni um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zu Jahresbeginn waren es noch 0,5 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, wobei die Schätzungen zwischen minus 0,2 und plus 0,4 Prozent lagen.
"Nach vorläufigen Berechnungen sind die Exporte etwas stärker gestiegen als die Importe", schrieben die Statistiker. "Außerdem wurde im Inland sowohl von den privaten als auch von den öffentlichen Haushalten mehr konsumiert als im Vorquartal." Der Rückgang der Investitionen - vor allem in Maschinen, Geräte und andere Ausrüstungen - konnte so kompensiert werden. Details gibt das Statistische Bundesamt am 23. August bekannt.
Auch die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten sind auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gesunken. Der entsprechende Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im August zum Vormonat um 5,9 Punkte auf minus 25,5 Zähler, wie das Institut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten dagegen mit einer leichten Erholung auf minus 19,3 Punkte gerechnet. Die Lagebeurteilung des Stimmungsbarometers gab ebenfalls nach. Sie sank um 2,9 Punkte auf 18,2 Zähler. Ökonomen hatten hier sogar mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 17,5 Punkte gerechnet.
Verglichen mit anderen Euro-Ländern steht Deutschland damit gut da. In Italien brach das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent ein, in Belgien um 0,6 Prozent und in Spanien um 0,4 Prozent. Frankreichs Wirtschaft stagnierte. Für die gesamte Euro-Zone wird ein Minus von 0,2 Prozent erwartet.
Im Sommer könnte aber auch Europas größte Volkswirtschaft nach Prognose von Ökonomen schrumpfen. Exporte, Produktion und Industrieaufträge waren zuletzt gesunken. Der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigstes Konjunkturbarometer liegt auf dem niedrigsten Niveau seit März 2010. Auch die Bundesregierung befürchtet einen Rückschlag angesichts der Dauerkrise in Europa. "Die weiteren Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben erst einmal verhalten und sind mit erheblichen Risiken behaftet", warnte das Wirtschaftsministerium jüngst: "Vor allem die Schuldenkrise in einigen Ländern des Euroraums wirkt erneut belastend, schürt Verunsicherung und führt zu Zurückhaltung in der Wirtschaft." Zudem bleibe die Weltwirtschaft fragil. (APA/Reuters, 14.8.2012)
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Ich glaube die Deutschen denken wirklich, dass sie was geleistet haben und verstehen wirklich nicht, dass ihre Unehrlichkeit gegenüber den Partnerländern der Grund ist für ihre Überschüsse.
Daher: wir brauchen keinen Euro mehr und keinerlei Alternativlosigkeiten....
Die deutsche Leistungsbilanz erzählt uns nunmal mehr über die Schwäche bzw. Unfähigkeit von Ländern als über die Stärke einer einzigen Nation.
Dort muß angesetzt werden...allein mit ein paar Schecks hoffen Sie doch nicht das Problem lösen zu können?
Ob Arbeit etwas wert ist, kann man nur an der Gegenleistung messen. Wenn die Deutschen also ihre "wettbewerbsfähigkeit" daran messen, möglichst grosse Exportüberschüsse zu erzielen (von welchen der Durchschnittsdeutsche wenig hat weil er ja Lohnzurückhaltung übt, und der Staat auch nicht, weil er die Steuern immer wieder reduziert um den Standort attraktiver zu machen), feiert er eigentlich viel Leistung für möglichst wenig Gegenleistung zu erbringen. Dadurch macht sich Deutschland aber exportabhängig, weil die Masseneinkommen nicht nennenswert steigen und der Binnenmarkt lahmt. Irgendwann sind aber die Kunden zu Tode exportiert. Was dann?
Die Eurozone abwickeln und zurück zu einem dezentralen System mit flexiblen Wechselkurse zwischen nationalen Einzelwährungen.
Eine Gemeinschaftswährung souveräner Einzelstaaten mit so großen Unterschieden in Mentalität, Struktur und Leistungsstärke muss zwangsläufig zu Leistungsbilanzungleichgewichten führen.
Bevor wir uns hier weiter Verschwörungstheorien ("Die bösen Deutschen geben den anderen keine Chance ...blabla") um die Ohren hauen, sollte dieses zum Scheitern verurteilte Experiment endlich beendet werden.
Komischer Weise gab es davor auch kein System mit wirklichen flexiblen Wechselkursen (gut, Lira, Pfund und gerade der Drachme konnten sich ein wenig bewegen).
Aber die Zinsen waren dem Währungsrisiko und der Inflation angepasst, erst nach der Euro-Einführung liefen die Zins-Spreads zusammen. Diese billige Geld wurde in den Südländern dann gleich mal verjuxt.
Es gab eigentlich keine Zeit in der Deutschland durchgängig so einen hohen Leistungsbilanzüberschuss produziert hat. Im Schnitt war die Leistungsbilanz ausgeglichen. Und das hat natürlich auch etwas mit den damals flexiblen Wechselkursen zu tun.
und Irland ist es der viele Nebel, der den Leuten die Lust am arbeiten nimmt.
Am besten Papp'n halten, wennst du nur das nachsagen kannst was'd im Fernsehen vorgesagst bekommst, anstatt selbst das Hirn einzuschalten.
http://tinyurl.com/Grundlagen-der-VWL
Schlage "Bilanz" nach, solltest du es dann noch immer nicht kapieren.
Vielleicht verinnerlichen Sie sich in einer ruhigen Minute mal den Unterschied bzw. Zusammenhang zwischen der Zahlungs- und der Leistungsbilanz. Ich denke, da liegt Ihr größtes Verständnisproblem.
Das hübsche Wikipedia-Schaubildchen ist dafür eine durchaus geeignete Arbeitsgrundlage.
Deutschland zahlt hohen Preis für seine Erfolge:
Seite 2: Weltmeister beim Handelsüberschuss
Seite 3: Hohe Zinsersparnisse für den deutschen Staat
Seite 4: Niedrige Inflation
http://www.handelsblatt.com/politik/k... 95734.html
Und das exportorientierte Wirtschaftsmodell fliegt schon demnächst auseinander aus dem einfachen Grund da die Importländer ihre Schulden nicht mehr zahlen können und die anderen selber in die Rezession rutschen.
"Hurra, wir sind Weltmeister!
Deutschland ist wieder „Exportweltmeister“ und führte zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert sogar mehr Güter nach China aus als es von dort einführte....
Eine Weltwirtschaft, in der bestimmte Volkswirtschaften stetig Überschüsse und bestimmte Volkswirtschaften stetig Defizite machen, neigt zur Instabilität....
Will die deutsche Volkswirtschaft ihre Forderungen nicht abschreiben, muss sie mittel- bis langfristig ihre Außenhandelsüberschüsse gegenüber den Gläubigerstaaten nicht nur abbauen,...im gemeinsamen Währungsraum gibt es nur eine einzige Methode, um dies zu erreichen: Die deutschen Löhne müssen stetig stärker steigen als Im Rest Europas"
http://www.nachdenkseiten.de/?p=14152
Deutschland wird das ganze Drama wahrscheinlich am Besten überleben - aber es werden sich auch in Deutschland die Folgen der Politik zeigen. In den letzten Jahren ist viel Geld über den Export nach Deutschland geflossen. Soweit so gut. Nur: Die Masseneinkommen sind kaum gestiegen. Und auch der Staatshaushalt war eher negativ. Das Geld ist aber bei relativ wenigen angekommen, und die haben wenig in DE investiert, sondern in den damaligen Boomländern IE, ES, etc. Und jetzt sind eben ein Teil der Abnehmer kaputt und die damals getätigten Investitionen auf den "dynamischen" Märkten wackeln. DE hat sicher den Wettbewerb gewonnen - die Frage ist nur, ob ein Sieg in diesem Wettbewerb wirklich nur Vorteile bringt.
Österreich ist klein aber kein Entwicklungsland. Auch wir leben vom Export und bauen hochwertige Wirtschaftsgüter. Dass es leider immer ein paar "Solche" gibt bei uns wie auch bei euch ist einfach so. Und die meisten Neider sitzen oft in der eigenen Verwandtschaft und Nachbarschaft. Also, bitte nicht Alle in einen Topf werfen. Trotzdem,- leicht wirds für uns Alle nicht! Gruß aus Salzburg
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