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Autos zählen zu den Exportschlagern Deutschlands.
Berlin/Tokio - Vom Abbau der wirtschaftlichen Ungleichgewichte ist man innerhalb der EU nach wie vor meilenweit entfernt. Ganz im Gegenteil: Deutschland wird heuer wohl den weltweit größten Exportüberschuss aufweisen. Die OECD rechnet mit einem Leistungsbilanzüberschuss (Saldo aus Güter-, Dienstleistungs- und Einkommensströmen) von rund 200 Milliarden Dollar. Das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo rechnet sogar mit einem Plus von 210 Milliarden Euro, schreibt die Financial Times Deutschland.
Weder Exportweltmeister China noch Japan oder die ölexportierenden Länder - die ebenfalls mehr Waren und Kapital ausführen als importieren - kämen da mit. Gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP) dürfte der Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands wohl über der EU-Toleranzgrenze von sechs Prozent liegen, rechnet das Ifo.
Möglicherweise wird Deutschland daher 2013 von der Kommission gerügt. Als Lehre aus der Krise hat diese nämlich ein Frühwarnsystem entwickelt, um auf allzu große Ungleichgewichte reagieren zu können. Beobachtet werden zehn Indikatoren - unter anderem die Verschuldungssituation (Staat und privat), der Immobilienmarkt oder die Entwicklung des Arbeitsmarktes.
Bei der ersten Prüfung Anfang des Jahres wurden zwölf Staaten näher unter die Lupe genommen - nicht aber Deutschland und Österreich. Entscheidend ist dabei das wirtschaftliche Gesamtbild. Kleinere Abweichungen werden eher toleriert, selbst wenn diese in mehreren Bereichen vorliegen. Estland lag beispielsweise in fünf Kategorien außerhalb der Parameter, kam aber ohne Mahnung davon. Die größten Probleme stellte die Kommission bei Spanien und Zypern fest.
Ob Deutschland daher tatsächlich ermahnt wird, bleibt abzuwarten. Bei der Frühjahrsbewertung lag die Bundesrepublik nur in zwei Kategorien geringfügig außerhalb der Vorgaben. Zum Vergleich: Österreich lag nur bei der Verschuldung (Staat und Privat) leicht über den Referenzwerten. Der Leistungsbilanzüberschuss fiel mit 3,5 Prozent wesentlich geringer aus als beim Nachbarn Deutschland. Für heuer und 2013 rechnen Wifo und IHS sogar mit noch niedrigeren Werten.
Die OECD rät Deutschland, dem Ungleichgewicht mit stärkeren Investitionen zu begegnen. "Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu verschlechtern - etwa durch höhere Lohnsteuern - ist nicht vernünftig", sagte der bei der OECD für Deutschland zuständige Österreicher Andreas Wörgötter der Nachrichtenagentur Reuters. Stattdessen müssten Investitionen in den Dienstleistungssektor erfolgen, wodurch der Konsum im Inland angeregt werde. Dann verringere sich der Exportüberschuss automatisch, so Wörgötter.
Dazu schlägt die OECD vor, für mehr Wettbewerb, vor allem bei Handwerksberufen, zu sorgen. "Wird der hohe Exportüberschuss dadurch verringert, ist das für Deutschland eine Win-win-Situation, weil die Wirtschaft dann stärker wachsen kann und weniger vom Ausland abhängig wird."
Die deutsche Regierung sah sich in ihrem Kurs bestätigt. Für eine ausgewogenere Entwicklung wäre es eher dienlich, wenn Länder mit Schwächen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbesserten, sagte ein Sprecher.
Schwache Konjunkturdaten meldete die japanische Regierung. Die Wirtschaft wächst wegen der Euroschuldenkrise und der globalen Konjunkturabkühlung kaum noch. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen April und Juni lediglich um 0,3 Prozent. Das war nur die Hälfte des von Experten erwarteten Anstiegs. Im ersten Quartal lag das Wachstum noch bei 1,3 Prozent. (go, DER STANDARD, 14.8.2012)
Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorquartal
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurde von Jänner bis März 2013 auch durch den langen Winter gebremst
Der Start ins Jahr 2013 verlief schlechter als erwartet, der Internationale Währungsfonds hat seine Prognosen nach unten revidiert
Burgenland profitiert von breiter Aufstellung und Coca-Cola-Produktionsverlagerung, Kärnten noch immer unter Vorkrisenniveau
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Statt der erhofften Frühjahrsbelebung laufen die Geschäfte ziemlich schlecht
Der ifo-Geschäftsklimaindex gab im April nach. Den Firmen geht es noch gut, sie sind aber vorsichtiger geworden
Wie das Wetter, so die Industrieentwicklung - das gilt zumindest für den unterkühlten Jahresstart 2013 in Österreich
Die deutsche Konjunktur verliert zum Start des zweiten Quartals überraschend an Fahrt. Firmen leiden unter sinkenden Aufträgen
Einkaufsmanagerindex stagniert im April
Der IWF zeichnet ein düsteres Bild vom europäischen Bankenmarkt und hält mehr "Bad Banks" in den Südländern für nötig
Börsenprofis schätzen die Konjunkturaussichten für Deutschland wieder schlechter ein
Druck am Arbeitsmarkt bleibt
Regierung senkt Prognose, Defizit droht außer Kontrolle zu geraten
Die Krise im Fokus: Analysen, Kommentare, News und Interviews
Die Deutschen waren schon immer die Streber, sie haben zu den Besten auf der Welt gehört. Jetzt zeigt sich das Problem, dass man sich zu sehr auf den Export verlassen hat.
Die schwache Binnennachfrage, kann den Ausfall der Exportaufträge nicht kompensieren.
Heute wird gemeldet, die deutsche Wirtschaft nur noch gering wächst. Woher soll denn auch Wachstum herkommen? Vor allem der "reformierte" Arbeitsmarkt hat nur noch "arme" Bürger hinterlassen, die sich nichts mehr kaufen können.
http://www.start-trading.de/blog/2012... er-schuld/
Na solange die Bundesregierung die Überschüsse verteidigt und sie als"positiv sieht ist doch alles O.K.
Erinnert fatal an die Situation auf der Brücke der Titanic kurz vor der Kollision.
Empfehle hier das Forum wer Lust hat sich durch 145 Seiten Chauvinismus und Hetze-Morast zu wühlen:
http://is.gd/Wpgtdf
(Spiegel Artikel zum Thema)
lohnerhöhungen in deutschland wären ein probates mittel. dadurch könnte endlich wieder die binnennachfrage anziehen und die starke exportabhängigkeit abgemildert werden.
das ermöglicht es ländern wie spanien ihre exporte wieder zu erhöhen und das wachstum anzukurbeln. weiterhin hohe leistungsbilanzüberschüsse zu generieren und die güter gegen kredite nach südeuropa zu liefern ist kein stabiles modell für deutschland.
langfristig profitiert davon die d. wirtschaft - denn ohne diese maßnahmen werden ihre immensen forderungen gegenüber südeuropa uneinbringlich. ebenso wichtig ist es die zinsen für staatsanleihen in südeuropa auf ein deutlich niedrigeres level zu bringen. die dürfen real nicht über der wachstumsrate liegen.
Leider können die Neoliberalen eins und eins nicht zusammenzählen.
Bin gespannt was von der Bilanz Iberia uebrig bleibt,, wenn Griechenland als Bankrott erklaert wird. Allein die Wertberichtigungen bei deutschen Banken wird dá schon ein huebsches Suemmchen ergeben. Wen wunderts, dass dá die Merkel rotiert.
..some analysts say that by using the maneuver, banks are killing off avenues of low-cost, long-term funding that are needed to fund loans and operations. That, in turn, could make banks more dependent on the low-cost funding lifeline from the European Central Bank....
Also so gut kann Deutschland gar nicht dastehen, dass Europas miese Banken am Ende Deutschland nicht in die Knie zwingen werden.
.....at the end of July, Spanish banks had borrowed €410 billion from the ECB—a euro-era record.
http://online.wsj.com/article/S... TopStories
Es sollen "Investitionen in den Dienstleistungssektor erfolgen, wodurch der Konsum im Inland angeregt werde. Dann verringere sich der Exportüberschuss automatisch"
Irgendwie glaub ich dass der Mann keine Ahnung hat!
Auf die Weise sinken die Leistungsüberschüsse aber nur auf dem Papier oder um genau zu sein, es sinkt lediglich die Quote. Der exportierte Wert bleibt unterm Stich aber gleich.
Wenn in D zB mehr VW´s gekauft werden sollten, heisst das nicht unbedingt, dass dadurch auch weniger VW´s exportiert werden. Die Unternehmen werden die Kapazitäten erhöhen und beide Gewinne mitnehmen. Sowohl jene der Inlands- als auch Auslandsnachfrage.
es fehlen ja die Nachfrager nach diesen Dienstleistungen, weil diese kein Geld haben...
Es sei denn sie wollen das staatlich subventionieren, das wäre eine möglichkeit, aber damit erhöhen sie weiter die Staatsquote (was im aktuellen system allerdings so oder so passieren wird...)
Es sei denn, Sie gehen davon aus, dass unter Kapitalisten plötzlich Einsicht ins Gemeinwohl statt des persönlichen Vorteils ausbricht und die Löhne kräftig erhöht werden.
Nachdem davon eher nicht auszugehen ist, muss das fehlallozierte Kapital der Vermögenden, die damit im unproduktiven Spekulationscasino unterwegs sind, mit anderen Methoden produktiv gesetzt werden.
Daher: Vermögenssteuern und Ausweitung der öffentlichen Dienstleitungen.
(einzige) Alternative: Hyperinflation
(weitere, hoffentlich nicht mehr angewandte) Alternative: Rüstungskeynesianismus
Laufen übrigens alle auf die selbe Produktivsetzung schlecht genutzten privaten Kapitals durch Enteignung hinaus.
und wer mehr details moechte, siehe
http://ec.europa.eu/economy_f... dex_en.htm
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