Pro bono, contra malum

Einserkastl | Hans Rauscher
13. August 2012, 20:54

Stronach zeigt, dass man hoch in den Wolken ansetzen muss, wenn man Politik erneuern will

Die Stronach-Partei wird für "Wahrheit, Transparenz und Fairness" sorgen (sagt Frank Stronach). Und was ist mit "Schönheit, Edelmut und gutem Wetter"? Oder mit "Ewiger Glückseligkeit, himmlischer Harmonie und Kraft durch Freude"? Stronach zeigt unseren kleinmütigen Parteien, dass man hoch in den Wolken ansetzen muss, wenn man die Politik erneuern will. Er scheint sich mit dem Motto seiner (noch zu gründenden) Partei an dem Wahlspruch der Zeitschrift Welt im Spiegel der unsterblichen Pardon-Satiriker, -Autoren und -Zeichner Robert Gernhardt, F. W. Bernstein und F. K. Waechter zu orientieren: "Pro bono, contra malum".

Er wird trotzdem seine Wähler finden, vielleicht sogar genug für den Einzug ins Parlament. Der Typus des herrischen Milliardärs mit extremen Ansichten hat ja in den USA bereits enormen Einfluss erlangt; warum nicht auch in Österreich? Und bis die Wutwähler überzogen haben, dass sie egozentrischen Monomanen nachgelaufen sind (siehe unter: "Dinkhauser" oder "Hans-Peter Martin", aber auch "Haider"), sind auch wieder ein paar Jahre vertan worden - was in unserer jetzigen politischen Lähmungslage vergeudete Energie und verlorenes Engagement bedeutet. Weiß der Teufel, warum immer die irrationalen Causen ("Euro-Austritt", "Ausländer raus") ihre Parteien oder Parteigründungen finden - und nicht die echten Probleme wie z. B. Jugendarbeitslosigkeit. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 14./15.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 207
1 2 3 4 5
die kandidatur fällt in die ...

... gruppe: altersdemenz ;-)

Wenn ich Stronach wäre und in Österreich etwas bewegen wollte, würde ich 100 Millionen spenden, in die Bildung stecken, und das dann auch propagandieren, damit jedem ein Licht aufgeht und jeder erkennt das die politischen Parteien einfach nur unfähig sind, wenn ein "Privatmann" mehr zusammenbringt als die gesamte Parteienlandschaft sollte das dann jeden zum denken geben.
Leben kann der Hr Stronach auch mit 100 mio weniger :)

Was is mit dir Rauscher..Hast Ideen auch?? Wieso darf der Typ überhaupt sowas schreiben!

Wieso, braucht er vorher Ihre Einwilligung, he? Was sind`n Sie für `n Typ? (um Ihr Sprachniveau zu halten)

neuverfilmung des besuchs der alten dame... als trash-variante. auftakt, der besuch im österreichischen parlament, der kauf von 3 nationalratsabgeordneten... fortsetzung: blau erhält weniger stimmen bei der nächsten wahl

Professionelle Politik - wollen wir das denn?

Dass Stronach eine Partei gründet ist sehr gut. Im schlechtesten Fall bewegt sich nichts, im besten Fall ändert sich die politische Kultur.

Nur welche Kultur hätten wir denn gerne? Ist uns das Mauscheln, Paktierten und Politiker-Bashen nicht schon lieb geworden?

Wie würden wir uns mit einer professionellen Regierung fühlen, die volkswirtschaftlich vernünftige Entscheidungen gegen Widerstand durchsetzt, ohne dass jede Interessensgruppe ihr Gerstel abbekommt? Die z.B. antizyklische Budgetpolitik macht und damit das Wachstum in Hochkonjunkturphasen kontrolliert einbremst z.B. durch Aussetzen der Wohnbauförderung, wenn's und gut geht?

Wirklich weh tut nur die Auswahl der ersten Politikergeneration von Stronach aus dem rot-braunen Lager

Also für mich bereichert auf jeden Fall ein Mann, der in Österreich Geld verdient und es in der Schweiz versteuert, nicht die Kultur in diesem Land. Steuerflüchtlinge haben wir sowieso schon genug.
Und Ihre anderen Vorschläge sind schlicht pervers.

" die volkswirtschaftlich vernünftige Entscheidungen gegen Widerstand durchsetzt"

Genau das ist ja das Problem, von Volkswirtschaft will der Stronach doch nichts wissen.
Sehen sie sich doch mal sein Programm an, dass baut alles auf betriebswirtschaftlichen Ansichten auf - und mit Betriebswirtschaft fährt man auf staatlicher Ebene nun mal ein.
Sieht man zB. an der neoliberalen Politik atm in Europa, die geht auch davon aus, dass der Staat so eine Art großes Unternehmen sei...

Wir haben für meinen Geschmack bereits jetzt zu viele Waffenhändler in der österreichischen Politik.

Entsetzlich, grauenvoll!

Damit meine ich Rauscher - für Stronach habe ich keine Worte. Er ist ein Produkt der Dummheit der Österreicher.

hoffentlich Ende der SPÖVP

Jede neue Partei, die hilft, die SPÖVP-Dauerherrschaft zu beenden, ist willkommen.

fragt sich nur was nachkommt!

wenn der milliardär ans ruder kommt mit den rechten werden alle nach Spövp weinen!

in einer demokratie ist jede weitere partei ein gewinn. so müssen sich die parteien mehr untereinander messen, das sollte mittelfristing die qualität der politischen argumentationen heben.

Ich fürchte, Herr St. wird mit Hilfe von 3 Abgeordneten kandidieren können, wohl über die 4%-Hürde hinauskommen, damit hat er Anspruch auf Parteienförderungen, etc., was seine Ausgaben bis dahin dann wesentlich verringern wird. Dann wird das 1 Legislaturperiode dahin tümpeln und dann wird wieder Schluss sein.

Wetten, der macht die Politik noch profitabel wie eine DAX-notierte Firma?

Oh die Jugendarbeitslosigkeit wird entdeckt

Jawohl Herr Rau. Politik setzt üblicherweise sehr hoch an. Zuerst gehts mal um Europa - da müssen Milliarden hineingepumpt werde um das edle Friedensprojekt möglich zu machen. Dann kommen die Unternehmen - sprich die Osterrweiterung. Es müssen schließlich zig Arbeitsplätze nach Kroatien und Serbien ausgelagert werden und der Lohndruck im Inland durch Zuwanderung aufrecht erhalten werden. Dann kommt der Wirtschaftsstandort Österreich dran - der muss dann mit ein paar Steuergoodies für Unternehmen gerettet werden. Dann kommen ein paar Verbotsmaßnahmen gegen wen auch immer. Und so gegen Ende einer Legislaturperdiode entdecken unsere Politiker dann wieder den Menschen, der ja mehr im Mittelpunkt stehen muss und die soziale Wärme und die Jugend

@Eleganter

Aber auch erst dann, wenn es im gemeinen Volk bereits unruhig wird und ein sozialer Aufstand dräut !

Obwohl - das will man ja eigentl ich ? Denn da kann man dann schön kujonieren.

lieber faymann, lieber spindelegger,

net deppert lachen: schuld am aufkommen von rattenfängern wie haider, strache, stronach und co seids ihr. und nur ihr. eure gewerkschaften und bünde können und wollen nicht mit der zeit gehen. einer zeit, in der gerechte neuverteilung notwendiger ist als je zuvor. aber die spö ist ungefähr noch so sozial wie die övp noch christlich ist.
die österreichische wirtschaft hat unglaublich von der eu und der osterweiterung profitiert. aber wir, das volk nicht. 40% teuerung in den letzten jahren, aber nur 4-5% lohnerhöhungen bei gleicher steuerlast.
eich hom´s ins hirn gepfeffert, liebe spö, liebe övp. und wie geht das mit 1,5 millionen mehr einwohnern in 20 jahren? häh? jungfrauengeburten oda wos?

Selten so gelacht! Aber Sie haben vollkommen recht.

@Lykanthrop

Bei Haider wars auch noch NEWS - jedes 2. Titelblatt ein Haider !

Aufhören miot den Haider Bildern - eine Volksbegehren dafür bitte!

man sollte wieder zwingend einführen, dass die umgerechneten schillingbeträge neben dem euro stehen. da würde vielen über den euro das lachen vergehen...

Ihrem Gehalt müsste dann auch der Schilling-Betrag zur Seite gestellt werden.

gehälte und löhne sind nicht in dem ausmass gestiegen...

Und daneben sollte man nochmal die Schillingbeträge von 1980 anführen

da würde vielen das Lachen über den Schilling vergehen...

Wenn Sie heute Schilling-Preise vergleichen wollen, dann müssen Sie den alten Schilling-Preis zuerst mit 1,34 multiplizieren.
Inflation hatten wir mit dem Schilling nämlich genau so.

Posting 1 bis 25 von 207
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.