Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Meistens hält er sich nicht so streng an die Verkehrsregeln. Gerne versucht der Radler, sich bei Rot noch mit einem schnellen Tritt in die Pedale über die Kreuzung zu schummeln. Stehen bleiben und wieder aufsitzen kostet schließlich Zeit und Kraft. Elegant ist es auch nicht. Quer über einen Platz oder mitten durch eine Fußgängerzone wird immer wieder gerne geradelt. Und zwar selbst dann, wenn um den Platz / die Fußgängerzone herum ein prächtiger Radfahrweg führt. Es sind diese schnellen, lautlosen Verkehrsübertretungen der Radfahrer, über die sich Nichtfahrradfahrer so ärgern.
Ein Nummernschild auf den Rädern sorgt mit sanftem Druck dafür, dass der Radfahrer sich als das begreift, was er schon längst ist: ein Teil der Verkehrsgemeinschaft, an deren allgemeinen Regeln er sich zu halten hat. Mit einem Kennzeichen auf dem Gestänge unter seinem Hintern wird er mehr darauf achten als bisher. Weil er nämlich sonst einen Strafzettel kriegt - wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch. Das Rad ist ein Massenverkehrsmittel geworden, da braucht es Kennzeichnung - auch, weil immer mehr Elektrofahrräder unterwegs sind.
Das viel gehörte Argument, die Kennzeichentafel für Räder sei bürokratisch, mag schon stimmen. Aber es gibt wahrlich unnötigere Bürokratie. Und die Kennzeichentafel, flächendeckend eingeführt, könnte so manchen Dieb abschrecken. (DER STANDARD, 14./15.8.2012)
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy! Da die EU mit sich selbst kämpft und keine Kraft für den Klimaschutz aufbringt, ist jede Privatinitiative willkommen
Eine Trennung von Radfahrern und Autofahrern kann ja nur im Sinne der Autofahrer genauso sein. Deshalb das hier: www.ipetitions.com/petition/... aschmarkt/
die gezählten fünf autofahrer mit (!) nummerntafel und führerschein und versicherung und allem drum und dran, die sich heute in der früh bei dunkelorange noch schnell auf die kreuzung gürtel/prinz eugen-straße gepresst haben, um dort den querverkehr so richtig schön zu behindern: als was fühlen die sich? als unbesiegbar? als immun? - als "teil der verkehrsgemeinschaft" fühlen sie sich jedenfalls eher nicht...
Grundsätzlich stimme ich dem zu.
Viele RadfahrerInnen verstehen sich als "schnelle FußgängerInnen", nicht als Fahrzeuge. Und so salopp, wie diese gehen auch die RadlerInnen mit den Verkehrsregeln um. Dazu kommt, dass RadfahrerInnen sehr oft gezwungen werden, sich illegal zu bewegen, z.B., wenn die Radstreifen zu schmal sind, um sie zu befahren.
Geübtere VerkehrsteilnehmerInnen, die auch mit dem Auto Abstände einhalten, nicht auf Gehsteigen parken oder Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten, fahren auch mit dem Fahrrad auf Sicht, halten Sicherheitsabstände ein und gefährden keine FußgängerInnen, auch wenn sie auf dem Radweg stehen.
Aber als "Teil der Verkehrsgemeinschaft" möchte ich auch "Teil der Verkehrsplanung" sein, mit sinnvollen Strukturen auch für die Eigenkraft-Fahrzeuge. Radwege, deren Stückerlwerk nicht im Nirgendwo beginnen und enden, sondern ein durchgängiges Netz von sinnvollen und benutzbaren Verbindungen. Radstreifen, die so angelegt sind, dass ich nicht gesetzlich dazu gezwungen werde, die StVO zu mißachten. Ampelschaltungen, die auch auf meine und die Bedürfnisse der FußgängerInnen Rücksicht nehmen. Radstreifen, die, wegen ihrer Lage am Straßenrand, nicht durch jeden Kanaldeckel und jedes Loch auf der Straße führen.
Werden die RadfahrerInnen als "Teil der Verkehrsgemeinschaft" dann nicht mehr als BürgerInnen zweiter Klasse behandelt? Schämen sich die Gemeinde- und BezirksvertreterInnen dann wenigstens, wenn sie ihre BürgerInnen fahrlässig gefährden? Wer fühlt sich zuständig, wenn Radanlagen nicht den Richtlinien entsprechen? Ist das einklagbar?
Gibt es jemanden, die sich hinsetzt und ein Konzept der Radverbindungen, als ein System des Verkehrs neben Kfz und Öffis, plant? Sich überlegt, wie es gestaltet sein muss, dass es gern und sicher benutzbar ist? Wie man Kfz und Eigenkraftfahrzeuge miteinander versöhnt?
Dann will ich auch Nummerntaferl für Eigen-Kfz.
Oder in den Öffis ungefiltert die Energien der Resignation und, wieder, Borniertheit ausstehen und so tun, als spürte man es nicht?
Ich wünsche der Autorin, dass sie noch viele Kommentare zu ähnlichen Wohlstandsthemen schreiben kann. Und ich selbst sollte die Zeitungen nicht so oft aufschlagen.
Die die nicht so leicht fort können, müssen ihren Kopf halt wieder ein bisschen mehr einziehen, eine eh schon gewohnte Bewegung.
Aber klar, wenn man selber kein Radfahrer ist gilt die gleiche Logik wie bei den Studiengebühren, wenn man nicht studiert. Ist es Borniertheit? Will man, dass Wien eine Stadt für Kinder und alte Leute bleibt?
„Outlandish“ ist ein schönes Wort für Forderungen wie die Rad-Nummerntafel. Vor allem wenn man keine Alternativen zur Alternative Radfahren bieten kann. Ich friere mir 8 Monate im Jahr den A.. ab, weil ich keine Alternative habe. Sich in einen schreienden Fasch…-Blechsarg zu zwängen?
Statt Nummerntaferln für Radfahrer sollte man sich endlich der echten Gefahr zuwenden, nämlich den Auto-Rowdies und deren Bestrafung überdenken.
Denn wer betruken mit 80 in der T30-Zone eine Kindergartengruppe niedermäht, bekommt in Österreich maximal 3 (!) Jahre, aber da sauch nur, wenn er/sie schon Vorstrafen hat.
Es wird Zeit, endlich diese Mickey-Mouse Strafen anzugehen, Geschwindigkeitsübertratungen in die Punktekartei aufzunehmen, die Verwaltungsstrafen bei Auto-Delikten soweit zu erhöhen, dass sie keine Kavaliersdelikte mehr sind und letztendlich sollte man sich an Italien orientieren, wo die Autos der Raser zuerst konfisziert und dann versteigert werden.
Dieser Kommentar hat das argumentative Niveau einer Unterstufen-Deutschschularbeit (und selbst da hätte man einen Fünfer dafür bekommen).
Ich kann hier KEIN EINZIGES stichhaltiges Argument erkennen ("Aber es gibt wahlrich unnötigere Bürokratie" - Wahnsinn, wie überzeugend!).
Das Rad braucht also eine Kennzeichnung, weil es ein Massenverkehrsmittel geworden ist. Und wieso funktionierts in Kopenhagen oder Holland einwandfrei ohne Kennzeichen? (wo x-fach mehr Räder unterwegs sind)
Als ich zum ersten Mal in Rom, Paris, Kairo war dachte ich dass ich in einem einzigen großen Autodrom gelandet bin. Nur ohne Bumser.
Laut, schnell und sämtliche Verkehrsregeln missachtend. Und es passiert aber nichts weil der Großteil fährt und die anderen fahren lässt. Und geht nicht gibt's nicht.
Bei uns (und noch schlimmer in D) bleiben die Idioten ja mitten auf der Kreuzung stehen um sich zu prügeln oder zumindest zu beschimpfen. Hauptsache das Ego gewinnt, unabhängig vom Verkehrsmittel.
Irgendein Regelungsmechanismus muss her, leider, man kann ja nicht alle Verkehrsteilnehmer zwangsweise für ein halbes Jahr ins Ausland schicken.
Oder in der Fahrschule neben Verkehrsschildern Gelassenheit lehren.
Österreich 562 Motorfahrzeuge pro 1000 Einwohner, Italien 691
Fahrleistung Österreich pro Jahr rund 8630 km, Italien 11740 km. Mopetten nicht gerechnet.
Von Deutschen hat ja keiner geredet (außer beim Streiten), die latschen ja schon auf die Bremse wenn ein Fußgänger noch 2 m weit weg vom Zebrastreifen ist.
Und bei uns ist es nun einmal so dass in gewissen Landstrichen nach 18:00 niemand mehr nüchtern fährt, 0,5 Promille hin oder her.
Je "verwalteter" ein Land ist, desto mehr halten sich die Leute an die Verkehrsordnung. Je mehr sie sich an diese halten, desto weniger wird mitgedacht. Das ist schade, aber zwangsläufig. Beide Systeme funktionieren ähnlich gut und sicher, wenn man sich anpasst.
Ein Problem sind dann die AutofahrerInnen, die sich in einem "regelphilen" Land nicht an die Regeln halten, oder zu wenig. Jede/r hasst sie, und sie hassen jede/n.
PS: bei 2m Abstand vor dem Zebrastreifen sollten auch sie auf die Bremse steigen!!!
und johanna...ich sehe täglich etliche fussgänger die bei rot über ampeln gehen oder unberechtigter weise radwege blockieren...fordern sie jetzt auch nummerntafeln für diese fussgeh-rowdies ?
wenn nein-wieso nicht,wieso diese ungleichbehandlung...?
Wenn Kennzeichen so viel nützen, warum wird dann in Wien trotz Hupverbot überall gehupt?
und wer notiert sich die Nummerntafeln bei Vorrangverletzungen an Schutzwegen?
was helfen Nummerntafeln gegen Autofahrer die mit 70 bei gelb/rot in einer Kreuzung einfahren?
schützen Nummerntafeln mich davor, dass mir auf der Autobahn mit 180 jemand in den Kofferraum fährt?
was nützen sie dann eigentlich und warum will man noch mehr davon?
Ganz einfach, weil ich es gar nicht erwarten kann, all die Rad-Rowdys aufzuschreiben und zu fotografieren. Ich überlege mir schon, eine Website zu gestalten, wo Fotos von all den Rad-Rowdys vorzufinden sind. Beruht alles nur auf Gegenseitigkeit. Bei Autofahrern gab es ja auch schon eine Hetzseite gegen diese. Da ist es doch naheliegend, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Und genau das ist es, was passieren würde. Anstatt die wirklichen Probleme (Geh- und Radwegbockierer, Autoraser, Schneider, nicht-Blinker, unbeleuchtete Radfahrer etc.) anzugehen, werden von selbsternannten "Rächern" dann die Radfahrer angezeigt, die bei Gelb über die Kreuzung fahren (gängige Praxis beim Auto, beim Fahrrad ein Kapitalverbrechen), die nicht am äußersten rechten Zentimeter Straße fahren, die am Radweg fahren (der aber für einen Gehsteig gehalten wird), die eine stehende Kolonne rechts überholen etc., müssen zig Behördenwege erledigen wo alle Anzeigen im Sand verlaufen, weil es zu 90% unhaltbare oder unbeweisbare Anschuldigungen sind und der Spaß am Radfahren wird ihnen vergällt. Juhu.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.