Grüne Welle gegen Raser und Drängler auf zwei Rädern

Anne Rentzsch
13. August 2012, 18:03

Jeder Zweite radelt in Kopenhagen zur Ausbildungsstätte oder Arbeit

Kopenhagen - In Kopenhagen, wo gute Bedingungen für Radfahrer seit Jahrzehnten erklärtes Ziel der Stadtplaner sind, hat das Fahrrad am Gesamtverkehrsaufkommen mittlerweile einen Anteil von 33 Prozent; jeder Zweite radelt zur Ausbildungsstätte oder Arbeit. Sich registrieren lassen oder gar eine Vignette lösen müssen die Kopenhagener nicht.

Zugunsten der Radler ist die Stadt in den vergangenen Jahren auch vor unpopulären Beschlüssen wie der Einschränkung des Autoverkehrs auf vielbefahrenen Strecken nicht zurückgeschreckt. Nahezu alle Hauptstraßen haben Radwege, die mit bis zu fünf Metern als die breitesten sowie als die ebensten in Europa gelten. Grüne Wellen für eine Radfahrgeschwindigkeit von 20 km/h führen geschmeidiger durch die Stadt und machen das Rasen und Drängeln weniger attraktiv.

An mehr als 100 Stellen in der Stadt kann man ein Rad unkompliziert per Münzeinwurf leihen. Im April wurde zudem der erste sogenannte " Super-Fahrradweg" eröffnet, der über insgesamt 17 Kilometer vom Vorort Albertslund in die City führt. Mit übersichtlicher Ausschilderung, grüner Welle für Radler, teilweiser oder gänzlicher Trennung vom Autoverkehr und bevorzugter Schneeräumung sollen in den kommenden Jahren über zwanzig dieser Super-Fahrradwege zwischen den Vororten und der City entstehen. (Anne Rentzsch, DER STANDARD, 14./15.8.2012)

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2 Postings
Bitte auch in Wien!!

guter Anfang wäre einen Parkstreifen in Einbahnen weg zu nehmen, dafür einen Radweg in die entgegengesetzte Richtung. Dann gäbs auch weniger Rowdy Radler.

So kann Verkehrsplanung auch funktionieren ... schade dass Wien davon wenig hält.

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