Suche: Google geht gegen Urheberrechtsverstöße vor

  • Google sagt Content-Piraten den Kampf an.
    foto: jaya prime @ flickr.com / cc-by-nd 2.0

    Google sagt Content-Piraten den Kampf an.

Änderung gilt als Zugeständnis an Hollywood und Co.

Google wird nächste Woche seine Suche anpassen und dabei einen Schritt gegen Piraterie setzen. Das gab Amit Singhal, SVP des Entwicklungsbereichs, im "Inside Search"-Blog bekannt.

Beschwerden nehmen Einfluss auf PageRank

Seiten, die oft von Urheberrechtsinhabern wegen Verstößen gemeldet werden, müssen eine Abwertung ihres PageRanks fürchten. Dies führt gleichzeitig zur verminderter Sichtbarkeit in den Suchergebnissen, da die jeweiligen Angebote in der Auflistung weiter nach hinten rutschen.

Während sich das Unternehmen politisch dagegen einsetzt, dass Urheberrechtsinhaber unliebsame Seiten abschalten oder komplett aus der Suche löschen lassen können, wird dies allgemein als Zugeständnis an die Film- und Musikindustrie verstanden. Diese betonen schon lange, dass Google über seine Suche die Piraterie von Medieninhalten erleichtern würde.

4,3 Millionen Eingaben in 30 Tagen

Bei Google geht man davon aus, dass die automatisierte Rückreihung effektiv funktionieren wird, da das bestehende Reporting-System riesige Datenmengen erzeugt. Innerhalb der vergangenen 20 Tage sind über 4,3 Millionen entsprechende Beschwerden eingegangen - mehr als es 2009 insgesamt waren, so The Verge.

Man betont, dass dieses Verfahren die Seiten nicht komplett aus dem Suchindex wirft, sondern sie tatsächlich nur zurückreiht. Die vollständige Entfernung bedarf nach wie vor eines formellen Ersuchesn, das im Falle einer unberechtigten Verdächtigung von den Betroffenen angefochten werden kann.

Google: Gerichte müssen Verstöße feststellen

"Nur die Copyrightinhaber wissen, ob etwas autorisiert ist und nur Gerichte können entscheiden, ob Urheberrecht verletzt wurde", so ein Statement des Webriesen. "Was Google machen kann, ist transparent bei Entfernungen zu sein." Seit Mai werden eingegangene Beschwerden veröffentlicht. Zu den beliebtesten Zielen der Rechteinhaber gehören die Dateisuchmaschine FilesTube.com, Downloads.nl sowie die Torrent-Indexer IsoHunt.com und TorrentHound.com. (gpi, derStandard.at, 14.08.2012)

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14 Postings
Na wofür gibts denn den netten kleinen

"springe zur letzten Seite" Button... der bekam die letzten Jahre sowieso generell viel zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit.

Jetzt ist seine große Stunde endlich gekommen!

"Nur die Copyrightinhaber wissen, ob etwas autorisiert ist..."

Nein, nicht mal die wissen das. Jüngste Beispiele sind MS vs. ein Artikel auf heise.de und irgendein Antivirenhersteller vs. ein YouTube-Video, wo die vermeintlichen Inhaber komplett grundlos und widerrechtlich Inhalte entfernen ließen.

Die Content-Industrie ist doch im Zweifelsfall für "alles sperren", der ist also wirklich nicht zu trauen...

good by google

welcome www.baidu.com

Ah well, you know what they say...

...the best place to hide a body is the second page of a Google search.

Und jetzt alle schöööön mitsprechen:

Google ist lieb!

Zu den beliebtesten Zielen der Rechteinhaber gehören die Dateisuchmaschine FilesTube.com, Downloads.nl sowie die Torrent-Indexer IsoHunt.com und TorrentHound.com.

Macht nix, die haben eh eigene Suchfunktionen :).

wenn man nach "EINBELIEBIGERFILM torrent" sucht

Kriegt man dann in Zukunft weniger bekannte Torrent-Seiten zuerst?

/ironie

Dadurch ergibt sich dann so eine dynamik, dass weniger bekannte Seiten nach vorne kommen,

dadurch konzentriert sich die Contentindustrie auf diese seiten, dadurch kommen wieder andere Seiten nach vorne, dadurch konzentriert sich die Contentindiestrie auf diese seiten, dadurch kommen wieder andere Seiten nach vorne, dadurch konzentriert sich die Contentindiestrie auf diese seiten, dadurch kommen wieder andere Seiten nach vorne, dadurch konzentriert sich die Contentindiestrie auf diese seiten, dadurch kommen wieder andere Seiten nach vorne, dadurch konzentriert sich die Contentindiestrie auf diese seiten, dadurch kommen wieder andere Seiten nach vorne, dadurch konzentriert sich die Contentindiestrie auf diese seiten.
Und zum Schluss hat man jede Seite mal durch und es geht vorne los^^

wird dann youtube bald gar nicht mehr zu finden sein, oder?

YouTube ist davon ausgenommen.

Was ein Wunder...

Nötigung auf youtube

Bei jedem posting zu Videos poppt ein Fenster auf, wo man zur Aktualisierung auf Klarnamenprofil genötigt wird, echt grausam, jedes mal den Mist wegklicken zu müssen, ganz nebenbei noch dieser bescheuerte CAPTCHA-code bei jedem x-ten posting desselben users.

"..was FÜR EIN wunder"

auf YouTube in Deutschland

sieht man Dank GEMA eher nichts mehr.

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