Rebellen melden Jet-Abschuss, Pilot gefangengenommen

  • Ein Video, das den abgestürzten Piloten zeigen soll, wurde Montagnachmittag veröffentlicht.
    screenshot: youtube

    Ein Video, das den abgestürzten Piloten zeigen soll, wurde Montagnachmittag veröffentlicht.

Staatsfernsehen bestätigt Absturz wegen "technischer Probleme" - Rebellen veröffentlichen Video, das gefangenen Piloten zeigen soll

Syrische Rebellen behaupten, dass es ihnen das erste Mal seit Ausbruch der Revolution gelungen sei, einen Jet der Luftwaffe des Regimes von Bashar al-Assad abzuschießen. Ein Video, das am Montag auf der Videoplattform Youtube veröffentlicht wurde, sei Beweis dafür. Oppositionellen Aktivisten zufolge soll der Abschuss der Maschine in Deyr az-Zawr im Nordwesten des Landes geglückt sein. Auf dem 33 Sekunden dauernden Video, das vom "Lokalen Koordinationskomitee" veröffentlicht wurde, ist ein Jet zu sehen, der in Flammen aufgeht. In der Videobeschreibung wird behauptet, es sei von der "Revolutionsjugend im Land des Euphrat" veröffentlicht worden, jedoch wird einen Halbsatz später "der Abschuss einer Mig-23 durch die Brigade der Nachkommen Mohammeds" verkündet.

Video: Jet-Absturz in Syrien

Wie, wo und warum die Maschine abstürtzte kann nicht unabhängig überprüft werden. Auf dem Video sind keine Raketen zu sehen oder hören, die die Maschine zum Absturz bringen könnten. Das syrische Staatsfernsehen bestätigt den Absturz einer Maschine, begründet ihn allerdings mit "technischen Problemen während einer normalen Trainingsmission". Eine Suchaktion sei im Laufen. Der staatlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge hat sich der Pilot mit Hilfe eines Schleudersitzes aus der Maschine gerettet. Wenig später wurde ein Video veröffentlicht, das den gefangengenommen Piloten zeigen soll.

Rebellen fordern seit Wochen öffentlich die Lieferung von Boden-Luft-Raketen, um der syrischen Luftwaffe etwas entgegenzusetzen. Die "Freie Syrische Armee" (FSA) verfügt hauptsächlich über leichtere Waffen wie Sturmgewehre, Sprengstoff und Panzerfäuste. Zuletzt griffen Kampfjets oppositionelle Stellungen in der nordsyrischen Stadt Aleppo an. (red, derStandard.at, 13.8.2012)

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