Vom Gefühlsschatz im trainierten Körper

Isabella Reicher
13. August 2012, 17:15
  • Draußen johlen die Frauen, hinter der Bühne will das Terri- torium 
abgesteckt sein: Matthew McConaughey (re.) und Channing Tatum.
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    Draußen johlen die Frauen, hinter der Bühne will das Terri- torium abgesteckt sein: Matthew McConaughey (re.) und Channing Tatum.

Ein bisserl Drama umspielt notdürftig fast nackte Kerle: Gemeinsam mit einem Neueinsteiger lernt man in Steven Soderberghs neuem Kinofilm "Magic Mike" eine Männer-Strip-Truppe näher kennen

Wien - Der junge Mann heißt Adam. Er fällt nicht vom Himmel, aber er landet auf dem ungedeckten Dach eines Hauses. Dort lernt er den Bauprofi Mike kennen. Nur Stunden später steht Adam mit dessen Vermittlung auf der Bühne eines Nachtklubs: Vor dutzenden kreischenden Frauen soll er sich ausziehen, und weil er sich dabei nicht ganz ungeschickt anstellt, wird er umgehend als sechster Mann in die Mengroup der "Cock-Rocking Kings of Tampa" aufgenommen.

Auch Mike alias "Magic Mike", der Titelheld von Steven Soderberghs jüngster Regiearbeit, gehört zu diesem in Florida gefeierten Männerstrip-Ensemble. Anhand von seinem und Adams Beispiel wird in der Folge eine klassische Entwicklungsgeschichte erzählt. Der eine Protagonist schiebt schon zu lange seine wahren Träume auf - er will sich eigentlich mit der Anfertigung selbstdesignter Möbel selbstständig machen. Das lukrative Einkommen als Stripper deklariert er als Mittel zum Zweck und belügt sich dabei natürlich ein wenig selbst. Der andere junge Mann scheint währenddessen Schritt für Schritt den dunkleren Verführungen des Milieus zu erliegen.

Auch der Film verabschiedet sich schnell von der Baustelle und dem Problem, dass gelernte Arbeitskräfte dort zu Dumpingpreisen mit ungelernten konkurrieren müssen. Lieber widmet sich Magic Mike den Milieustudien auf und hinter der Stripklub-Bühne. Die - situationsbedingt gerne auch einmal gekippte - Perspektive bleibt jene der Männer. Gleich zu Beginn erklärt Ober-Cock-Rocker Dallas, den Matthew McConaughey mit Waschbrettbauch, Hohlkreuz und Verve verkörpert, den Zuschauerinnen im Klub, wo für sie der Spaß endet.

Sein Beckenkreisen sorgt für Instanthysterie beim weiblichen Publikum. So muss weiland Elvis gewirkt haben. Bald darauf kam die sexuelle Befreiung und andere Emanzipationsbewegungen. Gewissermaßen als deren Spätfolge und Indiz einer fortschreitenden Kommodifizierung wurden 1979 in L. A. die immer noch existierenden Chippendales gegründet - nach Eigendefinition Marktführer in Sachen "Ladies' Entertainment".

Steven Soderbergh, der sich inhaltlich und stilistisch regelmäßig neu orientiert (zuletzt: Contagion und Haywire), hat sich dieses Entertainment-Segments nun gemeinsam mit Hauptdarsteller Channing Tatum angenommen. Der Schauspieler (Step Up) ist Koproduzent, sein Kompagnon Reid Carolin hat das Drehbuch geschrieben. Soderbergh hat sich hinter der Kamera um eine weniger kunstvolle als vielmehr gekünstelte Umsetzung gekümmert. Die kleinen und größeren Dramen (Drogen, Kreditwürdigkeit) bleiben relativ beliebige Versatzstücke, die man zwischen die dampfenden Shownummern packt. Sie werden aber auch zu ernst vorgetragen, als dass man darin die (komische) Überdrehung einer Standarderzählung sehen könnte.

In Peter Cattaneos Männerstripkomödie The Full Monty (1997) stand der gewöhnliche Körper im Rampenlicht. Hier ist es der getunte Körper. Haut und Haupthaar, Muskeln und Weichteile - vor der Show wird alles in Form und auf Hochglanz gebracht. Auch der pumpende Hochdrucktanzstil, den man auch in Castingshows gerne pflegt, steht für ein Konzept, das Sexiness an Hochleistung und Konformismus koppelt.

Im Grunde traditionell

Solche Feststellungen interessieren im Film aber gar nicht. Vor allem, sagt uns Magic Mike, steckt doch auch im erotischen Tänzer ein treuherziger Kerl, der mit seinem Mädchen bloß eine beschauliche Beziehung führen will. Mit viel Aufwand und Körpereinsatz wird also erstaunlich wenig und vor allem wenig Neues erzählt. Immerhin eignet sich Magic Mike als Fundgrube für Referenzen: Schon der erste weltberühmte Chippendale, Thomas, war schließlich Kunstmöbeltischler. Und die Enkelin von Elvis, Riley Keough, spielt auch mit. (Isabella Reicher, DER STANDARD, 14./15.8.2012)

Ab Donnerstag im Kino

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Fast 2h gähnende Langeweile....bei dem Film gehts um nichts. Absolut gar nichts. Nicht mal lustig ist er. Schnarch.

Frage: Warum kann hier kommentiert werden und bei anderen Filmen nicht ?

Wie auch immer:

Channing Tatum = ein geiles Tier, bei dem zu landen recht potenzfördernd sein könnte....

Hoffnungslos

Allerdings bringt auch oft ein zumindest einigermassen fitter Mänenrkörper nix, wenn der in weissen Hosen+ schwarzen Socke steckt.
Die Sandalen dazu brauche ich nicht erwähnen, oder?
Dermassen adjustiert erfreut mich schon mein Kollege.
Da gefiele mir sogar das fallschirmspringerjackerl besser...

Lieber Waschbärbauch als Waschbrettbauch!

Wenn sie dazu den Verstand von Stephen Hawking haben geht das völlig in Ordnung.

frauen dürfen keine ansprüche an männer stellen. weder optisch (himmel!) noch intellektuell (pfui). merken sie sich das.

Ja genau, bei der Klientel Männern bei der du dich bedienen musst, ist das sicherlich so.

Schade, für dich, dass du nur Orsolics und Co abbekommst.

Jeder intelligente Mann hält dich keine 10 Minuten aus...

Und aussuchen geht erst Recht nicht! Nicht wahr?

auf keinen fall!

jede frau kann froh sein überhaupt was von der krone der schöpfung zu haben. also nehmen was man kriegt. hauptsache net singel.

Nach dem Motto "Zusammen ist man weniger allein"?

nein nach dem motto "ohne mann ist eine frau nichts wert".

wenn einen ein mann will, dann muss man das einfach machen.

Das ist zu viel!
Da lasse ich mich umoperieren.

Gute Nacht

:)
Die Antwort können wir beide uns wohl denken.

Deswegen krieg ich ein rotes?

Sie hätten mich fragen müssen ob ich entweder wie Pamela Andersson aussehe oder den Verstand der Marie Curie habe.
Das wär eine Retourkutsche.

nicht von mir...

keks?

weil sie nicht im standardforum flirten sollen.

heee es ist sommer. da gibts eine crew im standard die flirtet was das zeug hält und da sagt (außer mir ;-) nie wer was. und ich fordere sie nur auf sich mal nachmittags zu treffen.

Sagt wer?
Gehört der Standard auch dem Styria Verlag? (=Kath. Kirche)

Du sollst im Standardforum nicht Flirten.
Das wievielte Gebot ist das?
Oder ist das eine der Forumsregeln?

wenn es eins gäbe wäre "du sollst im internet nicht flirten" wohl eines der wichtigsten gebote im neuzeitlichem testament ;P

Der Trailer zeigt mir wieder: Ohne Frau ist man oft besser drann. Die nörgelt ja in einer Tour.

Sagen sies doch:
Was wollen sie damit sagen ...

Das Matthew jeden Film ruiniert, in dem er mitspielt.

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