Wiener Flughafen-Frust

Kommentar |

Die "köstliche Vielfalt", mit der man sich brüstet, besteht zum Gutteil aus Massengastronomie

Schlauchförmige Dunkelhalle, gekippter Finsterturm, Einkaufszentrumsästhetik: Die Begeisterung der meisten Passagiere, die - in der Regel nach elendslangen Hatschern - den sogenannten Check-in 3 betreten, hält sich, gelinde gesagt, in Grenzen. Außer dem unangenehmen Schlauchgefühl, das einen sofort befällt, gibt es aber noch einen Grund, die neue Ankunftshalle am Flughafen Wien so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Denn man hat vergessen, die einzige überzeugende Untermauerung der ostentativ vorgetragenen und positiv gemeinten Behauptung "Wien ist anders" von der alten Halle in die neue Halle mitzunehmen: Es gibt keinen Trzesniewski und kein Oberlaa mehr.

Vergebens imaginiert man im Anflug auf Wien ein "Matjes mit", begleitet von einem oder mehr Pfiffen, oder ein adäquates Frühstück, für das man den Flugzeugfraß gerne stehen lassen hat. Alles vorbei. Die "köstliche Vielfalt", mit der sich der Flughafen Wien brüstet, besteht zum Gutteil aus genau jener grindigen Massengastronomie, die den Wiener "Anders sein"-Anspruch zwischen zwei Gatschlaberln begräbt.

Es wird schon seine Gründe haben, dass Trzesniewski und Oberlaa in der neuen Ankunftshalle nicht vertreten sind: Sie interessieren uns nicht beziehungsweise wüssten wir sie, wir würden sie nicht akzeptieren. Und auch Otto Lilienthal lässt ausrichten: Das habe ich nicht gewollt! (Gudrun Harrer, DER STANDARD, 13.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 50
1 2
Es gibt sicher...

...etliche Milliarden auf diesem Planeten, die viele Kilometer fuer "Flugzeugfrass" gehen wuerden. Und was ein "Matjes mit" mit Wien zu tun hat, wuerde mich auch interessieren. Abgesehen davon ist ein Flughafen zum Fliegen da und nicht fuer ein Drei-Hauben-Menue.
Ich kaufe mir meist eine Flasche Wasser und lasse mir dann den Flugzeugfrass schmecken, an dem mich meist nur die viele Verpackung stoert...

SSKM

sonst ist dazu nicht viel zu sagen

Frau Harrers Fress-Faschismus...

Kein Mensch muss Hamburger mögen. Jeder Mensch kann der Welt die intimsten Details aus seinem Essverhalten mitteilen. Nur, diese Harrer-Methode, unliebsames Futter mit Ausdrücken auf "Stürmer"-Niveau abzukanzeln nervt! Bubble-Tea = "Gebräu", Soft-Buns sind Gatschlaberln. Geht's noch? Im Skylink, könnte mich die optische Präsenz der Frau Harrer auch stören - und ich behaupte einmal, dass das optische Gefälle von der Miss Austria zur Frau Harrer äquivalent dem kulinarischen von einer Oberlaa-Torte zu Gatschlaberln ist! Als gut erzogener Mensch unterdrückt man aber die Injurien, die einem da einfallen würden. Außerdem, es ist Parvenü-Verhalten vom Ärgsten, dass Leute glauben, wenn sie fliegen, seien sie was besseres mit Anrecht auf Oberlaa...

was denn, denn

Gatschlaberln sollten sie sein, speziell im vergleich mit den unaussprechlichen Broetchen

"Als gut erzogener Mensch unterdrückt man aber die Injurien, die einem da einfallen würden."

keine Sorge, ihr Geschreibe ist jetzt schon untergriffig genug...

muss

meinen senf auch noch abladen: häupl hat vieles zu verantworten, aber dass sich ein pröll bei der eröffnung auch noch blicken lässt - nicht nur dass er ein millionengrab mitzuverantworten hatte, hatte er noch die frechheit, einem eh schon sinkenden schiff einen völlig überforderten st. pöltner politgünstling (gabmann) als kapitän zu schicken. weil unfähig und nicht vom fach vom flughafen kurzerhand wieder heim geschickt, besitzt er noch die frechheit geld einzuklagen. der wiener bürgermeister hat zu verantworten: flughafendesaster, praterdesaster, stadthallenbad-völliges desaster, einen westbahnhofcity á la communists calling, steinhofgründe verbauung u.a. - in jedem "normalen land" tschüss baba und fall ned. hier regiert man halt weiter.

Selbst schuld ...

... wer von oder über VIE fliegt.

Ma muss halt sagen das die leute mit den billig tickets normal nix am flughafen essen weil zu teuer und die leute die viel fliegen ode business reisen sitzen in der Lounge wo es alles gratis gibt.

Da bleibt für die Gastronomie nicht mehr viel über

Trzesniewski

Lunchpaket war immer ein muss

tresniewski muss ich sagen schmeckt mir sehr gut
nur kauf ich es mir nie wenn es nicht bei irgendeinem Empfang serviert wird über 1€ für so ein mini brot ist mir zuviel
hätte ich wirklich hunger würde ich locker 15 euro für belegte brote ausgeben
da kann ich in wien schon sehr gut essen gehen um das geld

naja

im Vergleich zu Mcdonald ein Geschenk, zum Wuerstelstand eigentlich auch. 5 Brote + 1 Obi gspritzt ist ein Mittagessen

5 T.Brote gehen in einen hohlen Zahn.

eine Extrawurstsemmel

gibt auch nicht viel mehr her

Brauch ich auch nicht.

war jahrelang

mein Mittagessen

Jössas.

manchmal

ein Burenhaeutl

Sie Ärmster.
Sind Sie mit keiner Ihrer Freundinnen Essen gegangen?

??

zu Mittag ? Nein, nie, auch weil die am anderen Ende der Welt waren.

Sie hatten offensichtlich ein Näheproblem, abgesehen vom Wurstsemmeldesaster.

Trzesniewski und Obi gespritzt???

da gehört ein glas schaumwein dazu!

ich mag zu

Mittag keinen Alkohol, jedenfalls nicht, wenn es dann wieder in die Hacke geht

mit 5 broten und einem obi bin ich aber eh auf 7-8 euro
mäc menü kostet glaube ich noch immer zwischen 5 und 6 euro

wo ist das geschenkt?

€ 2 - 3 fuer

einen gespritzen Apfelsaft waere mir aufgefallen. Aber einigen wir uns auf 6 zu 7 so ist es mir allemal 1€ wert, kein Gatschlaberl essen zu muessen. allein das Brot waere den moeglichen Preisunterschied wert

OFF Topic. Hallo Poldi!

Ich hätte da mal eine Frage an den Italien-Fachmann.
Ich brauche eine gute Prepaid-SIM-Karte für ein Smartphone. Telefonietarif ist dabei eher unerheblich, es sollte jedoch zumindest 1 GB Datenvolumen abrufbar sein.

Irgendwelche Vorschläge? Habe zwar versucht mich im Netz schlau zu machen, da kommen aber nur Angebote von Versandunternehmen, die um viel Geld Sim-Karten quer durch Europa schicken.

Ich will aber einfach nächste Woche direkt vor Ort kaufen, spreche aber NULL Italienisch.

Irgendwelche Vorschläge für mich?

Posting 1 bis 25 von 50
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.