Amazon investiert in Packerlboxen

  • Selbst ist der Mann und die Frau: Auch wenn es nicht allen Spaß macht, der Trend, dass Unternehmen immer mehr Arbeit an die Kunden auslagern, setzt sich fort.
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    Selbst ist der Mann und die Frau: Auch wenn es nicht allen Spaß macht, der Trend, dass Unternehmen immer mehr Arbeit an die Kunden auslagern, setzt sich fort.

Packerl im Supermarkt selbst abholen: Was für Kunden des Online-Händlers in manchen internationalen Metropolen möglich ist, könnte Schule machen

Amazon ist auf dem Weg zum Rundumlogistiker und Paketdienst, schreibt FTD in seiner aktuellen Ausgabe. In den vergangenen Wochen hat der Onlinehändler nach einer Pilotphase in vielen Metropolen der USA so genannte "Amazon Locker", wie sich die Paketstationen nennen, in Supermärkten und Drogerien in Betrieb genommen. Seattle, New York, San Francisco und auch London wurde auf diese Weise bereits mit Abholstationen für die Kunden ausgestattet. In Deutschland stehe einem Aufbau der Stationen ebenfalls nicht im Weg, wie Vertraute des Unternehmens der FTD wissen ließen.

Weltweit betreibt der Online-Händler 69 Lagerhäuser, bis Jahresende soll die Zahl um ein Drittel steigen. In Deutschland sollen darüber hinaus zu den bestehenden Logistikzentren weitere dazu kommen. Der Druck auf die Händler, nicht nur schneller zu werden, sondern den Kunden auch die Möglichkeit zu geben, einen Lieferzeitpunkt zu bestimmten wachse, heißt es in dem Bericht.

"Für Onlinehändler ist die sichere Lieferung - zusammen mit individuellen Versandoptionen - ein wesentlicher Erfolgsfaktor", zitiert die Zeitung Horst Manner-Romberg, Chef des Hamburger Beratungsunternehmens MRU. Den könnten sie aber bei den beauftragten Paketdiensten nur begrenzt beeinflussen. "Hier hat sich ein echtes Bedürfnis entwickelt, selbstbestimmter zu werden und sich mit dem eigenen Lieferangebot von Wettbewerbern abzugrenzen." (rb, derStandard.at, 13.6.2012)

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