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Eisenstadt - Eine finanzielle Entlastung für Pendler durch "eine Art Kilometergeld" fordert Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). "Die Pendlerpauschale gehört dringend den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst", erklärte Niessl am Montag im Gespräch mit der Tageszeitung "Kurier". Immer neue Belastungen wie die Ausweitung des Parkpickerls in Wien oder teurer Sprit müssten mit einer Entlastung für die rund 200.000 Wien-Pendler einhergehen. "Wer weiter anreist, soll mehr Geld erhalten", so der Landeshauptmann.
Derzeit seien die monatlichen Pauschalen gestaffelt: Wer 20 Kilometer nach Wien pendle und keine Öffis benutzen könne, bekomme 123 Euro. Wer 60 Kilometer pendle, erhalte 306 Euro "große Pendlerpauschale". Über 60 Kilometer gebe es keine Abstufung, was pendelnde Südburgenländer benachteilige. "Eine kilometerabhängige Unterstützung würde zu mehr Gerechtigkeit führen", bekräftigte Niessl eine Forderung der SPÖ Burgenland.
Niessl hat für seinen Vorschlag großteils Zustimmung geerntet. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) müsse das Modell des "Pendler-Euro", das im niederösterreichischen Landtag beschlossen wurde, übernehmen und Pendler entlasten, fordert die SPÖ Niederösterreich. Nach Ansicht des NÖAAB, von dem der Modell-Vorschlag ursprünglich stammt, soll das "derzeitige ungerechte Pendler-Pauschal-System" endlich reformiert werden.
Der ÖGB fordert eine Pendlerpauschale auch für Niedrigverdiener und Teilzeitbeschäftigte, was von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) unterstützt wird. Für den ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB ist eine Modernisierung der Pendlerpauschale "höchst an der Zeit". Das BZÖ wiederum hält Niessls Vorschlag für "sozial ungerecht", für die Grünen ist eine generelle Anhebung der Pendlerpauschale nicht mehr als eine "Alibi-Aktion".
Dem Modell des "Pendler-Euro" nach, ergibt die Kilometeranzahl mit 40 multipliziert den Netto-Förderungsbetrag pro Jahr - mindestens 500, maximal 2.600 Euro. Die jetzige kleine Pendlerpauschale würde 55 Prozent des errechneten Betrags ausmachen, mindestens jedoch 600, maximal 1.400 Euro. Auch eine jährliche Anpassung an die Inflation ist vorgesehen.
Aus Sicht des ÖGB profitieren vom derzeitigen Freibetrag Besserverdiener überdurchschnittlich. Auch die Auszahlung einer Negativsteuer solle möglich werden. Für Teilzeitbeschäftigte müsse die Regelung wegfallen, wonach man erst ab elf Arbeitstagen im Monat eine Pendlerpauschale bekommt. Heinisch-Hosek sieht durch die derzeitige Regelung nicht zuletzt viele Frauen benachteiligt. "Ich sehe einen dringenden Reformbedarf und habe daher schon im Rahmen meines 5-Punkte-Programms für Teilzeitbeschäftigte Änderungsvorschläge gemacht", so die Ministerin am Montag in einer Aussendung.
Einen anderen Ansatz hat die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner: "Fossile Energien werden nicht mehr billiger und als Reaktion auf die steigenden Benzinpreise immer nur die Pendlerpauschale anzuheben, führt zu einem Kreislauf, der nicht aufrechtzuerhalten ist und bloß eine kurzfristige Lösung ist." Man setze sich daher für den Ausbau des öffentlichen Verkehrswesens ein und setze auf eine Lösung, die sich Schritt für Schritt von den fossilen Energien abwendet und zu einer Energie- und Verkehrswende in Österreich führt.
Das BZÖ erwartet durch ein kilometerabhängiges Pendlergeld eine weitere "massive Ungerechtigkeit". Besserverdiener würden durch die Abschreibungsmöglichkeiten beim Jahresausgleich noch mehr profitieren, meint der geschäftsführende burgenländische BZÖ-Landesobmann Dieter Herist. (APA, 13.8.2012)
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Sorgen Sie doch dafür, dass es eine Bahnstrecke von Kittsee bis Güssing gibt, auf der zumindest halbstündlich ein Zug fährt und eine leistungsfähige Verbindung von Eisenstadt nach Wien und niemand muss mit dem eigenen Kfz. weiter als 20 km fahren.
Und für Geringverdiener sponsern Sie die ÖBB-Jahreskarte.
Das kommt billiger und bringt mehr.
ich fordere eine vollständige rückerstattung aller kosten die für pendler anfallen
desweiteren wohnbauförderung in höhe des gesamtes hauspreises
mineralölsteuer abschaffen wär auch gut
und am besten noch eine prämie für grundbesitzer pro gefälltem baum und m² asphaltierten boden
2001 war eine fläche von der grösse burgenlands in österreich zubetoniert/asphaltiert, 2011 wars so gross wie burgenland und wien. das ziel muss die vollkommene zerstörung von natürlichem lebensraum sein, am besten erreicht durch steuerliche förderung von falschem verhalten
6. Werden die tatsächl. Kosten angesetzt, verlieren zB. ArbeitnehmerInnen in Wien massiv, da anstatt dem Verkehrsabsetzbetrag (Steuerwirkung bei Anwendbarkeit immer 291) nur der Steuereffekt der Kosten der Jahreskarte (max. EUR 365/2 - bei Einkommen über 60.000) anfallen würde.
7. Natürlich ist ein Steuersystem denkbar, in dem der Umsatz (=Bruttogehalt) und nicht das Einkommen (=Bruttogehalt abzg. SV und Werbungskosten) zur Steuerberechnung herangezogen wird. Das ist aber noch schwieriger, halbwegs fair zu gestalten.
8. Den Staat geht es nix an, wo wer wohnt bzw. arbeitet. Noch dazu kann es (Jobwechsel, Umzug der Firma zB) durch nicht in der Macht der AN stehenden Umständen zu einer großen Enfernung zum Job kommen.
lg
Dimple
nix angeht, sollte er aber auch nicht dafür zahlen müssen.
In den seltensten Fällen zieht die Firma weg. Meist zieht der AN ins Grüne und die Allgemeinheit finanziert ihm den längeren Anfahrtsweg.
Gerne unterstütze ich AN, wo das Gegenteil der Fall ist, denn das ist bedeutend billiger, weil seltener. Und da kann er, wie Sie sagen, nix dafür.
Ich bleibe mal bei ArbeitnehmerInnen
1. Die Kosten für den Weg von und zum Arbeitsplatz müssen in dem österr. Steuersystem (es wird die Differenz zw. Einnahmen (Bruttolohn) und Kosten zum Erwerb und Erhalt der Einkunftsquelle (=Werbungskosten)besteuert) steuermindernd berücksichtigt werden.
2. Dies geschieht bei allen ArbeitnehmerInnen pauschal durch den Verkehrsabsetzbetrag.
3. Haben ArbeitnehmerInnen höhere Aufwendungen, weil die Anfahrt länger ist, geschieht Pkt. 1 pauschal durch die Pendlerpauschale.
4. Normalerweise steht nur die kl. Pendlerpauschale zu. Die Anforderungen (siehe LSt-RL RZ. 249ff) für die gr. PP sind relativ strikt.
5. Fällt die PP (und der Verkehrsabsetzbetrag), so sind die tatsächlichen Kosten ansetzbar.
am besten alle burgenländischen zugstrecken einstellen, damit noch mehr mit dem auto gefahren wird.
vom südburgenland nach graz dauerts mit dem zug doppelt so lange wie mit dem auto, na wer wird da freiwillig mit dem dschungelexpress herumtschuckeln?
Heimarbeitsplätze und berufsbedingte Umzüge zu fördern.
Dies könnte via Abschaffung von Kleingemeindeförderung, Pendlerpauschale etc. finanziert werden und dennoch viel mehr für die Leute bringen.
Denn wenn Kosten garnicht ANFALLEN ist dies auf jeden Fall effizienter, als die Kosten aus (vorher ohnehin einkassierten) Steuern bezahlt zu bekommen.
Häuser kann man an einem Ort verkaufen und anderen Orts erwerben.
Was Sie vermutlich meinen ist, dass Wohnraum umso billiger wird, je weiter er von Ballungsräumen entfernt liegt, und dass deshalb Leute, die in Ballungsräume ziehen ziemlich tief in die Tasche greifen müssen.
Aber gerade dieser Sachverhalt macht es DOPPELT ungerecht, dass Pendeln gefördert wird, während Umziehen zum Wegfall der Steuererleichterung führt.
Pendler: genau das Gegenteil soll passieren. Ist es ein ökologischer Irrsinn die zu fördern, die weite Strecken fahren müssen, um zur Arbeit zu kommen. Komplett streichen, die Pendlerpauschale. Für mich ist das mehr gerecht. Also alles relativ. Und: klar, dass dem Niessl die Muffen geht mit dem Burgenland. Er soll sich bemühen, Arbeitsplätze Vor-Ort zu schaffen, anstelle sich auf sinnloses ein zu schiessen.
Produktionsstandorte werden vor allem da gebaut, wo zahlreiche positive Faktoren aufeinandertreffen. Zum einen gute Anbindung an bestehende Infrastruktur, seien es Häfen, Flughäfen, Bahnhöfe, Autobahnen. Dann natürlich die Anzahl an Fachkräften, so wie einen großen MA Stock, der nicht extra in einer Gegend angesiedelt werden muss. Dann noch Anbindung an das Netz, in ausreichend hoher Geschwindigkeit, und Zugang zu Einrichtungen die nötiges Fachwissen beisteuern können - F&E.
Was davon gäbe es im Burgenland, um eine Firma dazu zu bewegen, sich dort anzusiedeln? Und ich denke, Sie sprechen gerade von solchen großen Firmen, die auch entsprechende Anreize des Auspendelns nehmen - und eine Region beleben. Oder täusche ich mich da? :)
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