Kanadische Mounties reiten sich immer tiefer in die Krise

Kanadas nationale Polizei in diverse Sex-and-Crime-Skandale verwickelt

Vancouver - Der Polizeibeamte trägt nichts außer Schnürstiefeln, einen Schnurrbart und ein bisschen Leder. Er hält eine schreiende Frau an einem Hundehalsband fest und beschreibt sich als "dominant". Jemand entdeckt die Fotos auf einer Internetseite für Sado-Masochisten und schickt sie heimlich an die kanadische Zeitung The Vancouver Sun. Die findet heraus, wer der Sexfetischist ist: ein Korporal der bereits krisengeschüttelten kanadischen Polizei RCMP (Royal Canadian Mounted Police).

Es ist der jüngste in einer langen Reihe von Skandalen bei den "Mounties" . Der Beamte mit der S&M-Neigung spielte eine kleine, aber wichtige Rolle in den Ermittlungen gegen den Serienmörder Robert Pickton, der Prostituierte bestialisch auf seiner Schweinefarm in der Nähe von Vancouver folterte und ermordete. Am selben Tag, als die Sadomaso-Geschichte bekanntwurde, klagte eine Polizeibeamtin gegen die RCMP vor Gericht wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Hunderte von Polizistinnen treten mit solchen Vorwürfen aus dem Schatten.

Old Boys Club

Vielen Kanadiern erscheint die RCMP als Old Boys Club, der viel zu lange ohne Kontrolle wirken konnte. Eine vom kanadischen Parlament geschaffene Kommission hat wenig Befugnisse, ihre Empfehlungen müssen von der RCMP nicht befolgt werden. Seit acht Monaten haben die Mounties einen neuen Kommandanten aus den eigenen Reihen, den ehemaligen Militärpiloten Bob Paulson, der mit eisernem Besen aufräumen will. Paulson gab zu, dass es zu viele Mounties gebe, die glaubten, ihre Autorität gebe ihnen das Recht zum Machtmissbrauch.

"Ich sehe nicht, wie die RCMP in ihrem jetzigen Zustand überleben kann", sagt Linda Duxbury, Professorin an der Carleton-Universität in Ottawa. Aber sie glaubt, dass ein Kommandant, der Klartext redet, der RCMP helfen könne, Jahre des Lavierens zu überwinden. (bca/DER STANDARD, 13.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 34
1 2
Lernen von der BDSM-Community

Ich hab' keine Ahnung, ob das jetzt ein guter oder ein böser BDSMler war, aber ganz grundsätzlich hat die Szene Verhaltenscodes.

1. Sind die pot. Spieler freiwillig da und wollen sie das Vereinbarte?
2. Kennen sie die Risiken?
3. Was sind die Grenzen und Wünsche beider sowie die Safewords?
4. Keine Diskriminierung und Beschimpfung, außer abgesprochen.
5. Jeder hat alle anderen Teilnehmer ernst zu nehmen, zu respektieren und auf sie zu achten.
6. Nachfragen auch zwischendurch sind selbstverständlich.

Naja, zu sehr geh ich jetzt nicht ins Detail, aber man redet darüber, bevor man etwas macht. Nichts ist selbstverständlich. Bei "Normalos" schon eher.

(Gute) Dominante BDSMler dürften also eher zu Verantwortung neigen. Find ich ganz schlimm.

Männer, richtige Männer sind bei den Mounties...

Hat man ja schon bei Monthy Python gesehen
- ich bin Holzfäller und mir gehts gut ......

Steht dem einzelnen Menschen nicht mehr frei seine sexuellen Vorlieben auszuleben?
Als nächstes werden Homosexuelle gejagt, denn das Prinzip dabei ist ja das selbe, alles was von der Norm abweicht ist gleich ein Skandal.

Es stand dem Christen noch nie eine eigene Sexualität zu.

im prinzip ja, aber es gibt doch grenzen. wie würden sie über einen pfarrer denken der das tut? oder eine volkschullehrerin?

man muß vor allem das berufliche und private strikt trennen.

wird hier das berufliche und das private getrennt von den medien? sieht nicht so aus.

Den Pfarrer würde ich kritisieren da er offenbar heuchlerisch ist. Eine Volksschullehrerin o.ä. kann in ihrer Freizeit machen was sie möchte.
Der oben beschuldigte Korporal hat das eh privat gemacht, so what?

Ich bin so aufgeschlossen das ich einer Volksschullehrerin erlaube in ihrer Freizeit einen Fetisch zu haben, oder sogar homosexuell zu sein.
Sie scheinen ein Problem damit zu haben was jemand privat macht.

nicht unbedingt. was jemand privat macht, kann mir wurscht, und muss auch dem staat wurscht sein.

wenn ich aber davon weiss, würde ich ihm allerdings -und das kommt auf den fetisch an- vielleicht meine kinder nimmer anvertrauen, weil ich sie eben anders erziehen will. das geht aber nicht nur in richtung moral und ethik, die ja durchaus für jeden anders sein kann. ich würde zum beispiel nicht wollen, dass meine kinder von einem veganer oder einem kommunisten beeinflußt werden.

ich würde aber nicht nachstierln, ob die lehrerin vieleicht veganerin ist. deshalb ist es natürlich fragwürdig, wenn wer seine perser-fotos mit gesicht und allem ins netz stellt. da muss er schon damit rechnen, dass alle welt irgendwann draufkommt.

Gehe einmal davon aus, dass mindestens 10 % der Lehrer und Erzieher Sexualität ausüben vor der du schreiend davon laufen würdest.
Nur weiß du es eben nicht.
Deshalb sind die keine besseren oder schlechteren Lehrer als alle anderen.
Du redest Quatsch.

Und von wie vielen wissen Sie, ob sie nicht eine Vorliebe für Sexuelles haben?

Grundsätzlich ja. Und diese Uniform, bzw. eben nur Teile davon... da gibt es noch mehr davon und zu noch heikleren Themen.
Das Thema ist der Missbrauch. Wenn sowieso schon alles nach Missbrauch stinkt, dann wird das öffentlich in automatisch in diese Richtung geschoben.
Es ist eine Frage des Verstandes, was an einvernehmlichem Sex, so es einer war, veröffentlicht wird. Und der hat hier offenbar gefehlt, aber gründlich.

steht ihm frei, solange er nicht dabei seine dienstkleidung trägt, und bilder davon ins internet stellt, würde ich sagen.

Das Hundehalsband könnte doch Dienstkleidung sein, denn "ein bisschen" Leder" "Schürstiefel" und "Schnurrbart" können es doch sicher nicht sein?

ich hab mir halt vorgestellt, er hätte auch seinen hut getragen.
im bericht steht davon nichts, stimmt!
;-)

Das kann passieren. :-)

...ein bisschen Leder wird kaum seine Dienstkleidung sein ;)

Schnurrbart und Leder sind Dienstbekleidung ??

Das nächste Mal , wenn ich in Kanada bin, muß ich aufpassen, daß mir das nicht entgeht !

"Sexfetischist"

SEXFETISCHIST

ICH MAG SEX

ICH BIN SO PERVERS

wird noch ein artikel nachgereicht worin bei dem ganzen der skandal besteht?

oder wars das schon.

Naja, sexuelle Belästigung ist schon eine Story wert.

Das Sexualleben eines Mounties aber nicht, es sei denn, die Frau am Bild war unfreiwillig dabei :(

eventuell

Am selben Tag,
klagte eine Polizeibeamtin gegen die RCMP vor Gericht wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
Hunderte von Polizistinnen
treten mit solchen Vorwürfen aus dem Schatten.

Posting 1 bis 25 von 34
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.