Was von Occupy bleibt

12. August 2012, 17:32

David Graeber: "Inside Occupy"

Zurzeit räumt die Occupy-Bewegung ihre Zelte vor den Finanzinstituten in New York und Frankfurt - häufig mit tatkräftiger Unterstützung von Polizisten. Gleichzeitig hofft die Gruppe, dass die Diskussion, die die Bewegung angestoßen hat, nicht ganz abreißen wird.

Dieses Buch ist einer der Versuche, die Occupy-Bewegung nicht ganz in der Versenkung verschwinden zu lassen - wobei nach Lektüre fraglich ist, ob dies gelingen wird.

David Graeber ist bekannt durch sein epochales Werk Schulden. Die ersten 5000 Jahre. Er ist ein US-Kulturanthropologe und bekennender Anarchist. In Inside Occupy erzählt er, wie es zur Occupy-Bewegung kam und wie ihm der geniale Begriff "Wir sind die 99 Prozent" (gegenüber dem einen Prozent, das die Finanzmittel und damit die Mach hält) einfiel.

Leider kommt das Buch über eine gewisse Leblosigkeit nicht hinweg. Auch gibt Graeber in den 200 Seiten keinen Einblick in die Denkschule der Occupisten. Nicht einmal die Kritik am bestehenden System ist besonders pointiert. Und schon gar nicht kommt es zu halbwegs stringenten Gegenentwürfen.

Es dürfte der Anarchismus Graebers sein, an dem es hakt. Dieser, meint der Autor ganz richtig, kann als politisches System nur in kleinen Gruppen gelebt werden. Schon die repräsentative Demokratie mit ihrem Konsensprinzip sei nur ein Verwaltungshaufen mit vielen Reibungsverlusten. Wie sich die Occupy-Bewegung die ideale Gesellschaft vorstellt, wird in dem Buch nicht klar. Auch nicht der Weg dorthin. (ruz, DER STANDARD, 13.8.2012)

David Graeber: "Inside Occupy". Campus 2012, 15,50

ein buch über nichts. na interessant.

Occupy shall join the R3VOLUTION

it's the only way. Fight for Liberty.

david graeber kämpft für das BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN für alle.

wer sich auskennt, weiss, dass es kein stringenteres konzept für die entmachtung der FI gibt, der satz

"Und schon gar nicht kommt es zu halbwegs stringenten Gegenentwürfen", zeigt, dass der autor dieses artikels entweder keine ahnung hat oder haben darf, denn im standard ist jede informierende oder erläuternde behandeung des BGE verboten, ein beispiel für die mediendiktatur der FI.

die 99er sind jung, und die jungen holen sich ihre informationen aus dem internet. deshalb kämpfen die von ihnen inspirierten neuen BGE-parteien (piraten, schweizer sozialisten, die grünparteien von USA, CAN, GB, NL, B, die griechische SYRIZA, u.a.m.) auch für die freiheit des internets.

sogar der standard erlaubt (noch?) BGE-information online.

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