Präsident Hollande sackt in Umfragen ab

Zustimmung nur noch bei 46 Prozent

Paris - Kaum drei Monate im Amt, muss Frankreichs Staatspräsident François Hollande in Umfragen erstmals empfindliche Einbußen zur Kenntnis nehmen. Hatte der Sozialist am 6. Mai noch knapp 52 Prozent der Stimmen in der Stichwahl gegen den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy erhalten, liegt seine Zustimmungsrate gemäß einer am Wochenende veröffentlichten Ifop-Umfrage knapp sechs Punkte niedriger, bei 46 Prozent. Sarkozy hatte hingegen 2007 nach seinem Wahlsieg zunächst um zwölf Prozentpunkte auf 65 zulegen können und war erst später "abgestürzt".

Als Gründe für Hollandes Werte nennt Jérôme Fourquet vom Ifop-Institut die schlechte Wirtschaftslage und düstere Aussichten. Mehr als die Hälfte der Franzosen meint demnach, es gehe bergab. Nur 17 Prozent erwarten eine Wendung zum Besseren.

Frankreich leidet unter einer Arbeitslosigkeit von zehn Prozent - der höchsten seit 13 Jahren. Die Wirtschaft droht in eine Rezession abzugleiten. Hollande muss ein Budgetloch von rund 33 Milliarden Euro stopfen. (Reuters, DER STANDARD, 13.8.2012)

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