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Rom - Wegen der Unsicherheit um die Zukunft des Krisenlands nimmt die Kapitalflucht aus Italien zu. Seit Anfang 2012 hat die italienische Steuerpolizei 41 Mio. Euro bei verstärkten Kontrollen an den Grenzübergängen, auf Flughäfen und Häfen beschlagnahmt, das sind 78 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011. Konfisziert wurden nicht nur Bargeld und Wertpapiere, sondern auch Edelmetalle, vor allem Gold und Silber, teilte die Steuerpolizei mit.
Bei Kontrollen auf dem römischen Flughafen Fiumicino entdeckte die Polizei eine chinesische Unternehmerin, die in ihrem Koffer fast 100.000 Euro versteckt hatte. Ein weiterer Chinese hatte in einer Zigarettenstange in seinem Koffer insgesamt 200.000 Euro untergebracht. Ein Italiener mit geschäftlichen Beziehungen zu Äthiopien trug in seinem Koffer 122.000 Euro.
Am italo-schweizerischen Grenzübergang von Ponte Chiasso wurde ein Italiener erwischt, der unter dem Sitz seines Autos 50 Kilo Gold versteckt hatte. Auf dem Mailänder Flughafen Malpensa wurden Spürhunde eingesetzt, die verstecktes Geld finden können.
Nach Angaben der italienischen Notenbank sind 300 Milliarden Euro in den letzten zweieinhalb Jahren von Italien ins Ausland geströmt. Ein Großteil der 66 Milliarden Euro, die mit einer großen Steueramnestie 2009 nach Italien zurückgekehrt waren, sind längst wieder im Ausland, behaupten Finanzexperten. Die Ungewissheit der Zukunft Italiens, das Schreckgespenst einer Rückkehr zur Lira und der Einführung einer Reichensteuer, die das Vermögen der Wohlhabenden belasten könnte, treibe immer mehr Italiener in die Schweiz.
Inzwischen drücken Italien und die Schweiz auf das Gaspedal, um bei den Verhandlungen um ein Steuerabkommen zwischen den beiden Nachbarländern zu einer Einigung zu gelangen. Bilaterale Arbeitsgruppen verhandeln auf Hochtouren. Ziel ist, dass das Abkommen bis November unterzeichnet wird, berichteten italienische Meiden. Damit will das Kabinett in Rom das von Italienern illegal in die Schweiz geführte Kapital besteuern. Wie im Fall Deutschlands und Österreichs sollen die auf Konten in der Schweiz gehorteten Schwarzgelder voraussichtlich einmalig pauschal besteuert werden. (APA, 12.8.2012)
Die Regierung nimmt drei Milliarden Euro für Infrastrukturinvestitionen in die Hand und will für niedrigere Stromrechnungen sorgen
Der Schuldenberg wächst und wächst, die Regierung arbeitet an einem Maßnahmenpaket zur Förderung des Wachstums
13.300 Stellen wurden im vergangenen Jahr gestrichen
Die Industrie will nun von der Regierung ein Maßnahmen-Programm
Der erste Job könnte steuerlich begünstigt werden. Zudem wirbt der deutsche Finanzminister um junge Arbeitskräfte aus Südeuropa
Italien könne es sich nicht leisten, auf die bereits beschlossene Immobiliensteuer zu verzichten, sagt der Ökonom Tito Boeri
Italiens neuer Finanzminister Fabrizio Saccomanni
Italiens Industrieminister will den Stabilitätspakt neu verhandeln und Investitionen aus den Defizitzielen rausrechnen
Länder wie Italien oder Frankreich, die sich am lautesten als Kritiker der Austeritätspolitik hervortun, haben ihre eigenen Möglichkeiten längst nicht ausgeschöpft
Reichesteuer gut und schön. In Zeiten grenzenlosen Kapitalverkehrs, wird sich Kapital immer dort ansammeln, wo es am günstigsten ist.
Für das teure Kapitalland bleibt dann nur Kleingeld über, dass weniger Steuern bringt.
Also, entweder: koordinierte (globale) "Reichensteuern" oder Kapitalflucht die am Schluss eben auch ein Kapitalloch ins Budget reisst.
Ein Land baucht eben mehr Millionäre nicht weniger.
www.anleitung-zum-reichtum.com
Reichesteuer gut und schön. In Zeiten grenzenlosen Kapitalverkehrs, wird sich Kapital immer dort ansammeln, wo es am günstigsten ist.
Für das teure Kapitalland bleibt dann nur Kleingeld über, dass weniger Steuern bringt.
Also, entweder: koordinierte (globale) "Reichensteuern" oder Kapitalflucht die am Schluss eben auch ein Kapitalloch ins Budget reisst.
Ein Land baucht eben mehr Millionäre nicht weniger.
www.anleitung-zum-reichtum.com
Im nächsten Jahr wählen die Italiener. Der Reformprozess dürfte dadurch ins Stocken kommen.
Die Kapitalflucht setzt jetzt schon ein. 300 Mrd. sind zwar nicht viel, doch ist das erst der Anfang. Die großen Banken werden folgen. Noch warten diese auf die EZB und den ESM um ihre Anleihen zu einem günstigen Kurs abzugeben.
... solche Probleme würde man ohne Euro gar nicht kennen!
Logisch dass eine Wirtschaft in die Knie geht, wenn man es den Reichen so leicht macht Steuern und Verantwortung zu umgehen.
Der freie Kapitalverkehr (Grundfreiheit der EU) macht die Reichen reicher und die Armen ärmer. Er verschärft die Probleme weltweit!
Kann mir jemand erklären, warum Italien politisch und wirtschaftlich am Boden ist?
Ich meine, dass Berluskoni mit seiner Forza Italia und seinem Wirtschaftsverständnis eine Vorbildwirkung auf unsere Konservativen Kräfte ausübte?
Laufen wir Gefahr, dass über "Ausgliederungen" usw., rechte Politik in Österreich ein ähnliches Desaster vorbereitet?
Zum Wohle des Euro und siner Nomenklatura müssen wir unsere Bürger etwas einsperren und die Parlamente an die Kantarre nehmen. Monti geh voran.
Feinde wie die Schweitz sind kriminell (Gabriel SPD) weil sie nur 35 % Steuern kassieren und der Staatsappart dem Geld dort auskommen anstatt sih noch mit Mrd für Bonzen und Korruption zu verschulden.
(Versteht sich dass eine morderne sozialistisch aufgeklärte EU-Partei damit nichts anfangen kann)
Für die Reichen gilt ja in der EU und vielen WTO Staaten der (steuer- und kontroll)freie Kapitalverkehr.
Billionen werden sekündlich international verschoben um Spekulationsgewinne zu lukreieren, während den Wirtschaften dieser Länder die Investoren fehlen.
den EU-Binnenmarkt usw. betrifft, ist die Schweiz längst dabei.
Das einzige was sie noch haben, ist ein ein wenig größeres Bankgeheimnis - das von der EU aber auch seit Jahren torpediert wird.
Geld darf auch unlimitiert, wie ich glaube, in die Schweiz gebracht werden. Nur halt nicht im Koffer - weil es dann als wahrscheinliches Schwarzgeld gesehen wird.
So wie man bei uns größere Beträge, etwa beim Juwelier, meines Wissens nicht mehr in bar zahlen darf.
Diese Abgezockten sind die Einzigen, die eventuell noch einen Widerstand gegen die Politik der Superreichen und Banken finanzieren können. Die müssen unbedingt abkassiert werden. Geld darf sich unkontrolliert nur mehr zentral in den Händen einer winzigen Nomenklatura befinden. Alle anderen haben die Unterhosen auszuziehen und vor den Bütteln zu paradieren.
welche Lächerlichkeit. Die Schweiz wird bald den Frankenkurs nicht mehr derbändigen. Dann wird "man" wohl auch irgendwie "helfen" müssen. Dieser Pfahl im Fleisch gehört ohnehin weg. Das Kapital ist aber wahrscheinlich schneller, aber die Schweiz ist dann nicht mehr die Schweiz. L.
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