Immer mehr Italiener ziehen ihr Kapital ab

12. August 2012, 10:34

Seit Jahresanfang beschlagnahmte die italienische Steuerpolizei Wertpapiere, Gold und Silber im Wert von 41 Millionen

Rom - Wegen der Unsicherheit um die Zukunft des Krisenlands nimmt die Kapitalflucht aus Italien zu. Seit Anfang 2012 hat die italienische Steuerpolizei 41 Mio. Euro bei verstärkten Kontrollen an den Grenzübergängen, auf Flughäfen und Häfen beschlagnahmt, das sind 78 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011. Konfisziert wurden nicht nur Bargeld und Wertpapiere, sondern auch Edelmetalle, vor allem Gold und Silber, teilte die Steuerpolizei mit.

Bei Kontrollen auf dem römischen Flughafen Fiumicino entdeckte die Polizei eine chinesische Unternehmerin, die in ihrem Koffer fast 100.000 Euro versteckt hatte. Ein weiterer Chinese hatte in einer Zigarettenstange in seinem Koffer insgesamt 200.000 Euro untergebracht. Ein Italiener mit geschäftlichen Beziehungen zu Äthiopien trug in seinem Koffer 122.000 Euro.

Am italo-schweizerischen Grenzübergang von Ponte Chiasso wurde ein Italiener erwischt, der unter dem Sitz seines Autos 50 Kilo Gold versteckt hatte. Auf dem Mailänder Flughafen Malpensa wurden Spürhunde eingesetzt, die verstecktes Geld finden können.

Reichensteuer

Nach Angaben der italienischen Notenbank sind 300 Milliarden Euro in den letzten zweieinhalb Jahren von Italien ins Ausland geströmt. Ein Großteil der 66 Milliarden Euro, die mit einer großen Steueramnestie 2009 nach Italien zurückgekehrt waren, sind längst wieder im Ausland, behaupten Finanzexperten. Die Ungewissheit der Zukunft Italiens, das Schreckgespenst einer Rückkehr zur Lira und der Einführung einer Reichensteuer, die das Vermögen der Wohlhabenden belasten könnte, treibe immer mehr Italiener in die Schweiz.

Inzwischen drücken Italien und die Schweiz auf das Gaspedal, um bei den Verhandlungen um ein Steuerabkommen zwischen den beiden Nachbarländern zu einer Einigung zu gelangen. Bilaterale Arbeitsgruppen verhandeln auf Hochtouren. Ziel ist, dass das Abkommen bis November unterzeichnet wird, berichteten italienische Meiden. Damit will das Kabinett in Rom das von Italienern illegal in die Schweiz geführte Kapital besteuern. Wie im Fall Deutschlands und Österreichs sollen die auf Konten in der Schweiz gehorteten Schwarzgelder voraussichtlich einmalig pauschal besteuert werden. (APA, 12.8.2012)

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Mehr Millionäre braucht das Land

Reichesteuer gut und schön. In Zeiten grenzenlosen Kapitalverkehrs, wird sich Kapital immer dort ansammeln, wo es am günstigsten ist.

Für das teure Kapitalland bleibt dann nur Kleingeld über, dass weniger Steuern bringt.

Also, entweder: koordinierte (globale) "Reichensteuern" oder Kapitalflucht die am Schluss eben auch ein Kapitalloch ins Budget reisst.

Ein Land baucht eben mehr Millionäre nicht weniger.

www.anleitung-zum-reichtum.com

Jedes Land braucht mehr Millionäre

Reichesteuer gut und schön. In Zeiten grenzenlosen Kapitalverkehrs, wird sich Kapital immer dort ansammeln, wo es am günstigsten ist.

Für das teure Kapitalland bleibt dann nur Kleingeld über, dass weniger Steuern bringt.

Also, entweder: koordinierte (globale) "Reichensteuern" oder Kapitalflucht die am Schluss eben auch ein Kapitalloch ins Budget reisst.

Ein Land baucht eben mehr Millionäre nicht weniger.

www.anleitung-zum-reichtum.com

Der Mob berlangt seinen Anteil

Allen voran die underachiever hier

Defizit-Warnung in Italien

Italien wird sich nach den Worten von Finanzminister Vittorio Grilli wegen der Rezession in diesem Jahr stärker verschulden müssen als geplant.

http://bit.ly/PdMPbd

Nun ist Italien an der Reihe.

Im nächsten Jahr wählen die Italiener. Der Reformprozess dürfte dadurch ins Stocken kommen.

Die Kapitalflucht setzt jetzt schon ein. 300 Mrd. sind zwar nicht viel, doch ist das erst der Anfang. Die großen Banken werden folgen. Noch warten diese auf die EZB und den ESM um ihre Anleihen zu einem günstigen Kurs abzugeben.

Echte Patrioten eben diese Reichen.

was soll denn so patriotisch daran sein, unfähige bürokraten zu finanzieren?

Dieses Geplärre erinnert mich an Reichsfluchtsteuer und ähnlichen Wahnsinn...

300 Milliarden Fluchtkapital in 2 1/2 Jahren ...

... solche Probleme würde man ohne Euro gar nicht kennen!

Logisch dass eine Wirtschaft in die Knie geht, wenn man es den Reichen so leicht macht Steuern und Verantwortung zu umgehen.

Der freie Kapitalverkehr (Grundfreiheit der EU) macht die Reichen reicher und die Armen ärmer. Er verschärft die Probleme weltweit!

Immer mehr Italiener ziehen ihr Kapital ab?

Kann mir jemand erklären, warum Italien politisch und wirtschaftlich am Boden ist?

Ich meine, dass Berluskoni mit seiner Forza Italia und seinem Wirtschaftsverständnis eine Vorbildwirkung auf unsere Konservativen Kräfte ausübte?

Laufen wir Gefahr, dass über "Ausgliederungen" usw., rechte Politik in Österreich ein ähnliches Desaster vorbereitet?

Der Moloch will unser Geld ...

... dabei ist es ihm vollkommen egal, ob es legal oder illegal erworben wurde. Er verlangt es dann einfach mit anderen Argumenten.
Und wir sehen das Offensichtliche nicht.

Bauen wir doch eine Mauer

Zum Wohle des Euro und siner Nomenklatura müssen wir unsere Bürger etwas einsperren und die Parlamente an die Kantarre nehmen. Monti geh voran.

Feinde wie die Schweitz sind kriminell (Gabriel SPD) weil sie nur 35 % Steuern kassieren und der Staatsappart dem Geld dort auskommen anstatt sih noch mit Mrd für Bonzen und Korruption zu verschulden.

(Versteht sich dass eine morderne sozialistisch aufgeklärte EU-Partei damit nichts anfangen kann)

Schweiz und Kandare

"Bei Kontrollen auf dem römischen Flughafen Fiumicino ..."

Eigentlich arme Leut, dies da erwischt hat...

Das ist doch lächerlich ...

Wieviel Kapital haben Österreicher ins Ausland verlagert, um dieses vor der Steuer zu verstecken? 41 Mio EUR bei einem BIP von 1,5 Trillionen EUR. Billige Schlagzeile ...

wow, seit wann ist italiens bip 100 mal so groß wie der von den USA?

Stimmt!

Für die Reichen gilt ja in der EU und vielen WTO Staaten der (steuer- und kontroll)freie Kapitalverkehr.

Billionen werden sekündlich international verschoben um Spekulationsgewinne zu lukreieren, während den Wirtschaften dieser Länder die Investoren fehlen.

also ich hab im Bericht von 300 Mrd. gelesen. Und das empfinde ich als richtig viel!

Interessant wäre ja, nur mal so laut gedacht, was passieren würde, wenn die Schweiz über Nacht der EU und dem Euro beitritt?

Herrlich. Wievielen Millionären da in der Früh bei der Morgenzeitung die Kaffeetasse aus der Hand fällt ;-))

Gerade was die Wirtschaft, den freien Zahlungsverkehr

den EU-Binnenmarkt usw. betrifft, ist die Schweiz längst dabei.
Das einzige was sie noch haben, ist ein ein wenig größeres Bankgeheimnis - das von der EU aber auch seit Jahren torpediert wird.
Geld darf auch unlimitiert, wie ich glaube, in die Schweiz gebracht werden. Nur halt nicht im Koffer - weil es dann als wahrscheinliches Schwarzgeld gesehen wird.
So wie man bei uns größere Beträge, etwa beim Juwelier, meines Wissens nicht mehr in bar zahlen darf.

Dann wandert das kapital halt ab .... Nach singapur, guernsey, delaware, cayman , bvi etc etc ....

Die schweiz arbeitet hier mittlerweile an einer weissgeld strategie, nur manche cheeizer banken noch nicht (siehe ubs vorwürfe ;)

Ich fürchte nicht!

Auch Ö. hat ein Bankgeheimnis und genau damit verschwinden in der EU Billionen an Steuern.

Grenzkontrollen ?

Nicht für illegale Einwanderer, aber die eigenen Bürger werden ausgesackelt.

Das sind nicht die Superreichen, die den willigen Politikern die Bank- und Währungspolitik vorschreiben.

Diese Abgezockten sind die Einzigen, die eventuell noch einen Widerstand gegen die Politik der Superreichen und Banken finanzieren können. Die müssen unbedingt abkassiert werden. Geld darf sich unkontrolliert nur mehr zentral in den Händen einer winzigen Nomenklatura befinden. Alle anderen haben die Unterhosen auszuziehen und vor den Bütteln zu paradieren.

41 Millionen,

welche Lächerlichkeit. Die Schweiz wird bald den Frankenkurs nicht mehr derbändigen. Dann wird "man" wohl auch irgendwie "helfen" müssen. Dieser Pfahl im Fleisch gehört ohnehin weg. Das Kapital ist aber wahrscheinlich schneller, aber die Schweiz ist dann nicht mehr die Schweiz. L.

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