Beck bringt Album ohne DRM und ohne Zores

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Bei seinem nächsten Album spart sich Beck Zores mit illegalen Kopien. Die Fans müssen nämlich selbst singen und spielen.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird der US-Sänger Beck sein neues Album herausbringen. Es heißt "Beck Hansen's Song Reader" und kommt ohne Digital Restriction Management (DRM) aus. Angst vor brandschatzenden Horden von Raubkopierern hat Beck trotzdem nicht: Denn wer Becks Musik hören möchte, muss schon selbst aktiv werden.

Denn Beck war gar nicht im Aufnahmestudio, auch andere Musiker hat er nicht darangelassen. Sein Album enthält statt 20 Aufnahme 20 aufwändig gestaltete Broschüren mit Musiknoten und Bildern. 18 der 20 umfassen auch den jeweiligen Text, zwei Kompositionen kommen ohne aus. Die insgesamt 108 Seiten umfassen auch eine Einleitung und ein Vorwort.

Selbst ist der Beck

Wer Lieder spielen möchte wird keine Vorgabe in Form einer "Originalversion" finden. Daher wird das Experiment vielleicht auch zeigen, wie unterschiedlich ganz neue, nicht "vorbelastete" Songs interpretiert werden können. Herausgeber McSweeney wird auf einer eigenen Webpage Aufnahmen von Freunden und Fans sammeln.

Einen Verkaufspreis für den "Song Reader" hat das Unternehmen noch nicht genannt; aber die Betonung der aufwändigen Gestaltung und die von anderen Künstlern gestalteten Bilder lassen auf einen Preispunkt im Premium-Segment schließen. (dajs, derStandard.at, 12.08.2012)

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