Frank Stronach wird Spitzenkandidat seiner Partei

Milliardär will bei Nationalratswahl zehn Prozent schaffen

Wien - Der Industrielle Frank Stronach gründet nicht nur seine eigene Partei, sondern wird auch dessen Spitzenkandidat. Das hat der Austro-Kanadier im Interview mit der "Presse" (Sonntagsausgabe) mitgeteilt. Weitere Namen von "vielen" Mitstreitern - Prominente von "mehreren" Parteien, wie er meinte - werde er aber wie angekündigt erst Ende September bekanntgeben. Bei der Nationalratswahl im Herbst 2013 will Stronach zehn Prozent schaffen. Seine Partei werde er wie "im Management" führen, mit einem Vorstand, einem Aufsichtsrat und einem "Ehrenkodex-Komitee". "Die Grundphilosophie der Partei ist Wahrheit, Transparenz und Fairness", wird Stronach zitiert.

Nach der Wahl will der Magna-Gründer keine Kompromisse eingehen. Einer Koalition werde er nur zustimmen, "wenn die Werte übernommen werden und unser Programm akzeptiert wird". Zu diesem zählt offenbar ein einfacheres Steuersystem und mehr Effizienz in allen Bereichen der Verwaltung. Einmal mehr unterstrich Stronach seine Ablehnung gegenüber dem permanenten Euro-Rettungsschirm (ESM) und plädierte für einen Austritt aus dem Euro. "Je früher Österreich aus dem Euro aussteigt, umso besser ist es für die österreichischen Menschen", so Stronach. (APA, 11.8.2012)

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