SPÖ schließt Koalition mit FPK aus

Rote wollen nach der Wahl Führungsanspruch stellen

Wien/Klagenfurt - Eine klare Absage hat der Kärntner SPÖ-Chef Peter Kaiser einer Koalition mit der FPK unter derzeitiger Führung erteilt. Im momentanen Zustand und unter der Führung von Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Parteichef Kurt Scheuch sage er zu einer möglichen Koalition nach der Wahl "dezidiert nein", hielt Kaiser am Samstag in der ORF-Reihe "Im Journal zu Gast" fest. "Ich möchte niemanden als ehemaligen Wähler der FPK (..) vor den Kopf stoßen, aber die politische Führungsriege der FPK ist für mich kein Koalitionspartner."

Nach der Wahl - der SPÖ wird in den jüngsten Umfragen Platz eins prognostiziert - wird seine Partei den Führungsanspruch stellen, sagte Kaiser. Man wolle dabei mit all jenen zusammenarbeiten, die bereit seien, "in Kärnten diesen Schutt und Trümmer, die es jetzt gibt", wegzuräumen und "Schritt für Schritt" an einer neuen Zukunft für das Land zu arbeiten.

Als Partner dafür kämen Grüne und ÖVP infrage. Dörfler und Kurt Scheuch "erscheinen mir dafür nicht geeignet", so der rote Parteichef, sonst würden diese jetzt nicht mit aller Macht daran arbeiten, einen Neustart für Kärnten zu verhindern - "in Wirklichkeit nur um 100 Tage länger an der Macht zu bleiben". (APA, 11.8.2012)

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