Unterirdischer Geheimgang aus dem 12. Jahrhundert entdeckt

10. August 2012, 18:46
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    foto: apa/landesverein für höhlenkunde oö/erhard fritsch

Erdstall blieb unvollendet, weil er in ungünstigen Boden gegraben worden war

Linz - In Oberösterreich ist neuerlich ein mittelalterlicher Geheimgang, ein sogenannter Erdstall, entdeckt worden. Er wurde vermutlich im 12. Jahrhundert angelegt und dürfte als Versteck vor Räuberbanden gedient haben. Als einziger der bisher bekannten blieb er jedoch unvollendet, wie der Landesverein für Höhlenkunde bekanntgab.

Der Erdstall ist bei Aushubarbeiten in Steinerberg in der Gemeinde Altenfelden im Bezirk Rohrbach gefunden worden, als der Bagger in etwa eineinhalb Metern Tiefe einen Hohlraum anschnitt. Er beginnt in einer niedrigen Kammer und setzt sich in einer nur auf dem Bauch robbend zu passierenden Engstelle in einen Gang fort, der bald endet. Die Gesamtlänge beträgt sieben Meter.

Fehlschlag

Die unterirdische Anlage befindet sich nahe eines Bauernhofs. Er gehörte im Mittelalter zur Burg Steinerberg und versorgte deren Bewohner mit Lebensmitteln. Der Gang wurde aber nicht vollendet, weil die geologischen Bedingungen an dieser Stelle ungünstig sind - massiver Fels und verwitterter Granit wechseln sich ab - und deshalb Einsturzgefahr bestand.

In Oberösterreich sind noch 25 Erdställe zugänglich; insgesamt sind hunderte solcher Anlagen im gesamten nordöstlichen Alpenvorland bekannt. Vermutlich wurden sie als Zufluchtsorte angelegt, damit sich Frauen und Kinder vor herumziehenden Räuberbanden verstecken konnten. (APA/red, derStandard.at, 10. 8. 2012)

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11 Postings

es ist unklar wozu erdställe damals gut waren. hier zu schreiben er wurde als schutz vor räubern errichtet ist also nicht ganz richtig.
bevor ich in einen schmalen gang vor räubern fliehe die evtl mein haus anzünden oder das loch dann zuschütten sorge ich doch davor dass der erdstall einen 2. ausgang hat. das war aber nicht der fall.

Wobei mich auch die Frage beschäftigt: nachdem die Erdställe grundsätzlich keinen zweiten Ausgang hatten, woher weiß man, dass dieser unvollendet blieb?
:)

ich tippe auch auf hobbit-siedlungen

hobbits graben keine gänge. wenn dann ein zwergenschacht.

der ist gut, danke.

Längst verlegte belegte Brote

oder Tramezzini

http://tiny.cc/zh6viw

"Unterirdischer Geheimgang aus dem 12. Jahrhundert entdeckt"

Ein Zeittunnell!

Wurmloch?? ;-))))

Wär interessant gewesen, wie die Datierung erfolgte.

Mit Keramik ? Holzkohle ?

Neinnein: nahe des Eingangs ist eine Tafel angebracht, auf der steht:

Erbäüt unter ober=östrreychischen Lands fyrstlichen Gnaden Pyringkher anno domini vermuuthlichst MCXXXII.

Vielleicht

findet man in den Archiven noch passende Fragmente einer der berühmten Hüpferöffnungsreden seiner Gnaden.

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