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Oberpfaffenhofen - Drei Jahre nach seinem ersten Forschungserprobungsflug ist das deutsche Höhenforschungsflugzeug HALO bereit für seinen Einsatz im Dienst der Wissenschaft, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der umgebaute Business-Jet wird der Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung wesentlich mehr Möglichkeiten bieten als bisherige Forschungsflugzeuge.
Der zweistrahlige Jet kann auf eine Höhe von mehr als 15 Kilometern steigen und hat eine Reichweite von 8.000 Kilometern. Dies ermöglicht Forschungsmissionen in bisher nicht direkt erreichbaren Regionen über den Ozeanen oder an den Polen. Mit einer Nutzlast von bis zu drei Tonnen finden doppelt so viele wissenschaftliche Instrumente Platz wie im Vorgänger-Modell "Falcon", das bis in zehn Kilometer Höhe fliegt.
Für HALO ("High Altitude and Long Range Research Aircraft") gibt es bereits mehrere Dutzend Missionsvorschläge von wissenschaftlichen Einrichtungen aus aller Welt. Unter anderem soll es um die Oxidation von Schadstoffen in der Troposphäre in einer Höhe von zehn bis 15 Kilometern gehen. Dies soll Auswirkungen der Emissionen auf den Ozonhaushalt zeigen. Zudem soll der Einfluss des Luftverkehrs auf die Bildung von Eiswolken untersucht werden. Die Maschine, die bisher rund 70 Millionen Euro gekostet hat, ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen. (APA/red, derStandard.at, 10. 8. 2012)
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