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Kleine bunte Pillen: Begleiterscheinung der globalen Dancefloor-Kultur.
Basel - Mit der Rave-Kultur hat auch die Partydroge Ecstasy seit Ende der 80er Jahre einen weltweiten Siegeszug angetreten. Und auch wenn der Begriff "Ecstasy" auf eine Reihe unterschiedlicher Phenylethylamine angewandt wird, stand er ursprünglich für das Amphetaminderivat MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin). Dieses haben Schweizer Forscher näher untersucht und konnten dabei den Ruf der Droge, wie eine rosarote Brille zu wirken, bestätigen: Wie die Universität Basel berichtet, erhöht Ecstasy offenbar die Empathie - aber nur einseitig, nämlich wenn es um positive Emotionen geht.
Das Experiment
Die Fähigkeit, unter Ecstasy komplexe Emotionen erkennen zu können, testeten die Pharmakologen mithilfe des "Reading the Mind in the Eyes"-Test. Dabei versuchen die Probanden, anhand des Fotos einer Augenpartie den mentalen Zustand des Gegenübers zu erkennen. Der Test besteht aus einer Folge von 36 Augenpaaren, die jeweils eine unterschiedliche Gefühlslage ausdrücken. Zusammen mit jedem Bild werden den Testpersonen vier mögliche Emotionen vorgeschlagen, von denen aber nur eine richtig ist. In der Basler Studie füllten je 24 Männer und Frauen an zwei Tagen den Test aus - einmal nach der Einnahme von 125 Milligramm reinem MDMA und einmal nach der Einnahme eines Placebos.
Die Ergebnisse: Während die Probanden mit oder ohne MDMA neutrale Mienen gleich gut einordnen konnten, zeigten sich beim Erkennen von positiven und negativen Emotionen deutliche Unterschiede. Unter dem Einfluss von MDMA erkannten die Probanden ein freundliches oder interessiertes Gesicht überdurchschnittlich gut. Sie hatten aber Mühe, einen misstrauischen oder herausfordernden Gesichtsausdruck richtig zu deuten. "Wer unter Ecstasy steht, scheint die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen", erläutert Erstautor Cédric Hysek die Resultate. "Unter dem Einfluss von MDMA sind Personen weniger in der Lage, feindselige Blicke zu erkennen, was mit bestimmten Risiken verbunden ist."
Insgesamt erzielten die Versuchspersonen unter dem Einfluss von MDMA nicht die besseren Resultate, was bedeutet, dass der Wirkstoff die Empathie nicht grundsätzlich steigert. (red, derStandard.at, 11. 8. 2012)
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"schön trinken" und freundliche blicke deuten können ist nicht das gleiche.
eine solche studie mit alkohol würde eher zu dem schluß kommen: "Unter dem Einfluss von Alkohol sind Personen weniger in der Lage, freundliche Blicke zu erkennen und reagieren schneller agressiv, was mit bestimmten Risiken verbunden ist."
Was, wirklich? Wow, das ist ja erst seit 36 Jahren bekannt. Gut, dass man dazu noch eine Studie gemacht hat.
Relevanter wäre zwar viel mehr die entaktogene Wirkung des Phenethylamins, aber dann könnte man ja vielleicht sogar (mal wieder) draufkommen, dass die Droge als unterstützendes Medikament für Psychotherapien gar nicht so schlecht ist. Was natürlich nicht sein darf, weil Partydroge und Jugend und so.
"...die Probanden mit oder ohne MDMA neutrale Mienen gleich gut einordnen konnten,..."
"Unter dem Einfluss von MDMA erkannten die Probanden ein freundliches oder interessiertes Gesicht überdurchschnittlich gut."
Wenn Menschen auf MDMA neutrale Mienen gleich gut erkennen, und freundliche Mienen überdurchschnittlich gut erkennen - wie kann es dann sein, dass sie die dritte verbleibende Möglichkeit schlechter erkennen als "Normalos"?
Denn wenn sie mehr "freundliche" Mienen erkennen bleiben weniger die es dann als "unfreundliche" zu betiteln gibt...
Außerdem ist einmal die Rede von Augenpartien, dann wieder von Gesichtern...
Ich hoffe Sie schrieben Ihre Zeilen nicht als generelle Kritik an der Technomusik.
Kunst wird bekanntlich aus jedwedem Material gemacht und so gibt es Musiker die auch im Techno und seinen Verwandten Sparten herausragendes leisteten, wiewohl ich zugeben muss, dass solche Kunststücke nur sehr dünn gesät sind.
Als Beispiel auch für andere Mitleser seien hier Ken Ishii, Richie Hawtin und Laurent Garnier genannt.
Komisch ich hab Leute MDMA schon zu aller möglichen Musik und nicht-Musik einwerfen gesehen. Es gibt auch Menschen die auf MDMA einfach nur nen Abend mit netten Menschen verbringen (und bevor jetzt die vorhersehbare Polemik kommt schick ich lieber noch nach: natürlich braucht es dafür kein MDMA!).
Außerdem, meinst du nicht das die Menschen welche auf Techno-Partys gehen die Musik die sie dort erwartet bereits gefällt?
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