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Mehr Show als Schau

8. August 2012, 14:48

Beginnend mit Adam und Eva, weiter über antikes Griechenland und Rom, zum Mittelalter und Barock bis hin zu Jugendstil und Moderne: The History of Fashion. Eine Show der Superlative und Kathi Kamleitner war live dabei.

Das MuseumsQuartier war gestern wieder einmal Schauplatz einer Veranstaltung der Superlative. Die chaotischste, die schrillste, die am besten besuchteste Modenschau, die der Red Runway in Wiens urbanem Kulturforum je gesehen hat.

Regiert wurde die Show vom Kommentar und Esprit des Mother Agency Gründers Mario Soldo. Der ein oder andere chronologische Fehlgriff (welche Institution regierte noch mal die Zeit vor der Renaissance?) wurde durch die leichtfüßige Moderation quer über den ganzen Runway wettgemacht. Soldo glänzte weniger mit (mode-)historischen Fakten, als mit animierendem Mitmachen und Mitsingen. Vor allem das symbolische Tennisspiel zwischen ihm und dem musikalischen Zeremonienmeister aka. W. A. Mozart regte zum Schmunzeln an.

Und dennoch, Hauptakteure waren die um die 190 präsentierten Kostüme des Kostümhauses und ihre, zum Teil, prominenten „Präsentierteller". So liefen neben zahlreichen Laienmodels auch österreichische Größen wie Elvyra Geyer, Christina „Mausi" Lugner oder Tamara Mascara über den roten Bretterboden. Der ORF betitelt The History of Fashion als „Mehr Show als Schau", und dem kann ich mich anschließen. Mit der Mode im Zentrum wurden mehrere Schichten der Menschheitsgeschichte dargelegt: sportliche Höchstleistungen, von Bogenschießen bis Akrobatik, musikalische Showeinlagen von Chanson bis Rockabilly, Tänze von Walk Like An Egyptian bis Charlsten - so war für alle was dabei.

Bereits ab Mittag wurde geschminkt, geflochten und gestylt. Den ganzen Nachmittag kümmerte sich eine Stylistenhorde um die Models und sorgte dafür, dass jeder das richtige Kostüm bekam. Das ständige Surren im Backstagebereich widerspiegelte den riesigen organisatorischen Aufwand.

Mario Soldo und seinen Darstellern ist es gelungen, in eineinhalb Stunden eine lebendes Bild, ein Living Picture, zu malen, das einen Querschnitt durch die modische Entwicklung der Menschheit, aber auch einen Querschnitt durch die alltäglichen Mittel der Unterhaltung geboten hat.

Ceasar neben Zeus, Marie Antoinette neben Cleopatra, Twiggy neben Kardinal Richelieu - wo sieht man so was sonst?

 

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    foto: kathi kamleitner
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