GNOME 3.5.5 bringt neuen Screen-Lock

  • Der neue Lockscreen (in einer ersten Version), mit der optionalen Anzeige von Benachrichtigungen.
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    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Der neue Lockscreen (in einer ersten Version), mit der optionalen Anzeige von Benachrichtigungen.

  • Der Umbau am Dateimanager Nautilus geht auch in der neuen Testversion weiter, so gibt es jetzt eigene Knöpfe für den Wechsel zwischen Icon und Listenansicht sowie für das "View"-Menü.
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    Der Umbau am Dateimanager Nautilus geht auch in der neuen Testversion weiter, so gibt es jetzt eigene Knöpfe für den Wechsel zwischen Icon und Listenansicht sowie für das "View"-Menü.

Neue Testversion mit Initial-Setup-Mode und weiteren Umbauten am File Manager

Auf dem Weg zur nächsten Version der eigenen Linux-Desktop-Software hat das GNOME-Projekt nun eine neuen Testversion abgeliefert - und wie gewohnt bringt diese wieder so manch neues Feature. So hat man der GNOME Shell eine eine eigene Bildschirmsperre verpasst, die den bisher separat gehaltenen GNOME Screensaver ablöst, der nun nur mehr im "Fallback"-Modus zum Einsatz kommt.

Ansatz

Der Vorteil der neuen Lösung ist darin zu suchen, dass dieser deutlich besser mit dem restlichen Desktop integriert werden kann. So ist hier kein kurzes Flackern mehr zwischen dem Eintippen des Passworts und der Darstellung des Desktops zu vernehmen. Zudem sollten auch jene unerfreulichen Situationen, in denen nach dem Aufwachen aus dem Suspend kurz der Desktop mit den gerade geöffneten Anwendungen zu sehen war, nicht mehr auftreten.

Look

Für all dies hat man sich zudem ein neues Design einfallen lassen, das vor allem einen einheitlichen Look mit dem Login-Manager bieten soll. Außerdem ist es nun möglich Benachrichtigungen am Lock-Screen anzuzeigen, wie es von mobilen Betriebssystemen bekannt ist. Diese Funktion ist allerdings optional und aus Sicherheitsüberlegungen von Haus aus deaktiviert.

Umbau

Der derzeit viel diskutierte Umbau des File Managers Nautilus schreitet aktuell ebenfalls weiter voran. Im aktuellen Zyklus hat man vor allem versucht die Suchfunktion und dabei im Speziellen die Relevanz der gelieferten Ergebnisse zu verbessern. Neu im Toolbar sind eigene Knöpfe für den Wechsel zwischen Listen- und Icon-Ansicht, außerdem gibt es jetzt ein getrenntes "View-Menu", damit diese Einstellungen schneller zu erreichen sind. Das Hauptmenü der Anwendung kann nun zudem über den Shortcut F10 aufgerufen werden. Die EntwicklerInnen verweisen darauf, dass das aktuelle Redesign damit noch nicht abgeschlossen ist, bis zur fertigen Version 3.6 hat man sich entsprechend noch einige Ziele gesetzt.

Documents

Die GNOME Documents unterstützen jetzt auch Google-Drawings-Dateien, zudem gab es diverse Verbesserungen am Vorschaumodus der Anwendung. Die Suche wird hier nun direkt beim Lostippen aufgerufen, zudem sind der Such- und Einstellungsknopf jetzt auch in dieser Ansicht verfügbar. Bei den Systemeinstellungen hat man den Netzwerkbereich überarbeitet, um etwa für drahtlose Verbindungen mehr Informationen auf einen Blick zu zeigen.

Setup

Ganz neu ist die Aufnahme eines Initial Setup Modes, der wohl schon als erster Schritt in Richtung eines GNOME OS gewertet werden kann. Auf einem frischen System kann dieser genutzt werden, um nach dem ersten Start einige Eckdaten festzulegen, etwa das Einrichten von User-Accounts, Online-Zugängen, Zeit- und Spracheinstellungen. All dies ist optional, bleibt also abzuwarten, wie viele Distributionen davon dann tatsächlich Gebrauch machen werden.

Disks

Neue Funktionen - beziehungsweise die Rückkehr zuvor entfernter Funktionalität - gibt es für das GNOME Disk Utility: So gibt etwa der Benchmark-Dialog für Festplatten ein Comeback. Ganz neu ist hingegen eine Option zum sicheren Löschen von Festplatten, bei der diese vollständig überschrieben werden. Diese nutzt übrigens eine weitere neue Funktion des Boot-Systems Systemd, wodurch während solch kritischer Funktionen das Ausschalten des Geräts - oder der Wechsel in den Suspend - unterbunden wird, um etwaige Beschädigungen des Systems zu verhindern.

Download

GNOME 3.5.5 steht ab sofort in Form des Source Codes von der Seite des Projekts zum Download. In den kommenden zwei Wochen wird noch einmal eifrig an den noch für GNOME 3.6 ausstehende Features gearbeitet, bis am 20. August der Feature Freeze eintritt, in dessen Folge die erste Beta der nächsten Desktop-Generation veröffentlicht wird. Die fertige Version soll dann Ende September folgen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 10.08.12)

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... - und wie gewohnt bringt diese wieder so manch neues Feature.

Hoffentlich ist das ganze als Patent gesichert, nicht daß plötzlich ein kommerzieller Konkurrent ein Patent anmeldet und dann Unterlassungsklagen verteilt ...

Und damit behebt man implizit einen Bug, den ich mal vor Ewigkeiten für Gnome 2 eingereicht hab, der damals allerdings mit "Not a bug" abgeschmettert wurde. Der Wunsch war, im Lockscreen die Uhrzeit anzuzeigen, um nicht für einen schnellen Blick darauf jedes Mal den Desktop entsperren zu müssen.

ist ja wirklich kein bug. die idee ist trotzdem gut.

RHEL

RedHat Enterprise Linux steigt mit Version 7 auch auf Gnome3 um. Die Frage wird sein, ob ein zurücksteigen auf Gnome2 möglich sein wird.

Bis dorthin noch mit RHEL 6.x, bis 2020 hab ich damit ja kein Problem. :-D

Und ja, es gibt tatsächlich User welche CentOS, SL oder RHED auf Laptop bzw. Workstation als Desktop OS haben. (eine Wohltat, wenn auch nüchtern anzusehen - aber das passt, Hauptsache stabil!)

*gähn* Bist eh super. Angeblich Linux und natürlich eine alte Version - ganz toll, quasi Super-1337.

Freu mich auf Gnome 3.6

es wird seit der Einführung von Gnome3 immer besser und hübscher. Ich kann es nicht verstehen, dass so viele Leute derzeit bei Gnome vieles schlecht reden. Ich finde durchaus, dass die Änderungen Sinn machen. Dies ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, aber sofern man sich auf ein neues Konzept einläßt und nicht immer nur das alte/gewohnte als das non plus ultra ansieht, merkt man erst was bei dem bisherigen gefehlt hat bzw. was beim neueren besser gelöst wurde.

Ich habe eine Zeit lang (knappes halbes Jahr?) die Gnome-Shell verwendet und mit ein paar Erweiterungen war sie durchaus benutzbar. Aktuell verwende ich das auch oft verschmähte Unity und habe nicht so bald vor zurück zu wechseln. Die Notifications sind zB ein ordentlicher Fail bei der Gnome-Shell. Auch wenn sie sich besser per Tastatur bedienen lässt als Gnome2, ist das bei Unity IMHO noch besser, genauso wie der Multi-Monitor Support oder - und das ist ziemlich schräg, nachdem es eigentlich von der Gnome-Shell kommt - die App-Menüs, die aktuell in Unity zugänglicher sind als in der Gnome-Shell (nicht irgendwo am anderen Monitor hinter einem unscheinbaren Icon versteckt und unterstützt auch das HUD wie alle anderen Menüs)

Nautilus "neu" - NEIN Danke

- Remove Compact view
- kein Splitview, keine Tabs
- Make the sidebar non resizable
- Automatically remove trash (sollte wählbar sein)
- Don't save zoom per-folder (sorry das ist mein Bier)
- Remove "Arrange manually" entry for Icon View
....etc.

Ich find's nicht so schade um die Funktionen - hab sie persönlich nicht benutzt. Viel wichtiger finde ich die neue Suche, das ist echt ein riesiger Fortschritt!

Ich sehe das wie Suka

Compact View habe ich nie benutzt, nur Icon und Liste.

Sorgen bereitet mir, dass die Lesezeichen verschwinden?

Die Lesezeichen sind noch da, und es gibt auch keinerlei kommunizierte Pläne, diese zu entfernen, insofern sind deine Sorgen unberechtigt ;)

Von den anderen Teilen gab es auch keine kommunizierten Pläne (eher im Gegenteil).

Die Lesezeichen bleiben doch oder? Zumindest sieht dass am Screenshot so aus.

....ich brauch's nicht....

...also braucht's keiner?

...anpassen an Arbeitsweise

Also ich lege im Beruf und privat in Windows. Allerdings privat schon seit vielen Jahren auch in GNU/Linux, wobei ich bei Ubuntu hängen blieb ;-)
Compact View heißt in Windows "Liste" und ist die für mich übersichtlichste Weise, auch etwas längere Ordner- und Datei-Namen an zu zeigen. Die Detail-sicht oder List View in Linux nutze ich nur wenn ich wirklich 'mal auf's Datum, die Größe oder ähnliches sehe. Icons verwende ich in "Kopf"-Ordner. Piktogramme sind schnell zu identifizieren.

Aber Compct View ist MEIN Standard ;-)

- Compact View: Find ich persönlich keinen großen Verlust, wichtiger wäre eine gute Icon-Ansicht, nicht drei halbwegs schlechte
- Kein Split View: Find ich auch schade (lässt sich aber durch Fensteranordnung rasch nachbilden)
- Keine Tabs: Das ist schlicht falsch, Tabs gibt es weiterhin
- Sidebar resize: So what?
- Trash: Ist noch gar nicht implementiert, insofern kann über die Konfigurierbarkeit auch nix gesagt werden
- Zoom per Folder, Arrange manually: Siehe Trash.

Und was du "vergisst" sind zahllose neue Features im Nautilus 3.6. Dieser selektive (und in deinem Fall auch teilweise schlicht falsche) negative Blick auf alles Neue nervt. Hast du die neue Version eigentlich schon selbst ausprobiert, oder ist das nur "Hate"?

Split View lässt sich eben nicht durch Fensteranordnung nachbilden. Du bist ebenso falsch wie dein Vorredner - auch das nervt.

und warum nicht?

Kurzfassung: Weil die beiden Panes die Notation eines Standard-Ziels für Dateioperationen einführt. Das ist deutlich mehr als "zwei zufällig ausgewählte, unabhängige Fenster nebeneinander dargestellt."

Langfassung: http://berndth.blogspot.de/2012/08/n... sting.html

...woher willst du wissen, dass...

...ich mich gegen Neuerungen wehre?! Ich gehöre zum Beispiel zu dehnen, die die Neuerung "Shell" in Form von Ubuntus Unity mögen und seine (Weiter-)Entwicklung positiv finden und immer befürwortet haben!

Was ich an den Neuerungen positiv finde ist natürlich eine "bessere" Suche. Doch sollte das doch Stand der Technik sein. Für die meisten Standard-User wird die Suche wie sie Ubuntu via Unity bietet gut genug sein.
Eine ordentliche Desktop-Suche auf welche Basis auch immer, die von allen möglichen Stellen aus angesprochen werden kann erscheint mir als Ziel am sinnvollsten.
Nein - ich habe 3.6 noch nicht getestet. Aber es stört mich, wenn alles über einen Kamm geschert wird und der User zu stark bevormundet wird. Gleich geht's weiter...

Ich glaube gar nichts zu wissen, ich kann nur nach dem gehen, was du postest ;) Und das war in dem Fall eben eine reichlich einseitige Aneinanderreihung von negativen Dingen, von denen die Hälfte auch noch schlicht falsch ist.

...wer liest ist im Vorteil!

Wenn einer hier einen unreflektierte Antwort gibt.....

Das einzige, das nicht explizit so drin steht habe ich aus anderen Blogs, die ich regelmäßig lese, ist der Punkt mit den Tabs.

Allerdings ist das nicht die Hälfte.... und nicht definitiv falsch.
Außerdem werde ich nicht Punkte erwähnen, die mich nicht stören ;-)

Hier der Link zur Roadmap - siehe selbst:
https://live.gnome.org/Nautilus/... oadmap/3.6

....kleine Fortsetzung:

Genau das kritisiere ich z. B. dann doch an Unity. Der Launcher ist zu unflexibel.

Aber auch dafür gibt es zum Glück genug helle Köpfe:
z. B.
http://www.webupd8.org/2012/08/a... .html#more

Menschen sind NICHT alle gleich und ticken auch nicht alle auf die selbe weise - zum Glück ;-)

Mir gefällt diese Liebe zum Detail ausgesprochen gut. Die Änderungen fallen zwar (mal abgesehen von Nautilus) recht klein aus, sind dafür aber allesamt sehr sinnvoll.

Danke wie immer an apo für das Update. Bin schon sehr gespannt auf 3.6.

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