Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Ein in Deutschland angesiedelter Skandal um offenbar manipulierte Wartelisten für Organtransplantationen und entsprechende Medienberichte lassen jetzt den Vorstand von Austrotransplant, der Österreichischen Gesellschaft für Transplantation, Transfusion und Genetik, handeln: In keinem der vier österreichischen Transplantationszentren sei es je zu Fehlverhalten gekommen. Die Wartelisten seien in Österreich viel kürzer als in Deutschland, Verdachtsmomente sollten immer sofort angezeigt werden, hieß es am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme.
"Der Handel mit Organen wird von Austrotransplant, aber auch von allen betroffenen Patientenselbsthilfegruppen in Österreich selbstverständlich strikt abgelehnt. Die Organvergabe erfolgt in allen Transplantations-Zentren nach klaren und nachvollziehbaren Regeln. In keinem der österreichischen Transplantationszentren in Wien, Innsbruck, Graz und Linz ist jemals ein Fall einer manipulierten Organvergabe durch Fälschung von Daten und/oder gegen Geld aufgetreten. Kein Arzt in Österreich ist jemals in einen Fall von Organhandel oder Beihilfe zum Organhandel involviert gewesen", hieß es in der Stellungnahme, die vom Vorsitzenden der Organisation, Erich Pohanka (AKH), unterzeichnet ist.
Die Situation sei in Österreich anders als in Deutschland: "Die Wartezeit auf ein Organ ist in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern sehr kurz. Das ist im Wesentlichen auf die klare gesetzliche Grundlage, aber auch auf die gut entwickelte medizinische und organisatorische Infrastruktur in unserem Land zurück zu führen, die eine gute Versorgung der Betroffenen ermöglicht."
Das Problem in Deutschland liegt vor allem darin, dass es dort viel weniger Spenderorgane als beispielsweise in Österreich gibt. Der Grund liegt in den gesetzlichen Regelungen zur Organspende. In Deutschland mussten bis vor kurzem Angehörige im Fall eines Hirntods befragt werden. Mit einer Neuregelung sollen sich dort jetzt Menschen aktiv melden und ihre Einwilligung zur Organspende in einem Register eintragen. In Österreich gibt es die Möglichkeit bei Hirntoten Organe zu entnehmen, wer dagegen ist, kann sich in ein Widerspruchsregister eintragen lassen.
Natürlich könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch vereinzelt österreichische Patienten durch das Internet über Möglichkeiten eines Organkaufes im Ausland informieren und vielleicht auch ein solches Angebot annehmen würden. Die Experten: "Dies hat aber nichts mit der österreichischen Transplantationsmedizin zu tun, für deren Repräsentanten ein hoher medizinisch-ethischer Standard und eine absolute Transparenz der Datenlage ein selbstverständliches Anliegen sind. (Medien-, Anm.)Berichte, die den Eindruck erwecken, dass Organhandel in Österreich erfolgt oder durch österreichische Ärzte ermöglicht wird, sind falsch und daher auf das schärfste zurückzuweisen." Im Verdachtsfall sollte angezeigt werden. (APA, 10.8.2012)
Transplantationsmedizin quo vadis??
1.ALLE Fälle von Transplantationen und Hirntoddiagnosen gehören überprüft!!!
2. Eine unabhängige kontrollierende Instanz muss her die den Medizinern auf die Finger schaut!!!!
3. Widerspruchslösung gehört abgeschafft, wenn dann soll man sich aktiv für die Organentnahme entscheiden!!!
...und ich nehme jetzt mal an Sie sind im Widerspruchsregister drin.
Falls ja - na also
Falls nicht - wieso denn nicht. So schwer ist es nicht und einen Computer bedienen können Sie sichtlich.
Mir sind Eintragungen im Register lieber als blödsinnige Diskussionen um Explantation.
Lektürevorschlag:
Sterben auf Bestellung - Fakten zur Organentnahme
erhältlich auch bei Amazon: http://www.amazon.de/Sterben-a... 704&sr=8-1
http://www.youtube.com/watch?v=PYis3d_ytQA
Ich habe großen Respekt vor Leben und Sterben, sonst könnt ich den Beruf nicht machen.
Es ist legitim wenn jemand anderer spirituell andere Auffassungen vertritt.
Was man allerdings nicht darf (mMn): Mittels eines Gemenges aus wenig Wissen und ein paar tendenziösen Lügen(das ist auch in dem Video erkennbar aber die Analyse führt hier zu weit) und "Ansichten" die mit Tatsachen nicht viel zu tun haben bei den Menschen Ängste zu schüren die nicht begründet sind.
Angst ist auch der Antrieb der "Organkäufer" und bei denen gilt dasselbe: Sie wissen NICHT was sie tun (das ist die freundlichere Interpretation,man könnt auch sagen es ist ihnen wurscht und das wär viel schlimmer) das werdens aber mit Falschinfo über Transplantmed nicht ändern.
über den Hirntod meines Angehörigen informiert zu werden (wie würden Sie sich verhalten wenn man Ihre Frau ohne Sie zu fragen auf Hirntod untersucht?) wo ich den Patienten die Nacht zuvor noch ohne Beatmungsgerät aus dem OP-Raum auf die Intensivstation rübergebracht sehe - fühle ich mich schon etwas irritiert -. an diesem besagten Tag war ich ungeheim übefordert ja - heute bin ich nur noch wütend.... kein anderer Mensch sollte das Recht haben über die Organe anderer Menschen zu entscheiden als man selber, wenn sie Ihre Organe weitergeben wollen dann bitte aber übertragen Sie diesen Wunsch nicht auf andere + Widespruchslösung (Sie reden darüber als ob jeder Kindergärtler auch schon darüber informiert wäre... ) ich wars damals nicht...
An und für sich wird viel darüber informiert,auch in Vorträgen,aber wie so oft bei Zusammenhängen mit Tod wird das Thema verdrängt(verständlich,in unserer Kultur ist das ein heikles Thema,die Gründe sind vielfältig.
Zu meiner Frau: Wir haben uns ganz bewußt beide für Spende im Fall des Falles entschlossen (NB-und meine Frau ist sehr religiös im Gegensatz zu mir)Wir hatten halt eine entsprechende Vordiskussion.Zumal es mit dem Gedanken verbunden ist vorzeitig (Unfall-)sterben zu können.
Widerspruchslösung:Nochmals:wird bedingungslos respektiert und die Registrierung ist leicht.
Also ich kann schon mit dem Gedanken dass wenigstens ein bis mehrere andere Menschen Lebenszeit geschenkt bekommen wenn schon ich vielleicht früher gehen muß.
MfG
Das was Ihnen sichtlich geschehen ist,das ist selbstverständlich Grund zur Irritation und tut mir sehr leid.Darf ich Ihnen mein Mtgefühl ausdrücken. Es kann durchaus vorkommen dass mangelnde Kommunikation die ohnehin schon schwierige Situation für Angehörige und Partner noch verschlimmert.Wie schon woanders geschrieben.Das Gesetz ist so geartet,dass das geht,wie es auf der menschlichen Seite gehandhabt wird hängt von den "ärztlichen"Qualitäten und dem Team ab.Fürs leg ich die Hand ins Feuer dass niemand"überfahren" wird und das ist gut so.Wir hatten auch noch ganz selten ein Nein.Schwierig ist halt im Fall der Zeitdruck der mit "Überlegung" kollidiert.Wir haben auch gute pychologische und falls gewünscht seelsorgerische Hilfe.->2.
Anderer Punkt: Die Angehörigen entscheiden sowieso nicht. Wenn ein Patient Nein sagt, können es die Angehörigen nicht erlauben, allerdings auch nicht umgekehrt. Nixdestoweniger reden zumindest WIR in meinem Spital sehr wohl mit den Angehörigen wenn das Thema relevant würde. Wir respektieren die Menschen In einer Kleinstadt läufts vielleicht menschlicher als in Ballungsräumen.
Das Beispiel mit Mord, Körperverletzung etc in Ländern der Armut ist natürlich ein Thema, aber eines für weltweite Strafverfolgung und für Bekämpfung der Ursachen: Armut, Kriminalität, Unwissenheit.Ist auch in Ländern mit starker "Privatmedizin"und weiter Reichtumsschere ein relevanteres als bei uns(USA, GB, div Schwellenländer)Hab aber noch andere Gründe dagegen s.u.
Nochmal:
Der Gralsweltbeitrag IST ein blödsinniger Beitrag..Ein Faktum wie Hirntod ist NICHT umstritten, nur weil einige die Definition in Frage stelllen die zuwenig drüber wissen.
Die Tatsache daß Sterben ein langsamer Prozeß(richtig!) ist ermöglicht ja die Transplantation. Wenn Ihr Hirn zerstört ist, sind Sie tot, auch wenn Ihre Nieren noch eine Zeit weiterfunktionieren können.
Nochmal:
Die Gesetzeslage und der Vorgang: D ist nicht A, was Leute irgendwie im illegalen Bereich machen kann man nie ganz verhindern, aber das zu verallgemeinern ist falsch und infam.
Sie sind ja auch kein Mörder weil irgendwann in Ihrem Wohnviertel mal einer ermordet wurde(von einem anderen versteht sich)
Das Buch kenn ich übrigens.Danke für den Link.
MfG
Was passiert denn sonst mit dem organischen Material?Futter für ein paar Käfer oder vielleicht lässt sich Ihre Frau einen Diamanten pressen aus Ihrer Asche? Den kann man dann entweder in einen Ring oder einen Glasschneider einbauen. Naja auch eine Perspektive
Ich lass lieber jemanden noch eine Zeitlang weiterleben mit einem meiner Organe wenns passt
Man könnt ja noch ein wenig weiter gehen und eine Regelung treffen dass zB nur jemand als Empfänger in Frage kommt, der entweder aktiv als Spender registriert ist oder eben nicht im Widerspruchsregister
aufscheint. Wär das was für Sie?
Wir töten niemanden für seine Organe im Gegensatz zu "Händlern" in anderen Ländern(vorzugsweise armen) für zahlungskräftige Kunden mit viel Angst vor dem Tod.
Ansonsten gehts Ihnen gut?
Warum wollen sie eine Regelung abschaffen die strukturell solche Vorkommnisse wie in D deutlich erschwert. 100% ist nie was auf der Welt aber wir sind mit unserer Regelung viel besser dran als in D.
Im Anlassfall gehts NICHT um die Transplantationsmedizin sondern um Organ"handel" und "Vorteile" für "Zahlende Gäste".Letzteres IST schon illegal, strafbar, unmoralisch etc...
Alle Hirntoddiagnosen werden mehrfach überprüft und außerdem müssen diese Ärzte durchführen die nicht in der Organzuteilung involviert sind.Bei uns und in Norwegen zB. Was ist daran unklar?
NB Nix ist einfacher als Ihr "Nein" zu registrieren, wenn Sie um Ihre Unversehrtheit im Sarg fürchten.Das ist ja respektiert.
Nein, wird nicht, weil nicht nötig.
Einige mögliche Fälle von Handel aus dem Ausland wären nicht legal, außerdem hat das höchstes Risiko: die potentiellen freiwilligen oder unfreiwilligen "Spender"(meist aus armen Ländern in Notlagen, die verbrecherisch ausgenützt werden) sind oft krank (HepC, HIV, etc), sind oft zu den Empfängern nicht kompatibel, den "Vermittlern" ist das egal.Die Folgen badet der Käufer aus und mein Mitleid mit diesen ist überschaubar, geb ich zu.Da gibts mehr Tote als Geholfene.
Viel gscheiter wär eine europaweite Widerspruchsregelung, dann wär die Sache fairer, da via Eurotransplant immerhin auch Empfänger in anderen Ländern von der sehr guten österreichischen Regelung profitieren.
PS Es gibt eine einzige Ausnahme: unter bestimmten Voraussetzungen kann Ihnen ein passender Spender (idR ein enger Verwandter, weil die Wahrscheinlichkeit einer Kompatibilität höher ist) eines seiner PAARIG angelegten Organe (d.h. Niere) spendet.
Das ist selbstverständlich zu planen, allerdings geht auch das nicht "so im Vorbeigehen".
Übrigens fällt auch eine Knochenmarksspende unter Transplantation und da brauchts auch einen kompatiblen Lebendspender.
Den Termin für eine Transplantation können Sie sich schlecht aussuchen.
Es muß erst ein Mensch sterben dessen Gewebemarker zu Ihnen besonders passt.Das ist kaum zu"planen" ;-)
Sollten Sie registriert sein als Empfänger,werden Sie gefunden und dann muß es Schlag auf Schlag gehen,weil man nicht sehr viel Zeit hat.Die Feststellung des Hirntodes braucht auch einige Zeit und involviert unabhängige Ärzte,bei uns ist es verboten dass zB unsere eigenen Patienten durch unsere eigenen Ärzte von durch uns selbst hirntot erklärten Patienten Organe bekommen.Das verhindert die vorgeschriebene Vorgangsweise.Das unterscheidet uns von D.
Dazu haben wir das Widerspruchsregister,dessen Eintragungen sind bindend,das ist bei uns noch nie übergangen worden.
sie haben überhaupt keine ahnung wie transplantationen funktionieren..ein spenderorgan kann man nicht einfach so reinstecken, es muss eine gewebskompatibilität geben..jeder spender wird bei eurotransplant registriert und die warteliste wird streng eingehalten...
einiziger vorteil--österreich verfügt ( aufgrund der gesetzlage) über viel mehr spender als andere länder..daher insgesamt viel mehr transplantationen.
PS Im Übrigen schließe ich mich der Aufforderung des ministry unten an:
Sollten Sie konkrete Beweise für solche Vorkommnisse haben, dann zeigen Sie an. Sie werden meine volle Unterstützung als Arzt bekommen. Sollten Sie nicht über solche Beweise verfügen, schweigen Sie besser.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.