Bürgercard und Handy-Signatur bei vielen unbekannt und kaum genutzt

10. August 2012, 12:55

Digitale Identitäten - für viele mit Social Media Accounts verbunden

Die Signaturgesellschaft A-Trust hat es nicht leicht: Ihre Dienstleistungen wie Bürgercard oder Handy-Signatur sind nur schwer zu erklären, kaum bekannt und werden selten genutzt. Selbst bei jenen, die schon einmal davon gehört haben, gibt es Skeptiker, die befürchten, solcherart zum "gläsernen Menschen" zu werden. In einer heute, Freitag, in Wien präsentierten Umfrage stellte sich zudem heraus, dass digitale Identitäten von vielen mit Social Media Accounts verbunden werden.

"Selbstverständlich" 

"Wir wollen dorthin kommen, nicht alles erklären zu müssen, sondern dass alles selbstverständlich ist", formulierte A-Trust Geschäftsführer Michael Butz seine Zukunftswünsche. Schließlich würden auch Bankomaten ständig benutzt, ohne dass sich irgendjemand fragt, wie das funktioniert.

Was verspricht A-Trust seinen Nutzern? Ein einziges Passwort, das sowohl bei E-Government als auch bei allen anderen Aktivitäten im Internet genügt, um absolut sicher, seine Identität zu beweisen. Beim Handy funktioniere dies ähnlich wie beim Internet-Banking, wo ein TAN-Code per SMS ans Mobiltelefon übermittelt wird. Weiterer Vorteil laut Butz: Sein Unternehmen könne auf alle Daten, die dabei im Spiel sind, nicht zugreifen.

200.000 Nutzer

Derzeit gibt es aber nur rund 200.000 Benutzer von qualifizierten Signaturen. Jeweils ein Drittel entfällt auf Unternehmenskunden (vor allem Dienstausweise und Zutrittskarten), Privatkunden mit Bürgerkarte (E-Card, "Bankomatkarte" und Co.) und die Handysignatur.

Um mehr Nutzer, für die der Service übrigens kostenlos ist, zu lukrieren, müssten die sicheren Signaturen laut Butz vermehrt in der Wirtschaft und nicht nur beim E-Government eingesetzt werden. Sonst dürfte sich auch wenig am Umfrageergebnis ändern, wonach 40 bzw. 61 Prozent noch nichts von Bürgercard und Handy-Signatur gehört haben. Die Nutzungszahlen sind mit 8,6 und 6,7 Prozent sogar noch geringer. (APA, 10.08. 2012)

Ohne die Bürgerkarte hab' ich wenigstens einen Grund für einen Amtsweg

;-)

nutze die bürgerkarte/ecard schon seit 2-3 Jahren - hauptsächlich fürs finanzonline. aber auch alles andere funktioniert bestens. abfragen pensionskonto,Sozialversicherung etc. nichts was man täglich braucht-aber den weg zum amt erspart man sich wenigstens

Netbanking

da ich schon mal in eienm Projekt selbige gebraucht hatte, bin ich auch Anwender der Bürgerkarte. Mir wäre es ja schon mal recht, wenn man das im Netbanking verwenden würde (vielleicht auch zusätzlich mit der Handy-Signatur-Variante). Aber nein: obwohl Banken beteiligt sind setzen sie das nicht ein....

Netbanking mit Bürgerkarte

funktioniert z. B. bei PSK/BAWAG ohne Probleme.

ok,

wusste ich nicht, dass das bei der PSK geht.... :-) Wäre natürlich cool, wenn die anderen Banken das auch noch hinbekämen... na ja, vielleicht wird's ja noch....

war sowieso eine schnapsidee. und jetzt wirds kuenstlich am leben erhalten. das wird noch teuer werden. sind aber eh nur steuergelder die verbraten werden.

Bürgerkarte

Habe sogar 3: A-trust, E-Card und Dienstausweis.
Leider wurde die Kombination Bürgerkarte/Bankomatkarte eingestellt.
Lesegerät vor 6 Jahren bei Aktion erworben - seither Finanz-Online mit Steuererklärung, Antrag auf Reisepass, Pensionsversicherungszeiten-Auszug,...
damit erledigt. Auch um 23:00 Uhr am Sonntag - einafach praktisch. Ist zu empfehlen.

Gerade für Firmen ...

ist es schwierig:
Eine Anwendung bzw. deren Benutzer soll(en) sich per Bürgerkarte bei einem Portal authentifizieren, um sensitive Daten gesichert abfragen zu können - nix geht über Firmenproxy, da braucht es schon ein NAT-Loch für die Workstations (und "statische IPs" dazu damit es noch einfacher wird) und trotzdem klemmt es immer wieder, nicht sehr beliebt bei den Usern.

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