Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Rom - Italiens Premier Mario Monti feilt an einer "Herbstkampagne" zum Abbau der gewaltigen Staatsschulden. Der Wirtschaftsprofessor will die August-Tage nutzen, um einen Plan zu entwerfen, mit dem die auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gekletterte Verschuldung um mindestens 20 Prozent abgebaut werden soll. Monti wolle vor allem auf Privatisierungen setzen, berichten italienische Medien am Freitag. Immobilien in öffentlicher Hand und Staatsbeteiligungen an Unternehmen will die Regierung auf den Markt bringen, um Geld einzunehmen.
Der italienische Wirtschaftsminister Vittorio Grilli wurde beauftragt, eine Liste des Staatseigentums aufzustellen, das veräußert werden soll. Die Regierung plant die Gründung von drei Fonds, die sich mit dem Verkauf von Immobilien in öffentlichem Besitz beschäftigen soll. Im Rahmen der Privatisierungskampagne wird sich der Staat von seinem Tafelsilber trennen müssen. So könnten bald der bekannte Palazzo Diedo in Venedig sowie der Palazzo Bolis Gualdo in der prestigereichen via Bagutta in Mailand veräußert werden. In Rom sollen mehrere Kasernen privatisiert werden. Große internationale Investoren haben bereits Interesse signalisiert.
Monti denkt auch an die Veräußerung von Beteiligungen an der italienischen Post. Die staatlichen Finanzinstitute Sace, Fintecna und Simest sollen an die staatlich kontrollierte Holding Cassa Depositi e Prestiti verkauft werden. Mit dem Schritt können die öffentlichen Schulden um rund zehn Milliarden Euro reduziert werden. Erwogen wird auch die einmalige Besteuerung von Kapital, das die Italiener illegal in der Schweiz aufbewahren.
Die Fürsorgeanstalten beruflicher Kammern sollen gezwungen werden, ihre Investitionen in Staatspapieren zu erhöhen. In Regierungskreisen wurden Gerüchte dementiert, nach denen die Regierung eine Reichensteuer im Sinn habe. Monti plant Indiskretionen zufolge auch weitere Einschnitte bei den Finanzierungen für Parteien und Gewerkschaften. Außerdem sollen mehrere Steuererleichterungen für Unternehmen gestrichen werden.
Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört Italien zu den am langsamsten wachsenden Ländern Europas. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt der drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone für 2012 einen Konjunktureinbruch um knapp zwei Prozent voraus. Der Industrieverband Confindustria befürchtet sogar ein Minus von 2,4 Prozent. (APA, 10.8.2012)
Italien könne es sich nicht leisten, auf die bereits beschlossene Immobiliensteuer zu verzichten, sagt der Ökonom Tito Boeri
Italiens neuer Finanzminister Fabrizio Saccomanni
Vor allem Ausgaben für Investitionen seien vom Pakt auszuschließen, sagt Industrieminister Zanonato
Italien droht eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit
Italiens Industrieminister will den Stabilitätspakt neu verhandeln und Investitionen aus den Defizitzielen rausrechnen
Staatsverschuldung und Steuerdruck steigen. Monti warnte davor, zu "alten Verhandlungstaktiken" zurückzukehren
Im Kampf gegen ausufernde Steuerhinterziehung sichert sich der Fiskus Einblick in Bankkonten
Der italienische Staat steht bei seiner eigenen Wirtschaft mit 70 Milliarden Euro in der Kreide
Heuer sind 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts möglich, auch die politische Verunsicherung trägt zur Verschärfung bei
Einen Luxusschuppen nach dem anderen nehmen italienische Steuerfahnder auseinander. Nun ist das Luxusimperium von Bulgari dran
Soll Wirtschaftswachstum ankurblen - Defizit soll nicht über 2,9 Prozent des BIP steigen
Der Protestpolitiker Grillo bekräftigt dabei Kai Carstensens Haltung, indem er sein Land schon außerhalbd es Euros sieht
Länder wie Italien oder Frankreich, die sich am lautesten als Kritiker der Austeritätspolitik hervortun, haben ihre eigenen Möglichkeiten längst nicht ausgeschöpft
privatisieren, aus dem lateinischen privare, bedeutet: dem Volk wegnehmen, es berauben.
Das verkauft sich aber sicherlich nicht so gut, wie wenn man einfach "privatisieren" sagt.
Aber Monti ist ja Banker, der kann nix anderes als das Volk zu berauben, denn Staatseigentum ist Bürgereigentum. Würde mich nicht wundern, wenn das italienische Tafelsilber verschleudert wird, wie einst das Österreichische.
Dann aber nicht wundern, wenn der Staat immer weniger Einfluss hat auf den Arbneitsmarkt hat und immer abhängiger von Banken und Großkonzernen wird. Ach, ich vergaß: das ist ja das Ziel!
wir uns gerne rauben
http://derstandard.at/134374458... der-Pleite
und bei der Gelegenheit soll der Raeuber Allitalia, Eni + Enel auch gleich mitnehmen
mit dem Unterschied, dass der Staat an den Gewinnen nie mitnascht, nur die Verluste trägt, und außerdem gab es auch florierende Staatsbetriebe, siehe als 1 Bsp die Austria Tabak. Wurde billigst verscherbelt, und anstatt weiter Milliarden in den österreichischen Steuertopf zu zaheln, wurde der Betrieb dichgemacht nach der Privatisierung und es gab viele neue Arbeitslose mehr.
Bewusst weggelassen von Ihnen?
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/
http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Monti
sondern laut Wikipedia auch Mitglied des Vorstands der Bilderbergkonferenz.
Also sicher ein Guter
" Mit Mario Monti ist ein erstmals ein hochrangiger Vertreter der Finanzindustrie zum Regierungschef eines europäischen Landes aufgestiegen. Monti ist Mitglied des Board of International Advisors bei der Investmentbank Goldman Sachs."
"Zwischen 2004 und 2008 war er Aufsichtsratsmitglied des Brüsseler Think Tanks BRUEGEL und zwischenzeitlich dessen Vorsitzender.[15] 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. Er ist zudem Mitglied des Vorstands der Bilderberg-Konferenz[16].."
Vielleicht so: alles, was in Österreich verstaatlicht ist, gehört Ihnen zu einem kleinem Teil, wie mir, und jedem anderen Bürger
Wenn die Politik nun ihr Eigentum verscherbelt: haben Sie je einen Anteil dafür bekommen?
Aufgebaut mit Steuergeldern haben Sie es, je nach Alter ja auch, wenn nicht, dann ihre Eltern und Großeltern. Und wenns Verluste machte, das Unternehmen, durfen Sie mit Steuergeldern aushelfen, wie jetzt den Privaten
Also bezahlen dürfen sie es schon, aber am Erlös sind Sie nicht beteiligt: ist das fair?
Nein, genauso wenig, dass die verstaatlichten Banken oder Konzerne erst recht wieder beim Steuerzahler die Hand aufhalten, wie man gerade sehen kann, nur an den Gewinnen dürfen Sie nicht mehr mitnaschen.
Immer noch weg damit?
Was bekommen ich wenn es im Staatsbesitz ist?
Ausser dass mit meinen Steuergeldern, wie sie richtig sagen Verluste ausgeglichen werden?
Sie werden nun denken Gewinne der Staatsunternehmen reduzieren unsere Steuerlast und sind damit ein Gewinn fuers Volk. Tja leider machen sie aber selten Gewinne. Am Ende zahlen sie immer. Also weg damit!
weil ein Staatsbetrieb aus Kostengründen nicht absiedelt und viele Menschen beschäftigt;
der Staatsbetrieb im Gegensatz zu vielen Großkonzernen wirklich Steuern zahlt und so die Staatskassen füllt. Dies kommt auch Ihnen zu Gute;
Auch hat der Staat mehr Möglichkeiten durch eigene Betriebe positiv auf den Arbeitsmarkt einzuwirken.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.