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Frankfurt - Nach zwei Tagen ohne klare Tendenz hat der DAX am Freitag etwas nachgegeben. Marktexperten verwiesen auf schwache Konjunkturdaten aus China als Belastungsfaktor. Der deutsche Leitindex ging mit einem Abschlag von 0,29 Prozent auf 6.944,56 Punkte in das Wochenende. Damit bleibt er in Reichweite zur 7.000-Punkte-Marke, an der er in den vergangenen Tagen mehrmals gescheitert war. Auf Wochensicht legte der DAX um 1,15 Prozent zu. Der MDAX gab am Freitag um 0,09 Prozent auf 11.054,55 Punkte moderat nach, und der TecDAX sank um 0,49 Prozent auf 782,50 Punkte.
Angesichts der aktuellen Daten zum chinesischen Außenhandel nehme die Sorge zu, dass Chinas Wirtschaft weiter an Dynamik verliere, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Laut Lars Kremkow, Marktstratege bei Activtrades, "sieht es so aus, als hätten sich die Marktteilnehmer darauf geeinigt, richtungweisende Entscheidungen im DAX erst in der kommenden Woche zu klären."
Auf der Tagesagenda stand zum Wochenschluss eine Reihe von Unternehmensberichten. Die Aktien von ThyssenKrupp gewannen an der DAX-Spitze 5,11 Prozent. Der operative Quartalsgewinn des Industrie- und Stahlkonzerns war weniger stark als befürchtet eingebrochen. Dazu kam ein bestätigter Ausblick. Dagegen belasteten mehrere Abstufungen infolge der am Vortag vorgelegten schwachen Zahlen die Commerzbank-Aktien. Sie verbilligten sich am DAX-Ende um weitere 3,17 Prozent und kosten mittlerweile nur noch 1,190 Euro.
Beim Versicherer Hannover Rück hatten im zweiten Quartal ungünstige Finanzgeschäfte den Gewinn belastet. Das operative Ergebnis habe die Markterwartungen deutlich verfehlt, kommentierte Berenberg-Analyst Tom Carstairs. Mit einem Minus von 2,27 Prozent landeten die Titel am MDAX-Ende. Gleich dahinter verloren die Rheinmetall-Aktien nach Zahlen 2,20 Prozent. Der starke Auftragseingang der Rüstungssparte kam am Markt gut an. Das operative Konzernergebnis sei aber von Sondererträgen verzerrt worden, monierten Analysten.
Die Bechtle-Titel gaben nach durchwachsenen Zahlen um 1,46 Prozent nach und nahmen damit einen der hinteren Plätze im TecDAX ein. Der IT-Dienstleister hatte dank des starken Heimatgeschäfts zwar ein solides zweites Quartal hingelegt und mit dem hohen Umsatzanstieg für eine positive Überraschung gesorgt. Der Gewinn war aber wegen expansionsbedingter Personalkosten hinter den Erwartungen geblieben. (APA, 10.8.2012)
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