Leitbörsen in Fernost überwiegend im Minus

10. August 2012, 12:02
Wien - Belastet durch schwache Exportdaten aus China haben sich die Leitbörsen in Fernost am Freitag überwiegend mit Abschlägen gezeigt. Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich um 87,16 Zähler oder 0,97 Prozent auf 8.891,44 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 133,35 Zähler (minus 0,66 Prozent) auf 20.136,12 Einheiten und auch der Shanghai Composite gab 5,29 Punkte oder 0,24 Prozent auf 2.168,81 Punkte ab.

Ohne klare Richtung tendierten dagegen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.054,20 Zählern und einem minimalen Plus von 1,95 Punkten oder 0,06 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 27,3 Zähler oder 0,63 Prozent auf 4.302,80 Einheiten.

Die unerwartet schlechten chinesischen Außenhandelsdaten lösten an den asiatischen Märkten Befürchtungen aus, dass sich die Wirtschaft in der Volksrepublik abschwächen könnte, hieß es. Im Juli exportierte China lediglich ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, das ist die schwächste Zunahme seit Jänner. Nach dem Anstieg von elf Prozent im Juli hatten Volkswirte im Schnitt mit einem Plus von knapp neun Prozent gerechnet.

In Hongkong gerieten Zulieferer für Konsumgüter unter Druck. So rutschten die Titel des Wal-Mart-Zulieferes Li & Fung um massive 18,97 Prozent auf 12,90 Hongkong Dollar ab. Auch die Aktie der exportorientierten Modekette Esprit Holdings verlor 0,86 Prozent auf 11,50 Hongkong-Dollar.

In Tokio rückten Olympus in den Blickpunkt. Die Papiere verloren 1,53 Prozent auf 1.412 Yen, nachdem der Kamerahersteller seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt hatte. In diesem verdreifachte sich der Nettoverlust auf 4,46 Mrd. Yen. Zudem ist die Eigenkapitalquote bis Ende Juni auf nur mehr 2,2 Prozent zurückgegangen, nachdem es drei Monate zuvor noch 4,6 Prozent waren. Die schwindende Finanzstärke erschwert die Suche nach einem kapitalstarken Partner für das Unternehmen.

Daneben kamen von Toyota neue Nachrichten. Der Autobauer hat sein drittes Werk in Brasilien eröffnet. In Sorocaba im Bundesstaat Sao Paulo sollen ab September jährlich 70.000 Autos vom Band laufen. Die Investition in Höhe von 600 Mio. Dollar zeige das Vertrauen Toyotas in die "Kraft der brasilianischen Wirtschaft und des brasilianischen Automarktes", sagte Brasiliens Industrieminister Fernando Pimentel bei der Eröffnungszeremonie am Donnerstag. Die Papiere des japanischen Autobauers legten um 1,09 Prozent auf 3.170,0 Yen zu. (APA, 10.8.2012)

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