Apple und Samsung fürchten um Offenlegung interner Dokumente

10. August 2012, 08:53
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Beide Unternehmen versuchen interne Dokumente vor der Öffentlichkeit zu schützen

Während des Patentprozesses zwischen Apple und Samsung sind in den letzten Wochen schon viele Details beider Unternehmen bekannt geworden. Da beide Unternehmen auch interne Unterlagen vorweisen müssen, gibt es nun ganz konkrete Zahlen zu den Smartphone-Verkäufen beider Hersteller. Trotz des Bemühens der Anwälte beider Parteien die Zahlen der Öffentlichkeit vorzuenthalten, musste diese offengelegt werden, vor allem für die Jury, die in dem Prozess eine große Rolle spielen wird.

21,25 Millionen verkaufte Samsung-Phones

Wie AllThingsD berichtet hat Samsung demnach von Juni 2010 bis Juni 2012 in den USA 21,25 Millionen Handies verkauft, was dem Unternehmen 7,5 Milliarden US-Dollar Umsatz brachte. Das Galaxy Prevail verkaufte sich demnach am besten: Rund 2,25 Millionen Modelle gingen davon über die Ladentische. Gefolgt vom Epic 4G mit 1,89 Millionen verkauften Einheiten und der Epic 4G Touch Variante des Galaxy SII, welches sich 1,67 Millionen Mal in den USA verkauft hat.

644 Millionen US-Dollar für Samsung Tablets

Dazu kommen 1,4 Millionen verkaufte Galaxy Tab und Galaxy Tab 10.1 Tablets, welche zu 644 Millionen US-Dollar führten. Einblick bekam das Gericht auch darüber, bei welchen Netzbetreibern in den USA sich die Modelle am besten verkauft haben.

19 Milliarden US-Dollar für iPads

Apple hat von 2007 bis zum zweiten Quartal 2012 85 Millionen iPhones verkauft, ebenfalls in den USA. Dies brachte dem Unternehmen 50 Milliarden US-Dollar Umsatz. 46 Millionen Stück des iPod Touch brachten 10,3 Milliarden US-Dollar. Das iPad verkaufte sich 34 Millionen Mal, eine Umsatzleistung von 19 Milliarden US-Dollar.

Intel, RIM und Nokia beantragen Geheimhaltung

Beide Unternehmen versuchen jetzt, weitere Details für sich zu behalten. Richterin Lucy Koh hat bereits Apples Antrag abgelehnt, interne Berichte zu Kundenumfragen nicht veröffentlichen zu müssen. Auch Vereinbarungen mit anderen Unternehmen werden versucht vor der Veröffentlichung zu bewahren. So haben auch Ericsson, Intel, RIM, Nokia und Microsoft Anträge eingebracht, um Informationen nach außen zu vermeiden. (red, derStandard.at, 10.8.2012)

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    Apple und Samsung legen dem Gericht weitere Beweismittel und interne Details vor

  • Die Verkaufszahlen von Samsung im Detail
    screenshot: derstandard.at

    Die Verkaufszahlen von Samsung im Detail

  • Auch Apple musste konkrete Zahlen vorlegen
    screenshot: derstandard.at

    Auch Apple musste konkrete Zahlen vorlegen

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