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Minsk/Wien - Die Teddybären-Affäre in Weißrussland zieht weitere Kreise: Mittwochabend wurden in Minsk zwei Journalistinnen festgenommen, denen am Donnerstag der Prozess gemacht wird. Laut der oppositionellen Internetzeitung Charter97 wird ihnen eine "Regelverletzung bei der Durchführung von Straßenaktionen" vorgeworfen.
Die beiden Journalistinnen Julia Doroschkewitsch und Irina Koslik hatten sich im Zentrum der weißrussischen Hauptstadt ge gen seitig mit Plüschtieren fotografiert. Die Frauen hätten aus So lidarität mit dem inhaftierten Fo tografen Anton Surjapin gehandelt. Dieser hatte nach dem Abwurf von Hunderten von Teddybären mit Protestlosungen gegen Präsident Alexander Lukaschenko aus einem Kleinflugzeug Fotos der Aktion auf seiner Homepage veröffentlicht und sitzt seitdem in Haft. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft.
Die Teddybären-Aktion geht auf das Konto der schwedischen Werbeagentur Studio Total, deren Mitarbeiter das Kleinflugzeug in den weißrussischen Luftraum flogen. Die Wiener Agentur Men on the Moon, die mit den Schweden kooperiert, hat mit der Aktion nach eigenen Angaben nichts zu tun. Studio Total beteuerte, dass am Teddybären-Abwurf keine weißrussischen Bürger beteiligt gewesen sein sollen.
Aus Protest gegen die Aktion hat Weißrussland die Akkreditierung des schwedischen Botschafters nicht verlängert. (dpa, ved/DER STANDARD, 10.8.2012)
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:(Minsk und Moskau haben Angst? Die scheinbar Mächtigen dort haben Angst z. B. vor Teddybären und Popsängerinnen... Und vor der Forderung der eigenen Bürger, endlich die Menschenrechte zu respektieren - das sind doch wahrlich Schwächlinge, die ihre Macht auf solche autoritäre Strukturen und Verfassungen aufbauen!
:(
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