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Die Kärntner Saualm wird privat bewacht. Der Rechnungshof kritisiert die Kosten.
Klagenfurt - Nach den Vorwürfen um unzumutbare Zustände in der Sonderbetreuungsanstalt für mutmaßlich kriminelle Asylwerber auf der Saualm ist jetzt ein politischer Streit um Kontrollen durch die Volksanwaltschaft entbrannt. Die zentrale Frage lautet: Dürfen Bewohner das privat geführte Heim jederzeit und uneingeschränkt verlassen oder nicht?
"Ins Heim hineingehen und die Situation direkt vor Ort prüfen darf die Volksanwaltschaft nur dann, wenn eine Anhaltesituation besteht", sagt dazu Verfassungsjurist Heinz Mayer auf Anfrage des Standard. Das sei hier aber nicht der Fall, behauptet der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK): "Asylwerber können jederzeit ungehindert das Quartier verlassen." Die Volksanwaltschaft habe auf der Saualm auch keine Befugnisse.
Volksanwalt Peter Kostelka hingegen beruft sich auf Berichte, wonach es eben auch Anhaltungen gebe. Jetzt durchforstet man die Unterlagen, die man von der Aufsichtsbehörde bekommen habe - erste Klarheit soll es im Herbst geben, kündigte Kostelka an.
Gibt es bis dahin keine Einigung zwischen Dörfler und Kostelka, könnte das Höchstgericht eingeschaltet werden. "Wenn Akten nicht oder nur teilweise gezeigt werden oder die Prüfung durch die Volksanwaltschaft gar verweigert wird, wird das Sache des Verfassungsgerichtshofs", erklärt Verfassungsjurist Mayer.
Bisherige Prüfungen durch die Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt hätten laut Landeshauptmann Dörfler keine nennenswerten Beanstandungen ergeben. Wie in allen anderen Kärntner Asylbetreuungseinrichtungen herrscht auch auf der Saualm Betretungsverbot. Aufklärungsbedürftig bleibt, warum bei der BH niemand von Hungerstreiks auf der Saualm wusste - der Standard berichtete.
Auflagen, wie eine dringende Erneuerung der Sickergrube oder die Umsetzung von Fluchtwegen, waren lange nicht erfüllt worden, das Heim musste für Monate behördlich geschlossen werden. Mittlerweile sei alles in Ordnung, sagt der Kärntner Flüchtlingsreferent Gernot Steiner.
Auch der Rechnungshof (RH) beschäftigte sich schon mehrmals mit der Sonderanstalt: Vier Prüfberichte wurden bereits erstellt. Im letzten aus dem Jahr 2011 übt der RH heftige Kritik an den Kosten für das Land Kärnten. So erhalte die private Betreiberin einen Tagsatz von 40 Euro pro Asylwerber. Gezahlt werde für eine Vollbelegung von derzeit 30 Leuten, egal ob diese da sind oder nicht. (Vor dem Bau der neuen Sickergrube waren es 50.)
Durchschnittlich seien nur zwei bis sechs Leute oben, was einer Auslastung von 16 Prozent entspreche, beanstandete der RH. Außerdem gebe es keine soziale und psychologische Betreuung für die Asylwerber, womit der erhöhte Tagsatz von 40 Euro nicht zu rechtfertigen sei.
Insgesamt muss das Land laut Vertrag 1,7 Millionen Euro bis 2014 an die Betreiberin zahlen - plus 411.000 Euro für den Sicherheitsdienst, hält der RH fest. Das Resümee der Gebarungsprüfer: Der erhöhte Tagsatz und die Berücksichtigung des Sicherheitsdienstes "stellen einen nicht vertretbaren Aufwand für das Land Kärnten dar". (Jutta Kalian, Elisabeth Steiner, DER STANDARD, 10.8.2012)
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wie kommts das? ist das die luft? saufen die heimlich? ich mein die bundespolitik ist schon niveaumäßig sehr tief unterwegs, aber was da unten politisch abgeht kann ja nichtmal mehr mit dem villacher fasching mithalten... leider ist das ganze ja eigentlich traurig...
also WAS bitte stimmt mit euch kärntern nicht sowas auch noch zu wählen???
es reicht schon das theater im parlament also bitte reißt euch langsam wieder etwas zam!
Also ja, die saufen dort unten nicht heimlich, sondern unheimlich. Ist aber im Schnitt nicht mehr als in den anderen Provinzen.
Gibt aber 2 andere Auffälligkeiten:
1. Die Sage vom Abwehrkampf gegen die Slowenen und die gute alte Zeit unterm H. wird dort unten hoch gehalten bei jung und alt und das verbindet. Wenn dann noch einer kommt und das offen sagt und dann noch gegen Wien und die "Anderen" schimpft, ist er der Volksheld. Siehe den Rattenfänger Haider.
2. Die Intelligenz ist dort in den letzten Jahrzehnten ausgewandert. Entweder weil es keine Arbeit gab/gibt oder weil der Sumpf nicht aushaltbar war/ist.
So bleibt dieses irre System länger als wo anders.
Und deswegen gibt es NGOs, deshalb muss es so weit wie möglich unabhängige Kontrollinstanzen geben.
Kärnten ist da wohl etwas anders, sagt man gerne, aber ich denke: i wo, es fällt da gerade mehr auf. Leider ist das ein generelles Phänomen in Österreich: "der Asylwerber ist IMMER ein Betrüger der auf UNSERE Kosten ein schönes Leben haben will und dann eh nur kriminell wird, also quasi kein Mensch ist." - so lautet mMn die öffentliche Meinung, und das findet auch in der Rechtssprechung und Gesetzgebung seinen Widerhall.
Die AsylwerberInnen büßen, so wie es überall der Fall ist, für jene die Asyl missbrauchen und jene die auch kriminell werden.
Und ja, die Bezeichnung Asyl(Schutz vor Verfolgung) hat dadurch seine Bedeutung verloren.
?
Auch jemand der kriminell ist/wurde hat Anspruch auf Asyl, auch wenn das in Ö oft nicht so gesehen wird -
wenn wer 2 Kilo Kupfer fladdert von einer Baustelle dann kommt der wahrscheinlich in den Häfn, aber nicht zurück nach sagmamal Syrien.
Das wäre ja total widersinnig, weil dann bräuchte man ganz einfach keine Umsetzung der Menschenrechte - und somit auch kein Asyl.
es gibt einen passus nachdem auch anerkannte flüchtlinge des landes verwiesen werden können, wenn sie eine gefährdung darstellen
alles andere wäre irrsinn und weltfremd
an ihrer stelle würd ich mal die entsprechenden dokumente lesen und nicht nach bauchgegühl von menschenrechten reden
Jetzt ist für die Herrschaften des FPÖ/BZÖ/FIK/FPK-Chamäleons wohl der schlechtest mögliche Zeitpunkt, die ungustiöse Saualm-Geschichte zu sanieren.
Letztendlich ist es der projizierte Außenfeind, sind es die so genannten "kriminellen" und "gewalttätigen" Migranten, mit denen man noch Wählerstimmen zu gewinnen und Wähler bei Laune zu halten glaubt.
Den Verzicht auf dieses imaginierte Feindbild gerade jetzt zu verlangen, kann bei Dörfler, Scheuch, Lobnig, Darmann und Co. wohl nur auf stärksten Widerstand stoßen...
Hoffentlich geht die Rechnung dieser "Herrschaften" nicht auf und sie unterschätzen die Kraft des Lichtes der Aufklärung....
Tipp: Klaus Ottomeyer: Haider. Mythos und Erbe.
Haymon Verlag. Innsbruck
Der "Freistaat Kärnten" ist das Biotop für die Visionen der Freiheitlichen, da kann man sich ja ausmalen, was bundesweit passieren würde:
1.) Haiders Versuch, in andere Bundesländer "abzuschieben" - gescheitert.
2.) Sonderanstalt für Flüchtlinge: sinnlos, überteuert, unwürdig, man setzt sich nur dem Spott anderer Bundesländer aus.
3.) Zuwanderungsstopp - gescheitert: als einziges Bundesland hat man Abwanderung, dafür hauptsächlich von hoch Qualifizierten.
4.) trotz Abwanderung und Schuldenpolitik die höchste Arbeitslosenquote in Ö.,
etc.
Keiner stellt überhaupt noch die Frage, wo Kärnten besser liegt als die anderen Bundesländer, ungefähr auf Niveau der anderen BL zu liegen, wär schon ein Erfolg.
dazu kommt noch, dass hier in ganz andere länder geschielt wird, wo das gefängnis privatisiert wird und zum markt der privaten sicherheitskonzerne geworden ist.
hier haben wir halt einmal die gemütliche alpenversion der privaten aufbewahrung von personen, die man wie weiland den "schwarzen peter" (pun intended) herum schiebt.
man sieht klar, dass diese halbwelt zwischen privat und staatlich ein infames werkzeug aller möglichen missbräuche werden kann.
es ist haarsträubend für ein westliches land, dass derart sensible bereiche (aus allen herkunftsländern wird zugeschaut) komplett von einer verhaberten clique gemanagt werden, die halt oberflächlich so tut, als wär alles in gesetzlicher harmonie, weil ein paar von denen beamte sind..
1200,00 pro tag, egal wieviele menschen dort angehalten werden: ein gutes geschäft, selbst bei vollbelegung...
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