Fall Litwinenko beschäftigt weiter die Justiz

9. August 2012, 17:33

Voranhörung für öffentliche Untersuchung startet am 20. September

London - Die britische Justiz will die Ermordung des vergifteten russischen Geheimdienstmitarbeiters und späteren Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko öffentlich untersuchen. Eine Voranhörung werde am 20. September beginnen, teilte der zuständige Richter Robert Owen am Donnerstag mit. Dabei werde Owen seine Vorstellungen zum Ablauf der Untersuchung darlegen, sagte ein Justizsprecher.

Litwinenko war im November 2006 tot in einem Londoner Hotel gefunden worden. Er wurde mit dem radioaktiven Gift Polonium 210 ermordet. Die britische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der ehemalige russische Agent Andrej Lugowoi der Mörder ist - zu ihm führten bei den Ermittlungen alle Polonium-Spuren.

Lugowoi ist aber mittlerweile ins russische Parlament gewählt worden, Russland verweigert die Auslieferung. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.

Der Fall belastet seit Jahren die britisch-russischen Beziehungen. Vergangene Woche hatte Premierminister David Cameron nach einem Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in London erklärt, der Fall stehe noch immer zwischen beiden Ländern. (APA, 9.8.2012)

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