Computermarkt in Westeuropa unter Druck - Desktop-Geschäft bricht ein

9. August 2012, 16:19

Gartner: Überdurchschnittlich starker Rückgang in Deutschland und Großbritannien - Branche setzt auf Ultrabooks

Computerherstellern weht in Westeuropa rauer Wind entgegen. Im zweiten Quartal schrumpfte der Absatz um 2,4 Prozent auf 13,6 Millionen Rechner, so der IT-Marktforscher Gartner. Bei Desktop-PCs sackten die Verkaufszahlen um 12,8 Prozent ab, dafür gab es bei mobilen Geräten ein Plus von 4 Prozent. Überdurchschnittlich stark geschrumpft sind der britische und der deutsche Computermarkt (-7,6 bzw. -6,5 Prozent). In Deutschland machte den Herstellern vor allem die Zurückhaltung von Firmen zu schaffen.

Warten auf Windows 8

Der Absatz von Stand-PCs brach in Deutschland um 20,2 Prozent ein, teilte Gartner am Donnerstag mit. Der Verkauf von mobilen Computern hat sich hingegen bei einem Wachstum von 3,9 Prozent stabilisiert. Im zweiten Quartal habe jeder auf neue Ultrabooks und das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 gewartet, erläuterte Gartner-Analystin Meike Escherich. Dies habe einen dämpfenden Effekt gehabt.

Die Hersteller setzten derzeit ihre Hoffnung in die neuen ultradünnen und leichten mobilen Computer, die die Lücke zwischen Notebooks und Tablet-PCs schließen könnten. Ein großer Anteil der F&E-Ausgaben sei in die Entwicklung der sogenannten Ultrabooks gesteckt worden. Auch der Chiphersteller Intel habe massiv investiert, um den Markt aufzubauen. Escherich geht davon aus, dass sich die Ultrabooks im zweiten Halbjahr 2012 weiter verbilligen werden, was für zusätzliche Nachfrage sorgen dürfte. Statt derzeit 800 bis 1.000 Dollar könnten Ultrabooks bald um 700 Dollar (567 Euro) oder weniger zu haben sein.

Federn

In Westeuropa ist Hewlett-Packard nach wie vor die Nummer eins, obwohl der Konzern im zweiten Quartal ordentlich Federn lasen musste. Der Marktanteil schrumpfte laut Gartner-Berechnungen im Jahresvergleich von 22,7 auf 20,2 Prozent. Stark aufgeholt haben dagegen Acer (Marktanteil 17,3 nach 14,6 Prozent) und Asus (10,7 nach 7,3 Prozent). In Deutschland hat der taiwanesische Hersteller Acer HP vom Thron gestoßen und sogar auf Platz drei hinter Lenovo verbannt. (APA, 08.08. 2012)

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Gartner

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10 Postings
Computer veralten einfach nicht mehr so schnell, wie noch vor ein paar Jahren

Warum einen funktionierenden PC gegen einen neuen austauschen, wenn alle benötigten Programme laufen? Ob's Word von 2002 od. 2010 ist, ist 99% der Benutzer wahrscheinlich egal ..

"" Im zweiten Quartal habe jeder auf neue Ultrabooks und das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 gewartet, erläuterte Gartner-Analystin Meike Escherich""

echt jeder ; )

alles kaffeesatzleser diese analysten

Die Hersteller setzten derzeit ihre Hoffnung in die neuen ultradünnen und leichten mobilen Computer, die die Lücke zwischen Notebooks und Tablet-PCs schließen könnten.

Irgendwie wird zu sehr auf selbsternannte Experten und Analysten gesetzt, als mal den PC Markt nüchtern zu betrachten!

Seit 6 Jahren gibt es Absatz und Umsatzrekorde, der Notebookmarkt boomte richtiggehend, was natürlich zu Lasten der Destops / Tower Geräte ging. Wobei 5 Jahre davor ist der Absatz dieser Geräte stark nach oben gegangen.

Der durchschnittliche Haushalt hat bis zu 2 Altgeräte (Desktop) - meist noch mit Windows XP zur Verfügung, und dann 1-2 Notebooks, eventuell noch 1 Tablett oder Smartphones.

Es gibt immer mehr Geräte, doch der Kunde will nicht jedes Jahr etwas "Neues" kaufen, wenn die Grundbedürfnisse auch mit dem bisherigen Modellen zu 100% erfüllt sind!

Glaub kaum dass das ganze

mit Warten auf Windows 8 zu tun hat.
Es gibt
a) eine handfeste Wirtschaftskrise
b) Viele Dinge die früher User mit einem Desktop PC machen erledigen sie jetzt mit einem Smartphone oder Tablet.

und (c) wo sind die echten innovationen, die ein 0-8-15 user unbedingt braucht? die gibts mit ausnahme der 64bit version von windows, die hobbyfilmern und musikern nützt, schon lange nicht mehr.

ultrabooks sind gut, aber ersetzen den desktop PC nicht.

Vielleicht liegt es wirklich daran dass durchschnittlich desktop PCs länger leben als notebooks/smartphones/tablets/ultrabooks. Mein letzter Desktop lief knapp 10 Jahre, fast 24h/7d. Und bei einigermaßen stabilen ADSL o.ä. mit einigermaßen akzeptablen upstream kann man ja seit Jahren problemlos div. remote desktop Lösungen verwenden um von unterwegs aus zu Hause zu arbeiten (fast alle Windows Versionen bieten zB das RDP). Desktop PCs sind ziemlich robust, unkaputtbar, stabil und für den LANG LAUFENDEN LANGLEBIGEN Betrieb, bei einigermaßen guter Kühlung, gedacht, und das wird wohl auch so bleiben, ich jedenfalls schätze den Wert des desktop PCs aber kaufe eben auch nicht alle 2 Jahre einen Neuen ...

Ich kaufe lieber alle 1,5 Jahre einen neuen und geb den alten wem der ihn haben will...

Naja … Hab mir eben erst nach Jahren des Laptops nen halbfertigen Aufrüstdesktop gekauft (natürlich ohne Windows, wozu warten oder alte Software kaufen) und den Rest selber rein/rangebastelt.

Zu >90% stand Schleppi eh auf dem Schreibtisch und unterwegs machts mittlerweile locker das Smartfon, wobei man sowieso zur Not remote nach Hause gelangt. Es soll zwar noch n Tablet her, für längere Reisen und als Zweitbildschirm aufm Schreibtisch sowie als Hausmobilgerät, aber sind immer noch nicht tolle Produkte aufm Markt (Galaxy Note 10.1 oder Thinkpadpad sind schonmal die richtige Richtung), aber ein reines Notebook/Netbook whatever kauf ich sicher nicht mehr. So bin ich viel flexibler als die Macbookfirtzen und bezahl für mehr Rechenleistung und Speicherplatz obendrein deutlich weiniger.

Für jemandem mit nem anderen Alltag (viel unterwegs mit der Arbeit und Studenten oder so), kann das aber anders aussehen.

Das ist eine Analyse von Gartner ..

... da erübrigt sich jeder Kommentar ;-)

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