Einmal Gold, dreimal Silber und zehnmal Bronze: Schüler übertrumpfen Sportler

10. August 2012, 12:02

Erfolgreiche Teilnahme bei internationalen Bewerben in Chemie, Physik, Mathematik und Naturwissenschaften

Wien - Während Österreich im Sport bei den Olympischen Spielen in London nur noch um seine Ehrenrettung kämpfen kann, haben bei den Olympiaden in Chemie, Physik, Mathematik und Naturwissenschaften heimische Schüler 2012 abgeräumt. Insgesamt vierzehn Medaillen konnten die Schüler-Olympioniken laut Unterrichtsministerium ergattern, darunter einmal Gold, dreimal Silber und zehnmal Bronze. Medaillenchancen gibt es auch noch in Informatik, wo der Wettbewerb erst Ende September stattfindet.

Erst Landes- und Bundeswettbewerbe...

Die "Olympiaden" sind Wettbewerbe zur Förderung besonders begabter Schüler an den Oberstufen der Gymnasien und berufsbildenden höheren Schulen (BHS). Ausgangspunkt für die Qualifizierung sind spezielle Vertiefungskurse für besonders interessierte Schüler. Zuerst müssen sie sich in den Landes- und dann in den Bundeswettbewerben für die Olympiaden-Teilnahme qualifizieren.

...und dann wird's international

Die Ausbeute bei den internationalen Bewerben war gut: Bei der Chemie-Olympiade mit 283 Teilnehmern aus 72 Ländern war Österreich mit vier Teilnehmern vertreten, drei davon aus der Steiermark und Südtirol (Südtiroler Schüler treten für Österreich an, Anm.) konnten eine Medaille holen. Bei der Physik-Olympiade mit 378 Teilnehmern aus 80 Ländern haben alle fünf österreichischen Teilnehmer aus Kärnten, Oberösterreich und Steiermark Medaillen ergattert. Die Mathematik-Olympiade mit 548 Teilnehmern aus 100 Ländern brachte für vier der sechs österreichischen Teilnehmer aus Niederösterreich, Tirol und Steiermark Bronze sowie eine "Lobende Erwähnung" für die vollständige Lösung einer schwierigen Frage.

Weitere Ausbeute

Erfolge hat Österreich auch bei der Europäischen Naturwissenschaftsolympiade eingefahren, wo 27 EU-Länder mit je zwei Schüler-Teams angetreten sind: Ein Team aus Kärnten und Wien holte dabei eine Silber-, das zweite aus Niederösterreich und Steiermark eine Bronzemedaille. (APA, 10.8.2012)

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11 Postings
Es ist aber nicht so,

dass diejenigen, die im Sport gut sind, in der Wissenschaft durchgefallen gewesen währen.

Das ist weitaus erfreulicher als 100 Goldmedaillen bei Olympischen Sommerspielen.
:)

wie wahr :)

In dem Zusammenhang besonders peinlich:

Eine Olympiade ist immer noch der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen.

Die 7 Gründungsländer haben aber 1959

den Namen "Mathematikolympaide" gewählt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inte... Geschichte

Was nun? Soll Österreich die Wissenschaftsbewerbe boykottieren, bis der Name korrigiert wird?

PS: Wenn ich meine Katze "Olympiade" nenne, ist dann Olympiade eine Katze oder "der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen"?

Sie ist beides, bis Sie die Kiste aufmachen ;)

Eher umgekehrt

Schrödingers Katze hat noch keinen Namen, unbenutze Wörter haben keine Bedeutung.

Genaugenommen sind das ohnehin die viel wichtigern Medaillen. Ein Vergleich wäre allerdings interessant, wie andere Nationen abgeschnitten haben.

Homepage

Physikolympiade: http://www.ipho2012.ee/home/

Chemieolympiade:http://www.icho2012.org/

Detaillierte Länderwertung habe ich dort aber nicht gefunden.

Mathematikolympiade:

http://www.imo-official.org/

Dort finden Sie z.B. das AUT heuer 50ter bei 10o teilnehmenden Ländern wurde. Es gab schon schlechtere Jahre (2003: Rang 59 unter 82 Teilnehmern), aber auch bessere (1981: Rang 4 unter 27 Teilnehmern)

PS:

Schlechter als Österreich waren heuer z.B. Finnland (Rang 65), Schweden (Rang 71), Norwegen (Rang 79), besser waren Deutschland (Rang 31), Ungarn (Rang 38), Griechenland (Rang 26).

Platz eins hatte erstmals Korea vor China (war in den vorhergehenden Jahren meist Sieger) und USA.

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