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Paris - Die Preise für Lebensmittel ziehen weltweit wieder an: Nach drei Monaten des Rückgangs stiegen die Preise im Juli um sechs Prozent an, besonders betroffen waren Getreide und Zucker, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am Donnerstag in Paris mitteilte. Dennoch lagen die Lebensmittelpreise im Durchschnitt noch deutlich unter den Rekordmarken vom Februar 2011.
Seit mehreren Wochen steigen die Preise für Getreide und Ölsaaten in Europa und an der US-Börse von Chicago vor allem wegen Wetterfolgen wieder stark an. So haben sich die Ernteaussichten für Mais in den USA wegen der anhaltenden Dürre und Hitze so sehr verschlechtert, dass die Preise im Juli um 23 Prozent anstiegen. Die Weizenpreise stiegen wegen schlechter Ernteaussichten in Russland um 19 Prozent. Der Reispreis blieb hingegen praktisch stabil.
Der FAO-Index für Getreide erreichte einen durchschnittlichen Wert von 260 Punkten und damit 38 Punkte mehr als im Juni. Der Wert ist damit 14 Punkte von seinem bisherigen Rekord vom April 2008 entfernt, als es weltweit wegen der hohen Preise zu Hungerrevolten kam. Die Preise für Fleisch gingen hingegen im dritten Monat in Folge zurück.(APA, 9.8.2012)
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Das Märchen von den Missernten.
Wenn man die Rohstoffpreise an den Börsen studiert wird man sehen, dass es sich hier um "finanzialisierte Preise" handelt.
D.h. hier wird spekuliert auf Teufel komm raus. Und man ist zu feige das endlich zu verbieten. Letztendlich ein Verbrechen an der Menschheit.
Diese Termingeschäfte an den Börsen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit.
Sie zu verbieten wäre wirklich dumm. Dann weiß der Bäcker nicht schon heute, wieviel er für das Getreide in einem halben Jahr zahlt und könnte böse überrascht werden. Die Bauern genauso. Jetzt kann jeder schon vor der Ernte den Preis dafür vereinbaren und wenn er ein gutes Angebot bekommt, wir er mehr anbauen.
Haben Sie auch ein Argument für das Verbot? Oder plappern Sie nur einfach das Argument einiger politischer Verbände nach, die gerne über die Spekulanten schimpfen, weil niemand so genau weiß, was die tun. Der ideale Gegner.
Aber wenn man genauer hinschaut, müsste man schon erkennen, dass Warentermingeschäfte eine wichtige Rolle spielen. Aber wer schaut schon so genau.
Nein, das ist nicht das Kerngeschäft der Deutschen Bank. Und die Bank überprüft das gerade, ob sie damit irgendwem schädigen, oder nicht. Ich finde es wichtig und richtig, dass so große Unternehmen nicht auf Zuruf von irgendwem sich ins Geschäft dreinpfuschen lassen.
Allerdings kann so ein Zuruf eine interessante Information sein, der man nachgehen sollte. Und das tun sie jetzt.
Ob die Bäcker dann den Brotpreis wieder reduzieren, wenn der Getreidepreis in Zukunft wieder sinkt ... was nur eine Frage der Zeit ist?
Und ob diese 23 % Preissteigerung des Weizens auch mit einer Angebotsreduktion von 23 % Hand in Hand geht ... oder hier sofort die Spekulanten auf den Zug aufspringen, wenn sie Dürre und Angebotsverknappung hören.
Seit Jahren ist das bekannt und die Politik muss der Nahrungsmittelspekulation endlich einen Riegel vorschieben.
... den Export des Weizen kontrollieren drei Staaten, die USA, Kanada und Russland.
Wie bereits seit 2 Monaten bekannt ist wird in den USA und wegen Duerre in Russland eine schlechte Ernte erwartet. Russland hat bereits die Exporte bis Juni um 20 % gekuerzt, weitere Kuerzungen bis 40 % werden notwendig sein um den Inlandsmarkt beliefern zu koennen. Zu den fuehrenden Importlaender gehoeren, hier eine Auswahl
Aegypten, Brasilien, Indonesien, Algerien, Mexico u die Tuerkei. Die EU Imporlaender sind: Spanien, Italien, UK u Griechenland.
Die obengenannten Laender wird es besonders hart treffen, Oesterreich ist "Selbstversorger" die Preiserhoehung ist damit mit ca 15% eine Insel der Gluecklichen. Damit ist die heurige Ernte bereits eingepreist!
E10, wie in Deutschland muss her - mehr Bio-Gasanlagen usw. Dann werden die Flächen für Nahrungsmittel noch kleiner und die Preise steigen weiter. Na los.
(für die, die es nicht verstanden haben = Ironie)
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