Niemetz will Mitarbeiter endlich bezahlen

9. August 2012, 15:26
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Laut Firmenanwalt keine Insolvenzgefahr bei Wiener Schwedenbomben-Hersteller

Wien - Der Schwedenbomben-Produzent Niemetz mit Hauptsitz in Wien will seine finanziellen Schwierigkeiten in den Griff bekommen: "Es wird eine Gesamtlösung gesucht", sagte Anwalt Stephan Nitzl, der das Unternehmen rechtlich vertritt, am Donnerstag. Insolvenzgefahr gebe es keine: "Meine Mandantschaft sagt nein." Noch diese oder nächste Woche soll Geld an die Mitarbeiter fließen. Ob es sich dabei um die aktuellen Löhne oder auch um die ausstehenden handelt, weiß er nicht.

Ende vergangener Woche war publik geworden, dass Niemetz in ernsten Finanznöten stecken dürfte. So haben Mitarbeiter ihr Gehalt nicht ausbezahlt bekommen, was mit Liquiditätsproblemen im Sommer argumentiert wurde.

Auch Management bekommt Geld verspätet

Der Anwalt sagte heute, dass noch diese oder nächste Woche die Bezahlung der Löhne angewiesen werde. Er unterstrich in diesem Zusammenhang, dass das Management ebenso vom finanziellen Engpass betroffen sei und erst Geld bekomme, wenn alle Arbeiter und Angestellte bezahlt worden seien. Niemetz beschäftigt 67 Mitarbeiter.

Weiters berichtete Nitzl, dass eine "Gesamtlösung" für Niemetz gesucht werde, um den Bestand des Unternehmens mittel- bzw. langfristig zu sichern. Dabei gehe es "seines Wissens" nach nicht um den Einstieg eines Partners. Vielmehr gehe es um eine Finanzierungslösung, deswegen würden Gespräche mit Banken und Finanzpartnern geführt. Detaillierter wollte er sich auf Fragen nach einer Umschuldung nicht äußern.

Seine Mandanten seien zuversichtlich, eine Lösung in den "nächsten Tagen oder Wochen präsentieren" zu können, kündigte der Rechtsvertreter an. (APA, 9.8.2012)

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    foto: niemetz
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