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Wien - Der Kunststoffhersteller Borealis, an dem der börsenotierte Mineralölkonzern OMV 36 Prozent hält, hat im ersten Halbjahr 2012 einen Nettogewinn von 252 Mio. Euro erwirtschaftet, ein Rückgang um 26,1 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz blieb dagegen stabil bei 3,751 Mrd. Euro, nachdem im gleichen Zeitraum 2011 dieser bei 3,756 Mrd. Euro lag. Die Verschuldungsquote (Gearing) legte im Jahresabstand um 3 Prozentpunkte auf 44 Prozent zu, teilte Borealis in einer Aussendung am Donnerstag mit.
Maßgeblich zum Ergebnis hätten das Basischemikaliengeschäft und das Joint Venture Borouge (mit der Abu Dhabi National Oil Company ADNOC) beigetragen, während das europäische Polyolefingeschäft in Europa im zweiten Quartal "ein niedriges Ergebnis" erzielt hätte. Zurückzuführen sei dies auf das schlechte wirtschaftliche Umfeld und auf einen gesunkenen Ölpreis, so Borealis.
Borealis-Chef Mark Garett spricht von einer schwierigen "politischen und ökonomischen Situation in Europa", auf die die Märkte entsprechend reagiert hätten. Dies könnte nach Ansicht des Unternehmens auch eine längere Zeit andauern. Im zweiten Quartal habe es einen deutlichen Rückgang bei den Polyolefinpreisen und -margen gegeben, so Garrett. Der Nettogewinn von Borealis sank in diesem Zeitraum auf 112 Mio. Euro von 168 Mio. Euro im 2. Quartal 2011. Auch der Umsatz ging leicht um 28 Mio. Euro auf 1,869 Mrd. Euro zurück.
Borealis wies in seiner Aussendung darauf hin, dass wichtige Investitionsprojekte voranschreiten würden: So soll in Linz im zweiten Halbjahr die sogenannte "semikommerzielle Katalysatorenanlage" planmäßig fertiggestellt werden. Die Lieferung der ersten Chemikalien-Rohstoffe werden noch im August erwartet. Außerdem wurden Polypropylenprodukte von Borealis und Borouge vom Autohersteller Renault für zwei zusätzliche, neue Automobilplattformen ausgewählt, teilte Borealis mit.
Der Borealis-Konzern mit rund 5.300 Mitarbeitern weltweit gehört zu 64 Prozent dem OMV-Kernaktionär International Petroleum Investment Company (IPIC), Abu Dhabi, sowie zu 36 Prozent der OMV.(APA, 9.8.2012)
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