Österreichs Automarkt stottert

9. August 2012, 13:59

Auch hierzulande geht es langsam bergab: Im Juli gingen die Pkw-Neuzulassungen im Jahres­vergleich um 3,5 Prozent zurück

Wien - Die Schuldenkrise dürfte den westeuropäischen Automarkt ordentlich bremsen. Der renommierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet nächstes Jahr gar die schlechtesten Autoverkäufe seit 1993. In Deutschland weht den Herstellern bereits rauer Wind entgegen. Im Juli sank die Zahl der Neuzulassungen um fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr - damit war der Absatz so schlecht wie sonst nur im Jahr nach der sogenannten Abwrackprämie. Auch in Österreich geht es langsam bergab: Im Juli gingen die Pkw-Neuzulassungen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent zurück.

Wer anzieht, wer nachlässt

Insgesamt wurden wurden im Vormonat 28.268 Autos neu zum Verkehr zugelassen, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Von den zehn beliebtesten Automarken haben Audi (+25,3 Prozent), VW (+13,8 Prozent) und Ford (+12,1 Prozent) am stärksten zugelegt. Herbe Rückgänge verzeichneten hingegen Opel (-39,1 Prozent) und Skoda (-26,8 Prozent). Auch Hyundai (-9,5 Prozent), BMW (-9,3 Prozent), Seat (-4,1 Prozent) und Peugeot (-7,9 Prozent) mussten Verluste hinnehmen. 57 Prozent der im Juli neu zugelassenen Autos waren Dieselfahrzeuge (+0,5 Prozent), der Anteil der benzinbetriebenen Pkw ging auf 41,8 Prozent zurück (-10,3 Prozent).

Mehr Zweiräder

Die Zahl der gesamten Kfz-Neuzulassungen schrumpfte im Vormonat um 0,7 Prozent auf 39.351 Fahrzeuge im Jahresvergleich. Gegenüber dem Vormonat Juni fiel der Rückgang mit 10,4 Prozent deutlich stärker aus. 71,8 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge waren Pkw. Am Nutzfahrzeugmarkt entwickelten sich leichte Lkw (bis 3,5 Tonnen) positiv (+8,5 Prozent), bei schweren Lastwagen (-5,9 Prozent) und Sattelzugfahrzeugen (-11,7 Prozent) gab es hingegen ein Minus. Zweierlei Tendenzen auch am Zweiradmarkt: Leichtmotorräder und Motorräder legten mit +27,6 bzw. +20,6 Prozent ordentlich zu, Motorfahrräder schrumpften um 7,1 Prozent. (APA, 9.8.2012)

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9 Postings
einfache erklärung dafür

20% msst
nova
co-steuer
spritpreis
rep.kosten jeseits von gut und böse
parkpickerl
parkschein/pickerl
braucht man da noch mehr gründe?

und trotzdem

werden wir aufs Auto nicht verzichten....!

themenverfehlung

es ging darum warum der markt stottert und nicht ob wir das auto aufgeben

Stottototterttt

Und? Wen wundert's? Individualverkehr-Bashing wo's nur geht, Abkassieraktionen und Preistreiberei!
Doch jetzt, wo man sich dem Ziel, nämlich der grösstmöglichen Vernichtung des Individualverkrehrs, nähert, merkt man erst, wer alles am Tropf der Autobranche hängt. Nur mit den heissgeliebten "Öffis" wird nicht einmal ein Bruchteil jener, die heute sehr gut davon leben, durchzufuttern sein. Da wird's bald die nächste Abwrack- oder sonstige Prämie geben müssen. Aber was ist dann, wenn dann kaum mehr wer mitzieht?

Irgendwie wundert's mich nicht

Autofahren wird immer beschwerlicher. Nicht nur Staus, sondern auch großflächige Parkverbote. Zweiräder dürfen noch fahren. Wie lange noch?

Die Autoindustrie hat das Elektroauto verschlafen, die Grünen feiern Triumphe. Leute, die sich über's Auto definieren, haben noch lange für Umsätze gesorgt, aber auch sie werden pald nirgends mehr parken können.

Alternativen sind gefragt, liebe Autobauer!

Bemerkenswert sind aber auch die Zuwächse von....

Audi (+25,3 Prozent) und VW (+13,8 Prozent).

Das sind ja nicht gerade billige Autos.

Auch der protzigste Audi muss in der Pickerlzone Parkgebühren zahlen und darf auf der Autobahn nicht schneller als 130 fahren.

Warum dann nichts Kleineres, Sparsameres?

reine

Imagegeschichte;-).

Mehr Zweiräder

Krisensicherung: ein China Viertakt Moped für 1000 €. Kostet kaum Steuer und Versicherung und mit einem Verbrauch von ca. 2 Liter / 100km ists auch gut für die Umwelt und den Geldbeutel.

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