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Eine Warntafel in einem verseuchten Feld.
Berlin - Die USA beteiligen sich erstmals seit Ende des Vietnam-Krieges vor 37 Jahren an der Beseitigung von Umweltschäden durch das von ihnen eingesetzte Entlaubungsmittel "Agent Orange". Am Flughafen Danang in einer Tourismusregion am Südchinesischen Meer begannen am Donnerstag umfangreiche Arbeiten, um das Erdreich von dem dioxinhaltigen Mittel zu dekontaminieren. Damit würden die ersten Schritte zur Beseitigung gemeinsamer Altlasten unternommen, erklärte der US-Botschafter David Shear.
Während des Krieges bis 1975 lagerten die US-Streitkräfte in Danang "Agent Orange"-Vorräte. Über die Urwälder des Landes sprühten Flugzeuge rund 45,5 Millionen Liter des hochgiftigen Mittels ab. Die Militärs wollten damit Nachschubwege der kommunistischen Vietcong unter dem dichten Blätterdach des Dschungels aufdecken und ihnen die Deckung nehmen.
Die Fässer mit dem Entlaubungsmittel waren mit einem orangenen Streifen markiert, davon stammt die Bezeichnung "Agent Orange". Bis heute werden Häufungen von Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen in Vietnam auf den Einsatz von "Agent Orange" zurückgeführt. Auch Karzinome bei vielen US-Veteranen gehen vermutlich auf das hochgiftige Entlaubungsmittel zurück.
In den Beziehungen zwischen den USA und Vietnam spielt eine Kompensation für den Einsatz von "Agent Orange" eine wichtige Rolle. Die US-Regierung gibt 41 Millionen Dollar in Danang aus, damit 73.000 Kubikmeter Erde gereinigt werden können. Das Erdreich wird in speziellen Öfen auf eine Temperatur erhitzt, bei der der Wirkstoff des Entlaubungsmittels zerfällt. Die Arbeiten sollen 2016 abgeschlossen werden. (APA, 9.8.2012)
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Ich will ja nichts beschönigen, aber im Vergleich zu Agent Orange ist die Uranmunition ein Lercherlsch...
Siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Uran... swirkungen
...zu glauben, daß man sich diese Mithilfe sogar bezahlen läßt, wurscht ob die Regierung initial ein paar Mille ausgibt. Die USA machen NICHTS uneigennützig.
Schließlich läßt man sich die gebrachte Freiheit im Irak und Afghanistan und den Wiederaufbau von allem, was man zerstört hat ja AUCH bezahlen!
Prasident Clinton hat seinerzeit Vietnam besucht und die Suche nach Überresten amerikanischer Soldaten intensiviert, man hat auch einige Fingerknochen gefunden...
Ich habe damals an Clinton geschrieben, ob es nicht selbst für die Hinterbliebenen dieser Soldaten tröstlicher wäre, wenn man diese Millionen statt dessen für die Entschärfung der Millionen von Landminen einsetzen würde, die noch immer wöchentlich Menschen verletzen oder töten und so neues Leid vermeiden helfen!!!
...könnt ihr einmal einen Taschenrechner und Mathe-Kenntnisse auf Hauptschulniveau bemühen, um eure kolportierten Zahlen zu verifizieren.
73.000 m3 entsprechen gerade einmal einem Würferl von 42 m Kantenlänge.
In anderen Worten: ein mittelgroßes, quadratisches Bauprojekt von 135 m Kantenlänge und einem einzigen Untergeschoß verursacht die selbe Aushubmenge.
Aber zugegeben, vielleicht verarschen ja die USA, in Gefolge von Monsanto & Co, die Vietnamesen bis zum heutigen Tag.
Ihre Vergleiche sind zwar irrelevant, weil sich das gift wohl überwiegend an der Oberfläche befinden wird, oder zumindest da den grössten Schaden anrichtet.
Quadratische Würfel sind also irrelevant, aber auch 146.000 m² Fläche wäre vernachlässigbar wenig, wenn man 1/2m in die Tiefe gehen würde. Und weniger kann es sicher nicht sein.
es wuerde um eine flaeche von 31_000km2 wald und 100_000km2 ackerland gehen.
die strategie war, landgebiete zu entvoelkern und die menschen in die staedte zu treiben und so dem vietcong die unterstuetzung zu entziehen - die suedvietnamesische stadtbevoelkerung hat sich verdreifacht.
alles in allem 900_000 menschen getoetet oder verstuemmelt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Agent_orange
im schrecklichen 1. welkrieg gab es uebrigens, nur so zum vergleich, insgesamt 90_000 tote durch den gaskrieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gask... Gaskrieges
Auf der US-Seite starben 58.000 GI. Auf der vietnamesischen Seite waren 2.000.000 offizielle Tode. Nicht inkludiert sind die Boat-People, die Tode über Meer, geschätzt sind ca. 500.000. Auch 1.000.000 Witwen und 3.000.000 Weisenkinder standen auf der Bilanz des Krieges auf VN-Seite.
Süd- und Nordvietnam zusammengenommen. Dazu noch min. 500.000 ertrunkene Boatpeople, 1,5 Millionen in Umerziehungslagern getötete Südvietnamesen. Dazu ungezählte Tote durch Minen und Dioxin. Damit dürfte man die 10 Millionen locker überschreiten.
Als Detail noch zu den Amerikanern: das Durchschnittsalter der Kombattanten war 20 Jahre, 3/4 der getöteten Soldaten unter 25. Also wie immer sind Kinder für die Interessen von Superreichen und Regierungen gestorben.
Die südvietnamesische Armee (kampfte auf US Seite) hatte offziell ca. 1.000.000 unter Waffe. Nach dem Fall Südvietnam flohen ca. 100.000 ins Ausland und es blieben ca. 900.000 in der Umerziehungslagen. Ca. zweidrittel kamen in der Umerziehungslagen um. Es blieb eine relativ große, unerfasste Zahl an Tode von Kriegsfolgen, die niegendwo in der Statistik aufscheint.
Dieses Gift wird bis heute (und noch lange nach uns) über die Flüsse ausgeschwemmt - in genau jenen Flüssen jedoch (und NUR dort) wird der hierorts so beliebte, ach so günstige und billige Pangasius gezüchtet...
Mahlzeit!
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