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vergrößern 1000x634Nino des Buissonnets trägt Steve Guerdat zum Sieg.
vergrößern 460x500Das Podest: Gerco Schroder, Steve Guerdat und Cian O'Connor.
London - Steve Guerdat hat Mittwoch die zweite Goldmedaille für die Schweiz bei den Olympischen Spielen in London geholt. Im Finale der Springreiter blieb er als einziger Reiter mit seinem elfjährigen französischen Wallach Nino des Buissonnets in beiden Runden ohne Strafpunkte und holte damit den Sieg. Platz zwei erritt der Niederländer Gerco Schröder mit London in einem Stechen vor dem Iren Cian O'Connor auf Blue Loyd.
O'Connor hatte gleich zwei Mal Pech. Im zweiten Umlauf verpasste er die geforderte Zeit um gerade einmal zwei Hundertstel und kassierte deshalb jenen Strafpunkt, der ihn das Stechen um Gold gegen Guerdat kostete. In der Ausscheidung um Silber wiederum riss er das letzte Hindernis, weshalb der langsamere Schröder wie schon mit dem Team Silber holte.
O'Connor hat schon eine dramatische Olympia-Geschichte hinter sich. 2004 in Athen hatte sich der Ire als Olympiasieger feiern lassen, war aber später disqualifiziert worden, da sein Pferd Waterford Crystal gedopt war. Dass er überhaupt in London dabei war, hatte er indirekt seinem Teamkollegen Denis Lynch zu verdanken, der aus dem Aufgebot gestrichen wurde, da bei seinem Pferd Überempfindlichkeit festgestellt worden war.
Guerdat behielt die Nerven
Mann des Tages war aber Steve Guerdat, der mit der Schweiz im Team als Vierter noch knapp Edelmetall verpasst hatte. Der 30-Jährige aus dem Jura, dessen größter Erfolg heuer Platz zwei beim Weltcup-Finale war, behielt die Nerven und brachte als einziger sein Pferd zweimal ohne Abwurf in der Zeit ins Ziel. Guerdat gelang damit Historisches. Das vorher einzige Schweizer Gold im Einzel-Springreiten hatte 1924 in Paris der Kavallerie-Offizier Alphonse Gemuseus geholt. Guerdat selbst hatte vor vier Jahren in Athen Bronze mit dem Team erobert.
Österreicher waren für die Springreit-Bewerbe in London nicht qualifiziert. Der Niederländer Marc Houtzager, Lebenspartner der österreichischen Springreiterin Julia Kayser, landet mit Tamino im Endklassement auf Platz neun und damit noch immer vor dem besten der enttäuschenden Deutschen, Marcus Ehning, der das Turnier auf Rang zwölf abschloss. Die große britische Hoffnung Nick Skelton vergab seine Gold-Chance mit einem Abwurf im zweiten Finaldurchgang und musste sich mit Platz fünf hinter Kamal Bahamdan zufrieden geben. Der Überraschungsmann aus Saudi-Arabien hatte in beiden Umläufen einen Zeitfehler und verpasste so eine Medaille, obwohl sein Pferd Nobless des Tess am Finaltag alle Sprünge fehlerfrei passierte. (APA/Si/dpa/Reuters; 8.8.2012)
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