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Ein Mann , nennen wir ihn Werner Faymann, hat als Wiener Wohnbaustadtrat aus seinem großen Budget viele, viele Millionen an Zeitungen verteilt, meist an die Krone, aber nicht nur. Das war für Beilagen, in denen - mit vielen Bildern des Wohnbaustadtrats - zu erfahren war, dass die Gemeinde Wien (bzw. ihr nahestehende Firmen) Wohnbauten errichtet. Die Leser wussten dann: ah, da gibt's Wohnungen.
Die Zeitungen waren auch nicht böse über Faymann wegen der Einnahmen. Als nun Werner Faymann Infrastrukturminister wurde, mit Zugriff auf die ÖBB und die Autobahnfirma Asfinag, fragte er seinen Vertrauensredakteur bei der Krone, Claus Pándi, ob man dieses Erfolgsrezept nicht wiederholen könne? Und die oberste Instanz, den inzwischen verstorbenen Krone-Herausgeber Hans Dichand, fragte er auch. Und siehe, Dichand sagte: Klar, machen wir! Kostet 500.000 Euro. Und so erschien eine Serie, in der sich Krone-Leser beim Infrastrukturminister über die ÖBB beschweren durften. Bezahlen durften das die ÖBB (deren damaliger Chef angeblich "begeistert" war). Die Staatsanwaltschaft ermittelt deswegen gegen den nunmehrigen Kanzler (Faymanns Einvernahmeprotokoll kam jetzt ans Licht).
Ist das Verhalten Faymanns, sich auf Staatskosten die Krone (und andere) günstig zu stimmen, strafrechtlich Untreue? Möglich, aber nicht sicher. Ist das, politisch gesehen, Machtmissbrauch? Ja. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 9.8.2012)
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Oder weil ihre rechte Chefredakteurin von ihnen verlangt, bisserl was für die bedrängte ÖVP zu schreiben, bevor die ganz den Bach obegeht.
Der "es reicht"-Molterer, ietzo einer der Oberschakln in der EZB, hat in seiner letzten Wahl vor seines und des "es gibt keinen Pflegenotstand"-Schüssels Abganges als Finanzminister:
Persönlich adressierter Brief und Broschüre mit seinem "es reicht"-Bild an alle österreichischen Erstwähler und auch an Jungwähler, die schon einmal was gearbeitet haben mit Lohnsteuer und so, auf Staatskosten versendet, in denen er ihnen bereits den Steuerausgleich für das vergangene Jahr ausgerechnet hat und das Guthaben.
Das er ihnen überweisen will. Im Juli
Ich als passionierter Bahnfahrer hab mitbekommen, was die Zerschlagung(sversuche) der OEBB durch den Blau-Schwarzen-Wahnsinn auch für den (Planungs-)Alltagsbetrieb der OEBB bedeutete, etwa bei Fahrten von Innsbruck gen Osten.
Die Inseratenkampagne in der Krone - ich lese diese ja nur am Sonntag - ist mir jedenfalls gut und auch erbaulich in Erinnerung geblieben: Endlich mal wieder positiver Input für die Bahn.
Ich hab das so erlebt: Endlich wieder mal was FÜR die Bahn und nicht nur GEGEN! Endlich steht auch die Politik wieder hinter den öffentlichen Verkehrsmitteln!
Da Faymann ein politisches Leichtgewicht ist, und der geballten Medienmacht der "Krone" nicht gewachsen ist, muss er sich halt mit ihr arrangieren - glaubt er. Konfliktvermeidung und Kompromissbereitschaft kann manchmal klug sein, manchmal jedoch entspricht es eher einem "Schuss nach hinten". Das können wir alle jetzt mitverfolgen. Auch wenn es vermutlich zu keiner Anklage bzw. Verurteilung kommen wird, der Schaden hat bereits Ausmaße angenommen, der für die SP ziemlich schmerzhaft ist. Die Wähler werden das so schnell nicht vergessen. Diese unselige SP-Anbiederung an die "Krone" stößt mir mehr als sauer auf.
... gibt's natürlich keine Anklage. Aber wenn erst einmal als Wahl- und Verhandlungsverlierer 2013 der Kanzlertraum ausgeträumt ist, und Faymann in der Opposition aufwacht, dann dürfen er, Ostermayer, Bures und ihre Freundeskreise genau dieselben Scherereien mit Korruptionsermittlungen bis -anklagen erwarten haben, wie sie derzeit ÖVP und FPÖ heimsuchen.
es wird unerlässlich sein, dass in der nächsten Legislaturperiode - egal in welcher Parteienkonstellation - ein/e unabhängige Person JustizministerIn wird. Denn der Augiasstall ist noch lange nicht ausgemistet und Karls Kabinett ist offenbar mit nichts anderem mehr beschäftigt, als die Verfahrensschritte der "heiklen" Prozesse zu prüfen - und wenigstens indirekt zu bremsen...
dass die krone die politik der spö bestimmt und faymann brav mitspielt. die mit geldern, die von AFL-CIA zum ÖGB geflossen sind, gegründet wurde.
und die z.b. beim spö-"schwenk" in der wehrpflichtfrage oder bei der abberufung entachers mitmischte (beides ging nicht von minister darabos aus, sondern von kammerhofers herren, die auch mit der krone kooperieren).
Ihre Beispiele sind aber solche, wo der Krone-Schwenk absolut zu begrüßen ist, denn die Wehrpflicht ist eine der Unerträglichkeiten des österr. politischen Systems, und ein hoher Beamter hat nun mal nicht die Politik seines Ressortchefs zu konterkarieren.
Schätze mal, nach der letzten, für Faymann zumindest juristisch durchaus entlastenden Aussage Huber's wird man sich gütlich einigen.
"Nur net streiten" war ja immer schon das Motto von Faymann. Ich füge hinzu: nur net streiten, lieber fest schmieren!
Angesichts der Vorgänge in Kärnten und der Verfehlungen der schwarzblauen Regierung wegen dieses Inserats so einen Aufstand zu machen macht schon den Eindruck das mit 2erlei Maß gemessen wird.
Hier ist das Inserat deutlich zu sehen (Min 0:42),
http://tvthek.orf.at/programs/... it-im-Bild
eine direkte Wahlaufforderung für Faymann bzw. die SPÖ sieht meiner Meinung anders aus.
Ich bin absolut kein Faymannfan, für mich ist er einer der schwächsten Kanzler der 2. Republik. Aber mit den Vorwürfen gegenüber Schwarzbunt ist das bei weitem nicht vergleichbar.
Mir erweckt sich eher der Eindruck das man halt auch einen Roten anpatzen muß.
Ich denke schon, dass man das Kind beim Namen nennen kann, auch wenn es andere, noch größere Malversationen unter schwarz-blau gegeben hat.
Die Macht der Medien und wie sie Wahlausgänge entscheiden ist eine der größten Bedrohungen einer Demokratie.
Hätte nur Faymann alleine - der es diesbezüglich wirklich übertrieb - sich solcher Mittel bedient wäre das Problem einfach; aber es ist absolut üblich, mit "Inserat"Zahlungen Medien zu kaufen.
Ein Grund für´s Kanzler-Bashing.
Sicher nicht einwandfrei, aber in diversen Spielformen von allen Ministerien und Verbänden geübt, wird es jetzt zum Skandal und bietet dem arg gebeutelten Rau nun die Gelegenheit, einmal nicht über schwarz-blaunen Skandale sein beschwichtigendes Wort verbreiten zu müssen.
Ist doch schön :-)
ist aber etwas, um das es auch geht.
- desinfomationen durch fake-bilder zu syrien
- immer wieder terrorangst schüren, aus mücken elefanten machen
- politiker diffamieren, die unbequem sind
- wehrpflichtfrage
- entacher-abberufung
- aufruf zur nichtbefolgung des einberufungsbefehls
usw usf...
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