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Sir Chris Hoy kann nach seiner sechsten Goldenen im Bahnradfahren nicht länger an sich halten. Das sympathische Auftreten der britischen Olympiasportler rührt die Nation.
David Cameron hat nicht wenige britische Triumphe vor Ort miterlebt. Auch im Velodrome, wo Sir Chris Hoy mit seiner fünften und sechsten Goldmedaille zum erfolgreichsten britischen Olympiasportler aller bisherigen Zeiten avancierte, ließ sich der Premierminister schon blicken. Zuweilen fällt es ihm schwer, den Begeisterten zu mimen, macht es sich doch angesichts der Euphorie nicht besonders gut, dass seine Koalitionsregierung im Rahmen ihres Sparprogramms das Budget für den Schulsport gekürzt hat.
Cameron, Absolvent des Elite-Internats Eton, liegt im Clinch mit Lehrern an Staatsschulen. "Zu viele Schulen fördern den Wettbewerb im Sportunterricht zu wenig", behauptet der Premier. Die Fakten sprechen gegen ihn. Einer Befragung in Staatsschulen zufolge organisierten 78 Prozent interne Wettkämpfe, 49 Prozent beteiligten sich an Wettbewerben gegen andere Lehranstalten.
Kritiker wie Labour-Medienberater Alistair Campbell verweisen dagegen darauf, dass ein mit 205 Millionen Euro dotiertes Förderprogramm für den Schulsport von der Regierung gestrichen wurde. Da sei es kein Wunder, dass rund die Hälfte aller Medaillengewinner Absolventen von Privatschulen seien. Campbell: "Mit ihrem steuerbegünstigten Vermögen können sie sich Sportanlagen leisten, von denen Staatsschulen nur träumen." Dazu gehört beispielsweise die Ruderanlage von Eton, auf der die olympischen Rennen stattfinden.
Aufholbedarf gibt es genug. Während rund 55 Prozent der Finnen dreimal pro Woche Sport betreiben, sind es auf der Insel lediglich 21 Prozent. Im Olympia-Jahr sporteln einer Regierungsstatistik zufolge weniger junge Briten zwischen 16 und 25 Jahren als 2005, als die Spiele nach London vergeben wurden.
Die gezielte Förderung zukünftiger Olympiasieger begann dagegen schon 1997 noch unter dem konservativen Premier John Major - ein Jahr nach den Spielen von Atlanta, wo britische Athleten 15 Medaillen, darunter nur eine einzige Goldene, gewannen. Aus Mitteln der Nationalen Lotterie fließen seither hunderte Millionen in die Kasse von UK Sport, der zentralen Agentur für Leistungssport. Die Zentralregierung schießt weitere 40 Prozent zum Gesamtbudget über vier Jahre von zuletzt umgerechnet 335 Millionen Euro zu. Die Regierungszuschüsse würden auch in Zukunft fließen, teilte Sportstaatssekretär Hugh Robertson mit: "Es gibt keine absolute Garantie, aber wir tun unser Möglichstes."
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Freundlichkeit und Bescheidenheit vieler Medaillengewinner, die in scharfem Gegensatz zum Auftreten vieler Sporthelden stehen, die von den englischen Medien normalerweise gefeiert werden. Wenn die überbezahlten Kicker sich nicht ändern, "sollten wir armseligen Fans uns einen neuen Nationalsport suchen", polterte der angesehene Autor Hunter Davies (76) in der Sun.
Der bisher glühende Fußballfan und ehemalige Ghostwriter von Teamstürmer Wayne Rooney lässt kein gutes Haar an den Promifußballern, die bei der jüngsten EM die Nation durch ihr Ausscheiden im Viertelfinale enttäuschten. "Sie spucken und fluchen die ganze Zeit", schreibt Hunter, "und wir Dummköpfe erweisen ihnen den Respekt, den sie von uns fordern." Olympia und "all diese wunderbaren jungen Leute" hätten der Nation die Augen geöffnet.
Auch die Medien stehen in der Kritik, weil sie sich auf wenige Sportarten wie Fußball, Cricket und Rugby konzentrieren. Damit reflektierten sie lediglich "das Interesse des Landes", glaubt der frühere Proficricketer Ed Smith, der für die Times schreibt. (Sebastian Borger aus London, DER STANDARD 9.8.2012)
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hunderttausende faire, sportbegeisterte Zuschauer selbst bei "Randsportarten", tolle Leistungen auch in Sportarten, die man viel öfter als nur alle vier Jahre sehen sollte, sogar gutes Wetter ...
Was die Sportförderung betrifft: Ja, das könnte interessant werden. Für Deutschland sollten manche vielleicht einsehen, dass es unmöglich ist, auf die Dauer Spitzleistungen hervorzubringen, wenn die Kinder den ganzen Tag in der Schule hocken und eben nachmittags nicht mehr in die Vereine gehen. Das, was zur Förderung *aller" Kinder initiiert wurde, vermindert die Förderung sportlicher Spitzenleistungen. Wer nicht mehr im Schwimmverein trainiert, wird auch ncht Medaillengewinner bei Olympia.
London 2012 ist dennoch großartig!
Fußball, Rugby und Cricket sind in England erfunden worden und haben dort lange und unterschiedliche Tradition. Insbesondere - siehe obiges Sprichwort - was die sozialen Schichten angeht, welche den Sport primär betrieben haben.
Fußball als Arbeitersport, Rugby als Sport der elitären Bildungsinstitue und Cricket als das Symbol englischer Sportkultur, den man in alle Welt exportiert hat.
Klar, auch daß diese Weltsportarten die Medien dominieren: die Premier League ist das beste Fußballprodukt der Welt, im Rugby waren die Engländer Welt- und Vizeweltmeister und im Cricket nimmt England (zumindest noch etwa 12 Tage) die Nummer eins Position ein.
Turnen...damit sie nicht dick werden, Turnen,damit sie gesund sind...vorerst Sport betreim daun erspoat si da Stoot vü Göd.....für Dicke, für Blade, für Pulver, für woswasiois owa do samma wieder beim Grundübel, Schani....Da beginnt die Wurzel <3x klopfer> allen auch des Fussballs, do beginnts. Wenn ma net amoi in da Schui....aufs Söü auffikreut oder die Lat'a auffikreut und auf da aundan Seutn wida owakreut....Do werdn mir zwa z'kla sei, Schani, und olle aundan do in den Raum a dass ma do wos ändern
1.) Er hatte völlig recht, die Rechnung bekommen wir jetzt präsentiert
2.) Man hört immer dass wir halt eine Wintersportnation seien - wie lange sind wir das noch...?
3.) Wer ist Schani....?
same here
Die Diskussion sollte man schon lange mal starten. Dauernd Fußball im Fernsehen. Die Leute kennen ja nichts anderes.
Ein Medal Race bei einer Segel WM wäre mal was anderes. Ist nichtmal während der Prime Time, also vergleichsweise billig.
Außer dass der Bundespräsident eine Menge erfolgloser Sportler verabschiedet hat, sich ins Rampenlicht stellte und wohl mindestens 2/3 der nach London gereisten österreichischen Sportler ohnedies keine realistische Chance auf eine Medaille hatten ist ja bisher nichts geschehen.Will man so weitermachen nach dem Prinzip "Dabeisein ist alles" oder sollte sich die Politik nicht überlegen was falsch läuft und wieso Österreich so erfolglos ist?
Schön langsam färbt die mangelnde Leistung der österreichischen Politik auch auf den Sport ab.
Da in Österreich in so vielen verschiedenen Bereichen zu wenig Geld für Konkurrenzfähigkeit da ist stellt sich die Frage wann Österreich unter den europäischen Rettungsschirm schlüpft.
Muss man soviel Geld in den Spitzensport stecken?
Kann man nicht den Breitensport auch direkt fördern?
Müssen wir Olympiasieger haben?
Es kostet nunmal verdammt viel Geld, jemand auf Weltklasse Niveau zu fördern. In den meisten Verbänden fehlt da sowieso das Geld und vor allem die Voraussetzungen.
Steiner z.B. sagte ja auch nach Peking, dass er in Österreich gar nie die Chance gehabt hätte auf ein solches Leistungsniveau zu kommen und auch deshalb nach Deutschland ging.
... in jungen Jahren lernt man am besten seinen Koerper zu kontrollieren, den Koerper zu bewegen. Man erkennt Talente fruehzeitig, foerdert unter Umstaenden die Eigenmotivation der Kinder. Fuer Otto-Normalos bleibt die Faehigkeit Sport auch im hoeheren Alter mit Freude auszueben. Wer weiss sich zu bewegen, bewegt sich auch gerne.
Lebe beruflich gerade in Shanghai und beim Sport mit meinen Kollegen faellt dies sehr deutlich auf. Reiche Chinesen welche in Privatschulen mehrere Sportarten erlernten, sind im Umgang mit ihrem Koerper meist geschickt. Bei Chinesen wo sich die Eltern Sport fuer den Sproesling nicht leisten konnten, wird einem Angst und Bange. Natuerlich haben solche Menschen dann weniger Spass am Sport!
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