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Würzburg - Was eigentlich eine chemische Waffe ist, zugleich aber kulinarische Bedeutung hat, ließe sich auch auf unsere Gesundheit zurechtschneidern. Das berichtet die Julius-Maximilians-Universität Würzburg unter Bezug auf die Studie eines deutsch-dänischen Forschungsteams, die in "Nature" präsentiert wurde.
Der Waffentransport
Und zwar geht es dabei um Senföle. Sie machen den Senf scharf und verleihen Kohlgewächsen ihr besonderes Aroma. Ihr eigentlicher Zweck ist aber natürlich ein ganz anderer: Pflanzen halten sich damit Mikroben und andere Feinde vom Leib. Die stechend riechenden und scharf schmeckenden Senföle entstehen erst, wenn die Pflanze zum Beispiel durch ein fressendes Insekt verletzt wird. Erst dann kommen Vorstufen der Senföle, die Glucosinolate, mit einem Enzym in Kontakt, das die Senföle freisetzt. Da es Pflanzenfresser vor allem auf die nahrhaften Blätter und Samen abgesehen haben, reichert die Pflanze in diesen Teilen besonders große Mengen von Glucosinolaten an.
Die Blätter können diese Abwehrstoffe selber produzieren, die heranreifenden Samen aber nicht. "Sie müssen die Glucosinolate importieren, und das geht nicht ohne spezielle Transportproteine" erklärt Dietmar Geiger, Pflanzenphysiologe an der Uni Würzburg. Bislang war über diesen lebenswichtigen Transportweg und die dafür verantwortlichen Gene fast nichts bekannt. Doch ein Forschungsteam aus Kopenhagen, Würzburg und Madrid hat sie jetzt identifiziert.
Der Nutzen für uns
Für die Humanmedizin ist dies deshalb relevant, weil Senföle zwar auf Schädlinge abschreckend wirken, für uns Menschen aber eine gesundheitsfördernde Wirkung haben können. "Von Broccoli ist beispielweise bekannt, dass seine Inhaltsstoffe das Bakterium Helicobacter pylori abtöten, das Magengeschwüre und Krebs auslösen kann", sagt Rainer Hedrich, Pflanzenwissenschafter an der Uni Würzburg.
Mit den neugewonnenen Erkentnissen ließe sich diese "Nebenwirkung" fördern: "Nun steht der Weg offen, um gezielt Pflanzen zu züchten, deren Glucosinolat-Gehalte und Zusammensetzung auf die Gesundheit des Menschen zugeschnitten sind", sagt Hedrich. Denkbar seien zum Beispiel Broccoli-Pflanzen, die für die Bekämpfung des Magenbakteriums Helicobacter optimiert sind. (red, derStandard.at, 11. 8. 2012)
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Meine Oma schmierte sich immer eine Art Senfpaste (keinen Tubensenf!) auf entzündete Hautstellen. Soweit ich mich erinnern kann, hat das funktioniert. Zwiebeln haben übrigens einen ähnlichen Effekt. Ich verwende die roh bei Entzündungen im Mundbereich. Selbst eine schmerzhafte Wurzelentzündung ging damit innert drei Tagen vorbei.
Hat noch nie gehoert, dass ein Chinese Broccoli nicht mag. In den chinesischen Kuechen wird Broccoli oft mit Rindfleisch unter Ruehren und schnell gebraten, und es schmeckt gut. Also, nicht eifach als Salat essen oder nur mit Wasser kochen.
Kochen ist für die meisten ohnehin ein Buch mit sieben Siegeln. Die Ausrede ist, dass man keine Zeit zum Kochen hat. Die nutzt man auch viel besser, indem man sich TV-Serien anglotzt. Am liebsten die, in denen gekocht wird. Also sollte man "Essen Vom Bildschirm" entwickeln.
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